%A Christian Michlits %T Die arch?ologischen Zeugnisse Theras in hellenistischer und r?mischer Zeit %X Die arch?ologischen Funde Theras zeigen ein Bild der Stadt, das nach Kenntnis der schriftlichen Quellen nicht v?llig unerwartet sein kann. In der Zeit des Hellenismus und des Imperium Romanum stand die Insel beinahe durchgehend unter fremder Herrschaft, doch w?hrend die Ptolem?er die Insel als strategisch wichtigen Punkt nutzten und zwecks St?rkung ihrer Stellung im Kampf um die Herrschaft ?ber die ?g?is st?ndig Truppen hierher entstandten, wurde die Stadt von den R?mern eher passiv romanisiert. Durch die permanente Stationierung ptolem?ischer Soldaten wurden ?gyptische, bzw. eigentlich ptolem?ische Kulte hierher wie von selbst importiert und die Fremdherrschaft manifestierte sich in Anlagen wie den drei Ptolem?erbauten am Stadtbeginn. Neben den zahlreichen Neubauten wurde auch viel Bestehendes erneuert. Dabei ist vor allem der ?Ausbau des ,centro monumentale' der Stadt mit der Achse Agora-Theater? zu nennen. In die Zeit der Ptolem?erherrschaft ? allerdings bereits zu einer Zeit, in der der Einfluss aus ?gypten im Abnehmen begriffen war ? fiel auch der Vuklanausbruch von 197/6 v. Chr., der nat?rlich nicht mit der Gewaltigkeit der minoischen Eruption zu vergleichen ist. Eine in hellenistischer Zeit einsetzende Stadtflucht d?rfte sich auch in r?mischer Zeit fortgesetzt haben, was sich an dem Gr??erwerden der Wohnbehausungen und deren Ausstattung festmachen l?sst. Auffallend viele Skulpturen aus der ptolem?ischen und r?mischen Zeit konnten in der Stadt geborgen werden. Umso interessanter ist es, dass in hellenistischer Zeit archaische Plastik vermutlich als Motiv f?r Reliefs hergehalten hat, wie es wohl bei der Ausgestaltung des Temenos des Artemidoros der Fall gewesen sein d?rfte. Und noch auf kaiserzeitlichen M?nzen Theras wurden archaische Statuen offenbar als Sehensw?rdigkeiten betrachtet, die auf den M?nzen das pr?gende Bild der Stadt transportieren sollten. Die vorliegende Arbeit sollte einen ?berblick ?ber die arch?ologischen Zeugnisse Theras bieten. Im Bereich der Plastik konnte haupts?chlich auf die sehr alte, aber teilweise gute Publikationslage bei den Grabungsberichten um die vorletzte Jahrhundertwende zur?ckgegriffen werden. Es fehlen moderne Abbildungen und in den meisten F?llen war der heutige Aufbewahrungsort nicht mehr feststellbar. Von anderen St?cken wurde nichts au?er einer Abbildung ver?ffentlicht. F?r die Keramik ist eine Bearbeitung der Funde nur vollst?ndig und anhand der Studie der Originale sinnvoll, was im Rahmen dieser Diplomarbeit leider nicht bew?ltigt werden konnte. Die antiken Ruinen wurden hingegen schon ?fter besprochen, weswegen diese Arbeit sich ausschlie?lich auf die hellenistischen und r?merzeitlichen Neubauten konzentriert. Obwohl keine Forschungen in der Stadt selbst durchgef?hrt und ausschlie?lich mit vorhandenem, publiziertem Material gearbeitet wurde, konnten sich anhand der Analyse auch einige, von dem bisherigen Forschungsstand abweichende Schl?sse ziehen lassen. Hierbei stand vor allem ein Bau besonders im Mittelpunkt: Die Deutung des als Dionysos-Tempel bzw. Kaisareion angesprochenen Heiligtums wurde ausf?hrlich diskutiert und der g?ngigen Meinung, es handle sich um einen hellenistischen Bau, widersprochen. Vollst?ndigkeit konnte nicht erzielt werden. Vor allem was die Plastik angeht, w?ren weitere Studien an den Originalen sowie eine Publikation samt neuem Bildmaterial dringend notwendig. F?r alles weitere kann man sich auch heute nur der Hoffnung des damaligen Chefausgr?bers, Hiller von Gaertringen, f?r die Zukunft anschlie?en, ?da? dann die hier niedergelegten Erfahrungen ? auch die Irrt?mer ? von Nutzen sein werden.? %C wien %D 2012 %K Thera / Santorin / Thira / Arch?ologie / Hellenismus / r?mische Kaiserzeit %I uniwien %L othes23150