Universitätsbibliothek Wien

Die fürsterzbischöfliche Residenz in Salzburg unter Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1772 – 1803/1812)

Walderdorff, Imma (2010) Die fürsterzbischöfliche Residenz in Salzburg unter Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1772 – 1803/1812).
Dissertation, Universität Wien. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Aurenhammer, Hans

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29867.23418.523561-2
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Abstract in Deutsch

Die Dissertation „Die fürsterzbischöfliche Residenz in Salzburg unter Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1772 – 1803/1812): Kunst im Dienste der Aufklärung?“ behandelt die Umbaumaßnahmen der Salzburger Residenz und die Umgestaltungen für die neu konzipierte Gemäldegalerie unter Colloredo. Diese Umbauten zogen den Abbruch bedeutender Architekturteile aus der Zeit Erzbischof Wolf Dietrichs von Raitenau (1587 – 1612) mit sich. Aus der Bauphase unter Erzbischof Hieronymus Colloredo sind die ersten Gesamtpläne der Residenz von Johann Kendler und Wolfgang Hagenauer erhalten. Ein Großteil der Umbaupläne, die unter anderem den Abriss des romanischen Langhauses der Franziskanerkirche beinhaltet hätten, wurde nie ausgeführt. Als Gründe dafür nannte man das Missfallen des Erzbischofs über den geplanten Bau, das Fehlen von Geldmitteln, sowie das Herannahen der französischen Truppen. Das vorliegende Projekt setzte den Schwerpunkt auf sämtliche Planentwürfe für die Umbauten an der Residenz, die von der Forschung bislang unbeachtet blieben. Hieronymus Colloredo engagierte den Maler Andreas Nesselthaler als Hofmaler und stellte ihn zusätzlich als Truchsess und Galerieinspektor an. Nesselthaler schuf das „enkaustische Kabinett“ mit 56 Gemälden. Bislang war nur bekannt Colloredo habe sich im 3. Obergeschoß der Residenz eine neue Galerie errichtet, deren Einrichtung er allerdings nie fertiggestellte. Erstmals zeigt ein Überblick über die Inventare der vorhandenen Galerien der Residenz vom 17. bis zum späten 18. Jahrhundert, aus welchen Beständen der Erzbischof Gemälde für seine neue Galerie auswählen konnte. Im größten Saal des 3. Obergeschosses, dem Komödisaal, vereinte er eine Sammlung von Gemälden aus dem 17. Jahrhundert, vorwiegend Großformate aus der Sammlung von Erzbischof Guidobald Thun (1654 – 1668), die Colloredo mit Bildern zeitgenössischer Künstler ergänzte. Ziel dieser Arbeit war eine historische Aufarbeitung und Neubearbeitung der Bautätigkeit unter Erzbischof Hieronymus Colloredo: Die vorliegende Forschungsarbeit gibt erstmals das gesamte aufgefundene Planmaterial zum Umbau des Residenzgebäudes wieder. Es konnte festgestellt werden, dass der Bau nie als fürstlicher Repräsentationsbau geplant war, sondern in der heutigen Ausführung – als „Nutzbau“ – konzipiert und gebaut wurde. Die Ergebnisse widerlegen die bisherige Forschung, der Bau sei eingestellt worden. Der zweite Forschungsbereich dieser Arbeit befasste sich mit Colloredos Umgestaltungen im 3. Obergeschoß der Residenz für die von ihm geplante Gemäldegalerie. Erstmals konnte eine Auswahl der Gemälde für diese neue Galerie aufgezeigt werden. Insgesamt beinhaltete die Gemäldegalerie 279 Bilder, von denen sich 53 rekonstruieren ließen.

Schlagwörter in Deutsch

Salzburg / Residenz / Colloredo / Architektur / Gemäldesammlung / Aufklärung

Abstract in Englisch

The PhD thesis: „Die fürsterzbischöfliche Residenz in Salzburg unter Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1772 – 1803/1812): Kunst im Dienste der Aufklärung?“ („The Archiepiscopal Residence in Salzburg under Prince Archbishop Hieronymus Count Colloredo (1772 – 1803/1812): Art in the Service of the Enlightment?”) is focused on architectural planning and construction work at the Residence in Salzburg and the alterations made in this building for Colloredo’s concept of a „new picture gallery”. As a consequence of Colloredo’s architectural modifications, significant parts of the Residence from the time of Archbishop Wolf Dietrich of Raitenau (1587 – 1612) were demolished. The first preserved overall floor plans of the Residence, designed by Johann Kendler and Wolfgang Hagenauer, date from this construction phase under Archbishop Hieronymus Colloredo. A considerable number of the still existing plans, i. a. including the demolition of the Romanesque nave of the Franciscan church, were never executed. The reasons being manifold: first of all, they did not find the archbishop’s consent, followed by the lack of funds and the approach of the French troops. The focal point of this thesis is set on all the draft plans for the alterations of the Residence, which so far remained unnoticed and therefore had not yet been scientifically studied. The second part of the research is dedicated to the art appreciation of the archbishop. Hieronymus Colloredo hired the Bavarian artist Andreas Nesselthaler as court painter and entrusted him with all matters concerning his new gallery project. Nesselthaler, furthermore, painted 56 paintings in the encaustic manner to form the so called „encaustic cabinet”. To this day it was only known, that Colloredo started work on his projected gallery on the 4th floor, but never finalized it. This thesis shows for the first time, on the basis of surviving inventories from the 17th and 18th century, from which paintings collected by his predecessors Colloredo could choose from. In the largest hall on the 4th floor, the so called „Komödisaal”, he united a selection of paintings from the 17th century, mainly large sized paintings from the gallery of Archbishop Guidobald Thun (1654 – 1668). To these, works by contemporary artists were added. The aim of this scientific research was to collect historical data for an evaluation of the construction work under Archbishop Hieronymus Colloredo. The present study gives a summary of all the newly discovered plan material for construction work planned at the Residence. It could be demonstrated that Colloredo’s building activities were never meant as additions to his „princely Residence”, but were merely new wings for administrative purposes only. The second part of this research was dedicated to the archbishop’s new concept of a gallery of paintings on the 4th floor of the Residence, and the alterations made to serve this purpose. In total the gallery consisted of 279 paintings, of which 53 could be identified.

Schlagwörter in Englisch

Salzburg / archiepiscopal residence / architecture / picture gallery / enlightment

Dokumentenart: Hochschulschrift (Dissertation)
AutorIn: Walderdorff, Imma
Titel: Die fürsterzbischöfliche Residenz in Salzburg unter Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1772 – 1803/1812)
Untertitel: Kunst im Dienste der Aufklärung?
Umfangsangabe: 313 S. : Ill.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2010
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Aurenhammer, Hans
BeurteilerIn: Aurenhammer, Hans
2. BeurteilerIn: Schemper-Sparholz, Ingeborg
Klassifikation: 20 Kunstwissenschaften > 20.11 Kunstsammlung
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft
20 Kunstwissenschaften > 20.06 Kunstphilosophie, Kunsttheorie
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines
20 Kunstwissenschaften > 20.26 Geschichte
AC-Nummer: AC08070747
Dokumenten-ID: 8980
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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