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The impact of western European direct investments in central and eastern Europe

Strohmer, Sonja (2009) The impact of western European direct investments in central and eastern Europe.
Dissertation, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Traxler, Franz
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29568.27617.594870-1

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Abstract in English

Since the fall of the iron curtain in 1989, the central and eastern European countries (CEEC) have been increasingly integrated in the global economy and have been the target of enormous amounts of foreign direct investment (FDI) by largely western European multinational companies (MNC). While the economic integration intensified rapidly, the regulations in the area of working conditions and labour relations still show large differences between the CEEC and most western European countries. The investment activities (or more specifically relocations and outsourcing) are widely considered a menace to the cooperative industrial relations (IR) systems in the home countries of the investments, but FDI from western European MNC operating in comparably strong IR systems might also represent the opportunity to strengthen workers’ participation structures and rights in CEEC. Thereby, the MNC might support the European Union’s efforts to establish the European social model in CEEC and to harmonize European standards. This thesis examines the impact of FDI on industrial relations (particularly on workers’ representation and co-determination) in both the host countries of investments (CEEC) and the countries where their headquarters are located (western Europe). The research question rests on the assumption that FDI do not only affect the labour relations at the host countries but also influence IR systems in the countries where the investments originate via feedback effects. The question is investigated by means of a case study research design that draws from partly-structured expert interviews and document analysis. Six MNC in manufacturing (car component suppliers) and six MNC in the service industry (finance companies) with their headquarters in Germany, Austria, the United Kingdom or the United States and their respective subsidiaries in the Czech Republic are examined. The study analyses the impact of a range of company characteristics and institutional settings on the intensity of industrial relations transfer to the Czech affiliates and reveals that these factors only have a limited effect. Their influence is surpassed by the significance of managers’ strategic choices and preferences on industrial relations. The case study evidence shows that German, Austrian and Anglo-American investors in the Czech Republic largely adapt to local structures and patterns in the area of industrial relations and leave the design of company-level labour relations to the local actors. Modest subtle and predominantly unintended transfers occurred in some German and Austrian firms, while explicit and intended transfers could only be found in the Anglo-American banks. Most managers appreciate not being confronted with an independent collective employee representation, which is the case in the majority of the Czech subsidiaries. A few companies introduced collective employee participation bodies according to their liking and foster direct participation when they expect a direct positive economic effect. Direct feedback effects from the foreign operations to the headquarters’ industrial relations are rather rare and limited to the manufacturing companies.

Schlagwörter in Englisch

Industrial relations / industrial democracy / Czech Republic / participation rights / direct investments / multinational companies / European social model / car component suppliers / banks / employee representation / subsidiaries

Abstract in German

Seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes wurden die mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) zunehmend in die globale Wirtschaft integriert. Dies geschah nicht zuletzt aufgrund der enormen Investitionszuströme von multinationalen Unternehmen aus Westeuropa. Während die wirtschaftliche Integration zunimmt, weist die Regulierung der Arbeitsbedingungen und der industriellen Beziehungen in Europa aber weiterhin große Unterschiede auf. In MOEL sind die Institutionen der Arbeitsbeziehungen und die Arbeitnehmermitspracherechte im Verhältnis zu vielen westeuropäischen Ländern äußerst schwach entwickelt. Ausländische Direktinvestitionen (aDI) und insbesondere Unternehmensverlagerungen und Outsourcing von westeuropäischen Hochlohnländern nach Mittel- und Osteuropa werden weithin als Gefahr für die kooperativen Arbeitsbeziehungen in den Herkunftsländern der aDI angesehen. Gleichzeitig könnten aDI von westeuropäischen Unternehmen, die in vergleichsweise stark entwickelten Systemen der Arbeitsbeziehungen operieren, auch eine Möglichkeit der Stärkung der ArbeitnehmerInnenmitsprachestrukturen und -rechte in den mittel- und osteuropäischen Gastländern der Investitionen darstellen. Die Dissertation widmet sich der Frage, ob westeuropäische Unternehmen ihre Praktiken und Strukturen im Bereich der ArbeitnehmerInnenmitsprache auf ihre mittel- und osteuropäischen Tochterunternehmen übertragen und ob die Arbeitsbeziehungen über Rückkoppelungseffekte auch im Mutterkonzern selbst beeinflusst werden. Der Forschungsfrage wird in einem Fallstudienforschungsdesign nachgegangen. Gegenstand der Untersuchung sind Mutterkonzerne aus der Dienstleistungsbranche (Banken und Versicherungen) und der Industrie (Automobilzulieferer) in Deutschland, Österreich, England und den USA und deren Tochtergesellschaften in Tschechien. Die Fallstudien basieren auf teilstrukturierten ExpertInneninterviews und Dokumentenanalysen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Firmencharakteristika und das institutionelle Setting der Unternehmen nur einen beschränkten Einfluss auf die Arbeitsbeziehungen in den ausländischen Tochterunternehmen haben. Der Einfluss ist überdeckt von der Bedeutung der strategischen Entscheidungen und Präferenzen der ManagerInnen im Bereich der Arbeitsbeziehungen. Die deutschen, österreichischen und angloamerikanischen Investoren in Tschechien passen sich im Bereich der Arbeitsbeziehungen überwiegend an die lokalen Strukturen und Muster an und überlassen das Design der betrieblichen industriellen Beziehungen den lokalen Akteuren. In den deutschen und österreichischen Unternehmen können nur geringfügige subtile und fast ausschließlich ungeplante Transfers nachgewiesen werden. Explizite und bewusst durchgeführte Übertragungen fanden sich ausschließlich bei den angloamerikanischen Finanzunternehmen. Die meisten ManagerInnen schätzen es, wenn sie in den tschechischen Tochterunternehmen nicht mit einer unabhängigen kollektiven Interessenvertretung konfrontiert sind. Es gibt einige Beispiele für die Einführung von individuellen und kollektiven Partizipationsmöglichkeiten in Fällen, wo sich die ManagerInnen davon einen direkten positiven ökonomischen Nutzen erwarten. Direkte Rückkoppelungseffekte von den ausländischen Standorten auf die Arbeitsbeziehungen an den Stammsitzen sind eher selten und beschränken sich auf die Industrieunternehmen.

Schlagwörter in Deutsch

Arbeitsbeziehungen / Tschechien / Mitspracherechte / Direktinvestitionen / multinationale Unternehmen / Europäisches Sozialmodell / Autozulieferer / Banken / Arbeitnehmervertretung / Tochterunternehmen

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Strohmer, Sonja
Title: The impact of western European direct investments in central and eastern Europe
Subtitle: chance or risk for employee participation in host and home countries?
Umfangsangabe: 208 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2009
Language: eng ... Englisch
Supervisor: Traxler, Franz
Assessor: Traxler, Franz
2. Assessor: Flecker, Jörg
Classification: 71 Soziologie > 71.42 Wirtschaftliche Faktoren
71 Soziologie > 71.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Number: AC07806023
Item ID: 8595
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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