<mods:mods version="3.3" xsi:schemaLocation="http://www.loc.gov/mods/v3 http://www.loc.gov/standards/mods/v3/mods-3-3.xsd" xmlns:mods="http://www.loc.gov/mods/v3" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><mods:titleInfo><mods:title>Die Praetoria der augusteischen Legionslager</mods:title></mods:titleInfo><mods:name type="personal"><mods:namePart type="given">Kira</mods:namePart><mods:namePart type="family">Lappé</mods:namePart><mods:role><mods:roleTerm type="text">author</mods:roleTerm></mods:role></mods:name><mods:abstract>   Praetorium bezeichnet laut antiken Quellen das Wohngebäude des Kommandanten im Lager. Auch wenn die erhaltenen Lagerbeschreibungen zum Aussehen der Praetoria schweigen, so ermöglichen die archäologischen Befunde die Zuweisung eines zumindest in augusteischer Zeit verhältnismäßig einheitlichen Typus. Vier Praetoria sind aus der Zeit des ersten Princeps erhalten: diejenigen der Lager von Oberaden, Haltern, Anreppen und Marktbreit.&#13;
   Die Suche nach Vorgängern des augusteischen Bautyps verlief erfolglos: die bekannten Lager sind entweder strittig in ihren Resten (die von A. Schulten ergrabenen Lager in Spanien) oder es fehlen den spätrepublikanischen Lagern Hinweise auf Innenbebauung. &#13;
   Die vier erhaltenen Praetoria weisen untereinander klare Entsprechungen auf. Das Aussehen insbesondere von Militärbauten ist in ihrer Funktion begründet.  Als Wohnbauten sind ihre Parallelen demnach in der zivilen Wohnarchitektur zu suchen, die sich in dieser Untersuchung klar bestätigen ließen.  Von größerem Interesse sind jedoch die Abweichungen von diesen Vorbildern, welche sich zwei Gründen zuordnen lassen: klimatischen und funktionalen. Die klimatischen Anpassungen konnten über den Vergleich mit römischer, mediterraner Wohnarchitektur in ebenfalls nicht-mediterranen Gebieten festgemacht werden. Darunter fällt die vermehrte Schließung der Gebäude durch die Verwendung von Korridoren und die Beheizung auch größerer Räumlichkeiten. Die übrigen Abweichungen sind funktional zu erklären. Über Hinweise in den literarischen Quellen ist versucht worden, die wichtigsten Aktivitäten im Praetorium zu bestimmen und bestimmten Räumen zuzuweisen.&#13;
   Die Grundrisse der augusteischen Praetoria scheinen eine Trennung in öffentlich-administrative einerseits und private Bereiche andererseits zu bestätigen. Diese „interne Teilung“ der Legatenhäuser findet sich auch noch in den tiberischen Lagern. Im Legionslager von Vindonissa ist schließlich eine Aufhebung der funktionalen Trennung der Praetoria zu beobachten: Büros und Archive wandern in die Principia. Festzusetzen ist diese Entwicklung mit dem Einsetzen der Steinbauweise in den Lagern am Rhein unter Claudius. Im Gegensatz zu dem Vierlegionenlager von Novaesium, das nur eine vorübergehende Lösung darstellte, und dem Lager von Aulnay-de-Saintonge, das aus strategischen Gründen errichtet wurde, sind die Militäranlagen am Rhein nun nicht mehr „zeitlich befristet“. Damit einher gehen eine deutliche Vergrößerung der Praetoria und die Beschränkung rein auf die Wohnfunktion, wobei sie sich gleichzeitig nun noch stärker an der zeitgleichen Wohnarchitektur orientieren. &#13;
</mods:abstract><mods:classification authority="lcc">15.17 Klassische Archäologie</mods:classification><mods:originInfo><mods:dateIssued encoding="iso8061">2012</mods:dateIssued></mods:originInfo><mods:originInfo><mods:publisher>uniwien</mods:publisher></mods:originInfo><mods:genre>Hochschulschrift</mods:genre></mods:mods>