TY - UNPB CY - wien ID - othes28843 UR - http://othes.univie.ac.at/28843/ A1 - Soro, Laura Y1 - 2013/// N2 - Die ersten Funde mykenischer Keramik in Sardinien wurden in den 1970er Jahren gemacht. Diese Entdeckungen sind im Hinblick auf den kulturellen Austausch im Mittelmeerraum des 2. Jahrtausends v. Chr. auch heute noch von großer Bedeutung, und das nicht nur für die nuraghische Archäologie, sondern auch für die ägäische. In der vorliegenden Studie wird die Forschungsgeschichte zu diesen Funden dargestellt, und es werden die Fundkontexte des mykenischen Materials in Sardinien und jene der nuraghischen Artefakte in Griechenland von Neuem untersucht. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf jenen Funden, deren Kontext rekonstruiert und eingeordnet werden kann. Da heute ein großer Teil der Funde leider nicht mehr auffindbar ist bzw. nicht mehr kontextuell zugeordnet werden kann, werden hier all jene Objekte katalogisiert, die bekannt ? wenn auch oft nicht mehr auffindbar ? sind, wobei die Katalogeinträge des italienischen Kulturministeriums die Grundlage dafür bilden. Von einer Reihe von Objekten werden neue Zeichnungen und eine neue Fotodokumentation vorgelegt. Es handelt sich dabei um ca. 200 Stücke. Es wurden neue Forschungsmethoden erprobt, die mittels der Landschaftsarchäologie und angewandter Informatik neue Erkenntnisse zur Verbreitung mykenischer Funde in Sardinien, und zwar nicht nur entlang der Küsten, sondern auch im Landesinneren, liefern können. In der Forschungsliteratur wurden die Kontakte zwischen mykenischer Welt und Sardinien stets auf die Bedeutung der großen Metallvorkommen der Insel zurückgeführt, im Besonderen auf die Kupfer-, Silber-, Blei-, Zinn- und Eisenerzlagerstätten. Jedoch wurden als Ergebnis der neuen Untersuchung und auch auf der Basis noch unpublizierter Daten zur nuraghischen Zivilisation neue Hypothesen zu den Motiven jener Kontakte und ihrer Transkulturalität formuliert, wobei neue Fragestellungen oder solche, die in der vorhandenen Literatur bislang noch kaum Beachtung fanden bzw. nicht im Detail verfolgt wurden, zur Anwendung kamen. Auf diese Weise konnte die Rolle des nuraghischen Sardiniens neu bestimmt werden, das in der Vergangenheit allzu oft darauf reduziert wurde, der ?Leuchtturm des Metalls? im westlichen Mittelmeer gewesen zu sein. Wenn die Studie auch keine endgültigen Antworten geben kann, so bereichert sie doch dank der neuen Ansätze, die sich im Verlauf der Arbeit ergaben, das Bild des zweiten vorchristlichen Jahrtausends, während dessen sich zwischen Ägäis und westlichem Mittelmeer in der einen wie der anderen Richtung Güter, Menschen und Kulturen bewegten ? animiert vom antiken Geist der Seefahrt. PB - uniwien KW - Sardinien / Mykenische Funde / Nuraghen / Bronzezeit / Mittelmeer M1 - phd TI - Mykenische Funde auf Sardinien AV - public EP - 280 S. : Ill. ER -