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Die Krise des Spätmittelalters und der Beginn der Moderne im Königreich Böhmen

Libal, Viktor (2010) Die Krise des Spätmittelalters und der Beginn der Moderne im Königreich Böhmen.
Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Wimmer, Johann

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29416.57300.971154-7
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Abstract in Deutsch

Die Krise des Spätmittelalters und der frühen Moderne war von vielen Veränderungen in der Gesellschaftsordnung gekennzeichnet. Die katholische Amtskirche hatte zusehends mit Kritik innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft zu kämpfen. Darüber hinaus konnten verschiedene Flügel an Einfluss und Macht gewinnen, was zu dem Schisma im 14. Jahrhundert führte. Jan Hus protestierte gegen alle diese Entwicklungen und konnte durch seine Reformversuche in Böhmen eine große Anhängerschaft gewinnen. Die Kombination aus dieser ersten europäischen Reformation, Prag als wissenschaftliches und kulturelles Zentrum, der einsetzenden Urbanisierung und das steigende tschechische Nationalbewusstsein machte die böhmische Region zu einem modernen Gebiet der damaligen Zeit. Aufgrund der immer heftiger werdenden Glaubenskonflikte verschärften sich die Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten immer größer. In diesen krisenreichen Zeiten wurde das Hexenphänomen (sowohl von Katholiken und Protestanten) propagiert, um Sündenböcke für Fehlentwicklungen verantwortlich zu machen. Diese Diplomarbeit bietet Erklärungsversuche an, warum sich die Hexenprozesse in der böhmischen Region nicht durchsetzen konnten.

Schlagwörter in Deutsch

Königreich Böhmen / Spätmittelalter / Frühe Moderne / Hexenverfolgung / Aberglauben / Bildung / Urbanisierung / Reformation / Aufklärung

Abstract in Englisch

A lot of changes in society could be observed at the end of the late Middle-ages in Europe. The Catholic Church was faced with many problems and challenges. The Czech reformer Jan Hus protested against these developments. After short time, Hus had found thousands of supporters in his home region Bohemia. Moreover the combination of this movement, Prague as important centre of science, culture and trade, the urbanisation process and the Czech National consciousness made Bohemia to a modern region. In the 16th and 17th the conflicts between Catholics and Protestants got worse. Consequently, the economic situation also worsened in most European countries. The witch phenomenon became popular due to these developments. This book is an attempt to discuss why the witch hunt in Bohemia did not exceed the same dimension as in other central European parts.

Schlagwörter in Englisch

Kingdom Bohemia / Late Middle Ages / Early Modern Age / Witch-Hunt / Superstition / Education / Urbanization / Reformation / Enlightenment

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Libal, Viktor
Titel: Die Krise des Spätmittelalters und der Beginn der Moderne im Königreich Böhmen
Untertitel: untersucht am Beispiel der Hexenverfolgungen in Böhmen, Mähren und Schlesien
Umfangsangabe: 110 S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publikationsjahr: 2010
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Wimmer, Johann
BeurteilerIn: Wimmer, Johann
Klassifikation: 89 Politologie > 89.42 Staat und Bürger
AC-Nummer: AC08173695
Dokumenten-ID: 9833
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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