@unpublished{othes892, title = {Die Grabung 1996 auf Parzelle 80 im r{\"o}mischen Vicus von Mautern-Favianis}, school = {Universit{\"a}t Wien}, author = {Ingrid Katharina M{\"u}ller}, address = {Wien}, year = {2008}, keywords = {provinzialr{\"o}mische Arch{\"a}ologie / Noricum / Limes / Vicus / Mautern / Fundvorlage / Befundauswertung}, url = {http://othes.univie.ac.at/892/}, abstract = {Vorliegende Arbeit behandelt die Befunde und Funde der Notbergung 1996 auf Parzelle 80 in Mautern a. d. Donau. Die Grabungsfl{\"a}che befindet sich innerhalb des O-Bereichs des r{\"o}mischen Kastellvicus von Mautern. Im Zuge der Grabungst{\"a}tigkeit wurden mehrere Gruben entdeckt, die auf Grund des darin enthaltenen Fundmaterials in die Sp{\"a}tbronzezeit bis Neuzeit datiert werden k{\"o}nnen. Dazu treten noch einige fundleere Gruben, bei denen es sich unter anderem um Pfostenl{\"o}cher und rezente Baumgruben handelt. Zwei Gruben enthielten Keramik der Sp{\"a}tbronzezeit. Insgesamt 9 Gruben sind ? auf Grund des darin enthaltenen Fundmaterials ? r{\"o}mischer Zeitstellung zuzurechnen, wobei ein erster Nachweis r{\"o}mischer Siedlungst{\"a}tigkeit erst mit Periode 2 (100/110-120/140 n. Chr.) gegeben ist. H{\"o}chste Aussagekraft besitzt Objekt 20, ein Brunnen mit gemauertem Schacht, der gegen Ende der Periode 3 (130/140-170/180 n. Chr.) verf{\"u}llt wurde, wobei das Grundwasser durch die Deponierung eines Pferdekadavers ganz zu Beginn der Verf{\"u}llung vergiftet und der Brunnen somit nachhaltig unbrauchbar gemacht wurde. Ein weiterer Brunnen mit h{\"o}lzernem Brunnenkasten befand sich in unmittelbarer N{\"a}he, die Aufgabe dieser Anlage erfolgte etwas fr{\"u}her bzw. sp{\"a}testens gleichzeitig. Dieser Befund best{\"a}tigt den bereits bekannten Verlauf der r{\"o}mischen Besiedlung Mauterns: Am Ende von Periode 3 kommt es teilweise zur Aufgabe von Siedlungsareal, die Gruben sp{\"a}terer r{\"o}mischer Zeitstellung aus den Perioden 4 (170/180-250/260 n. Chr.) und 6-7 (370/380-480/500 n. Chr.) auf Parzelle 80 wurden lediglich zur Abfalldeponierung genutzt. Im Fr{\"u}hmittelalter kann durch die Speichergrube Objekt 8 erstmals wieder Siedlungst{\"a}tigkeit nachgewiesen werden. Weitere Gruben, die in die Neuzeit zu datieren sind, best{\"a}tigen die kontinuierliche Nutzung des Areals im Bereich von Parzelle 80. } }