Universitätsbibliothek Wien

Rudolf Buchinger

Hebenstreit, Franz (2010) Rudolf Buchinger.
Diplomarbeit, University of Vienna. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Bruckmüller, Ernst
Keine Volltext-Freigabe durch VerfasserIn.

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30107.31027.146763-0

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Abstract in German

Rudolf Buchinger wurde 1879 in Staasdorf bei Tulln geboren. Am elterlichen Hof arbeitete er als Bauer und war der Gründer des ersten Milchkasinos in Staasdorf 1905. Der Obmann der Lagerhausgenossenschaft Tulln von 1917 bis 1922 war seine erste führende Position im landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen. Nach dem Ersten Weltkrieg zog er 1919 in die konstituierende Nationalversammlung ein und war Abgeordneter zum Nationalrat bis 1930. Als Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft war Rudolf Buchinger unter den Kanzlern Dr. Ignaz Seipel und Dr. Rudolf Ramek in der Regierung. Die Gründung der Österreichischen Bundesforste sowie interministerielle Umstrukturierungen können als seine Erfolge verbucht werden. Der Grund für seine Demission war der Abschluss eines Handelsvertrags mit Ungarn, in dem er massive Nachteile für die heimischen Weinbauern sah. 1927 wurde er Obmann der Niederösterreichischen landwirtschaftlichen Genossenschafts- Zentralkasse, im selben Jahr Präsident der neu geschaffenen Girozentrale der Österreichischen Genossenschaften (heutige Raiffeisen Zentralbank). In den schicksalhaften Jahren 1931 bis 1938 war Buchinger Generalanwalt des Allgemeinen Verbandes für das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen (heutiger Raiffeisenverband). Dabei lagen seine Verdienste im Erhalt der sozialdemokratischen Konsumgenossenschaften im Jahre 1934. Mit dem „Anschluss“ Österreichs wurde er all seiner politischen Ämtern und Funktionen enthoben, kurz inhaftiert und kümmerte sich bis zum Kriegsende um seine Familie. Im April 1945 bekleidete er auf Drängen DI Leopold Figls das Amt des Staatssekretärs für Land- und Forstwirtschaft im Provisorischen Kabinettsrat Dr. Karl Renner. Er war damit der erste Landwirtschaftsminister der Zweiten Republik. Wegen schwerer Krankheit demissionierte er Ende September 1945 und widmete sich bis 1950 dem Wiederaufbau des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens. Er fungierte als Generalanwalt-Stellvertreter des Allgemeinen Verbandes und war abermals Präsident der Genossenschaftlichen Zentralbank AG. Buchinger verstarb 1950, postum wurde ihm der akademische Titel eines Doktors honoris causa der Universität für Bodenkultur wegen seiner Verdienste um das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen verliehen.

Schlagwörter in Deutsch

Buchinger / Minister

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Hebenstreit, Franz
Title: Rudolf Buchinger
Subtitle: Generalanwalt - Bundesminister - Staatssekretär ; eine politische Biographie
Umfangsangabe: 117 S. : Ill.
Institution: University of Vienna
Faculty: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2010
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Bruckmüller, Ernst
Assessor: Bruckmüller, Ernst
Classification: 15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Number: AC08174699
Item ID: 10569
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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