Universitätsbibliothek Wien

Neugründungen von Genossenschaften in Österreich

Schaschko, Mario (2010) Neugründungen von Genossenschaften in Österreich.
Dissertation, Universität Wien. Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
BetreuerIn: Brazda, Johann
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30094.32786.417362-6
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Abstract in Deutsch

Individuelle Entscheidungssubjekte sehen sich größtenteils mit einem als hart und dynamisch charakterisierten Marktumfeld konfrontiert, dessen Bedingungen und Abläufe von spürbaren globalen Konzentrationstendenzen geprägt sind. Der Wunsch, die aus undurchschaubaren und nicht greifbaren Entscheidungsstrukturen resultierenden Abhängigkeitsverhältnisse zu minimieren, erfordert eine entsprechende strukturelle Anpassungsfähigkeit auf sich ständig ändernde Wettbewerbsbedingungen. Der kooperative Zusammenschluss – unabhängig von seiner Ausgestaltung – wird dazu als einzig mögliches Instrumentarium und sinnvollste Alternative zur Gewährleistung einer ansatzweisen Chancengleichheit in einem immer dynamischeren Wettbewerbsumfeld gesehen. Durch die sich aus der überzeugten Kooperationsbereitschaft ergebenden Größenvorteile werden Synergieeffekte angestrebt, die die erforderliche Wettbewerbsfähigkeit sowie die Reduzierung global gesteuerter, preismechanistischer Abhängigkeit gewährleisten. Rechtliche Verselbständigungsbestrebungen eines geplanten kooperativen Zusammenschlusses führen unter der Prämisse organisational-struktureller Haftungsbeschränkungen aufgrund einfacher Gründungsmodalitäten, der Möglichkeit des leichten und unbürokratischen Ein- und Austritts der Mitglieder, der Anpassungsflexibilität der Satzung sowie der demokratischen Mitgliederstimmberechtigungsstruktur zur Wahl der Genossenschaft als die für ein kooperatives Gründungsvorhaben geeignete Organisations- und Rechtsform, womit auf den Punkt gebracht - rein wirtschaftliche Überlegungen - bei einer untergeordneten Relevanz außerökonomischer Motive ausschlaggebend für die Wahl einer genossenschaftlichen Kooperation sind. Ein präzises Bild eines kooperativen Gründungsvorhabens in der Rechtsform der Genossenschaft lässt sich somit wie folgt skizzieren: Einer konkretisierenden Idee als Ausfluss eines festgestellten Mangels erfolgt die Festlegung der geeigneten Form der Leistungserstellung durch kooperatives Zusammenwirken. Um das geplante Kooperationsvorhaben rechtlich verselbständigen zu können, wird aus dem Kreis haftungsbeschränkender Organisations- und Rechtsformen die Genossenschaft als die am besten geeignete Alternative gewählt. Nun erfolgt die Ausgestaltung der (formalen) Anforderungen hinsichtlich der Zusammensetzung der kooperativen Gruppe als auch der Genossenschaft als Unternehmensträger des gemeinsamen Geschäftsbetriebes. In weiterer Folge erhält der kooperative Zusammenschluss das Rechtskleid der Genossenschaft. Die Genossenschaft wird durch Eintragung ins Firmenbuch gegründet. Der gemeinsam getragene Betrieb nimmt die Geschäftstätigkeit auf. Die Genossenschaft ist keine Einrichtung ökonomisch Schwacher mehr, genossenschaftliche Gesinnung nicht mehr wie vor hundertfünfzig Jahren von verbindlicher Bedeutung. Die Genossenschaft ist zeitgemäß und zukunftsfähig. Wer sich seriös mit der Thematik gemeinschaftlicher Zusammenarbeit und somit Kooperationen im weiteren Sinne auseinandersetzt, kommt am genossenschaftlichen Organisationstyp nicht vorbei.

Schlagwörter in Deutsch

Genossenschaften / genossenschaftswissenschaftliche Theorien / Neugründungen / Körperschaftsteuerrecht / Phasengründung / idealtypischer Gründungsverlauf

Abstract in Englisch

Individual decision-makers are to a large extent faced with a dynamic, hard competitive market environment, whose conditions and expirations are coined of noticeable global concentration tendencies. The desire to minimize obscure and not sizeable decision structures requires an appropriate structural adaptability on constantly changing competitive conditions. The co-operative association – independent of its arrangement – is seen as the most meaningful alternative to guarantee equal chances in a hard and dynamic competitive environment. The convinced willingness to co-operate aims at the realization of economies of scale to ensure the necessary competitive ability as well as the reduction of price-mechanistical global dependencies. Under the proposition of organizational and structural limitations independent legal efforts of a planned co-operative association lead due to the constraints of simple formation modalities, the possibility of an easy and unbureaucratic joining and opting-out of the members, the adjustment flexibility of the statute as well as the democratic member right to vote for the co-operative as a suitable legal form for a purely co-operative establishment project against the background of - economic considerations - with a subordinated relevance of non-economic motives to the choice of a co-operative association. A precise picture of a collaborative project in the legal form of the cooperative can be outlined as follows: the tangible idea as a discharge of a determined lack predefines the suitable form for the satisfaction of the individual needs and takes place via a co-operative association. In order to co-operate legally independent, from the sphere of liability-limiting organization and legals forms the co-operative is selected as the best suitable alternative. Now the formal arrangement of the requirements takes place regarding the constitution of the co-operative group and the co-operative as the company of the common business concern. In further consequence the co-operative association receives the right dress of the co-operative. The co-operative is created by entry in the register of companies. The co-operative firm takes up the business activity. The co-operative is no more mechanism of economically weak ones, co-operative conviction no more of obligatory importance as it was hundred years ago. The co-operative is up-to-date. Who argues respectably with the topic of joint co-operation and thus co-operation in the broader sense, does not get by the co-operative type of organization.

Dokumentenart: Hochschulschrift (Dissertation)
AutorIn: Schaschko, Mario
Titel: Neugründungen von Genossenschaften in Österreich
Umfangsangabe: 402 S. : graph. Darst.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Publikationsjahr: 2010
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Brazda, Johann
BeurteilerIn: Brazda, Johann
2. BeurteilerIn: Lechner, Eduard
Klassifikation: 85 Betriebswirtschaft > 85.09 Unternehmensorganisation
85 Betriebswirtschaft > 85.99 Betriebswirtschaft: Sonstiges
AC-Nummer: AC08046547
Dokumenten-ID: 8757
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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