@unpublished{othes18764, title = {Die Wandmalerei der Villa von Bruckneudorf, Burgenland}, school = {Universit{\"a}t Wien}, author = {Gudrun Kieweg-Vetters}, address = {Wien}, year = {2011}, keywords = {Wandmalerei / r{\"o}misch / Bruckneudorf / Villa}, url = {http://othes.univie.ac.at/18764/}, abstract = {F{\"u}r die Bearbeitung der Wandmalereifragmente der r{\"o}mischen Villa aus Bruckneudorf wurde eine differenzierte Analyse verschiedener Putze und daraus abzuleitenden Baustratigraphie verwendet, die ein wirkungsvolles Mittel bei der Einteilung und Bearbeitung von Wandmalereifunden ist. Deren Auswertung ergab in Verbindung mit der des Baubefundes, der Keramik und Kleinfunde eine fundierte Datierung, die mehrere gro{\ss}fl{\"a}chige Neugestaltungen im Zeitraum zwischen 200 und nach 355 n. Chr. zeigen. Es ist dies in {\"O}sterreich erstmalig, dass anhand eines einheitlichen Geb{\"a}udes die Entwicklung der r{\"o}mischen Wandmalerei innerhalb von ca. 300 Jahren gezeigt werden kann, die kaum einen Qualit{\"a}tsunterschied der Putze in Haupt- und Nebenr{\"a}umen sowie der Fassade aufweist. Geringe Funde aus Nebengeb{\"a}uden beweisen eine sehr einfache Ausf{\"u}hrung. Die Auswertung der einzelnen Dekorationen liefert ein sehr n{\"u}chternes Ergebnis. Eine Vielzahl an Einzelmotiven ist zwar rekonstruierbar und kann in den Kanon der r{\"o}mischen Wandmalerei eingeordnet werden, doch Rekonstruktionen ganzer W{\"a}nde sind nur in Ausnahmef{\"a}llen m{\"o}glich. Die bereits fr{\"u}her (Saria, Langmann, Benda, Zabehlicky) mehrfach zugeordneten Raumfunktionen der Periode 4 (nach 355 n. Chr.) k{\"o}nnen durch die Auswertung der Malerei best{\"a}tigt werden. Hervorzuheben sind die gro{\ss}en Unterschiede in Ausf{\"u}hrung und verwendetem Pigmentmaterial der einzelnen Ausstattungen der Perioden 2 und 3, die einen Hinweis auf die soziale Stellung der Auftraggeber bzw. die verf{\"u}gbaren Handwerker und Material geben. Die naturwissenschaftlichen Bestimmungen von Pigmentproben zeigen das g{\"a}ngige Pigmentspektrum sowie die Verwendung von Bleirot. Durch die Rekonstruktion zweier Deckenfresken konnten sowohl der Materialbedarf als auch durch das Dekor Argumente zur Diskussion geliefert werden, ob lokale Werkst{\"a}tten oder so genannte Wandermaler t{\"a}tig waren. Innerhalb der pannonischen Wandmalerei k{\"o}nnen anhand des Vergleichs der Malweise und Motivwahl {\"U}bereinstimmungen mit Haus I von Brigetio, jedoch kaum {\"U}bereinstimmungen mit den Dekorationen der Villa von Bal{\'a}ca festgestellt werden. Es ist daher von mehreren zeitlich parallel agierenden Werkst{\"a}tten in Pannonien auszugehen.} }