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Armut und Armutsberichterstattung in Vorarlberg

Adami, Astrid (2010) Armut und Armutsberichterstattung in Vorarlberg.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Reinprecht, Christoph

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DOI: 10.25365/thesis.8552
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29086.05034.791862-6

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Abstract in German

Ausgangspunkte dieser Diplomarbeit sind die weit verbreitete Meinung, dass es in Vorarlberg keine Armut gibt und die langjährige andauernde Debatte im Vorarlberger Landtag über die Erstellung eines vorarlbergspezifischen Armutsberichts. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Personen, die Vorarlberg und seine BewohnerInnen kennen bzw. die in ihrer Tätigkeit mit Armut konfrontiert werden, diese wahrnehmen und welche Haltung sie in der Armutsberichtsdebatte einnehmen. Die zentralen Fragen dieser Arbeit sind: Wer sind laut den „ExpertInnen“ die von Armut Betroffenen und wie äußert sich Armut in Vorarlberg? Stehen ihnen für ihre Arbeit genug Informationen zum Thema zur Verfügung? Können die ExpertInnen von einem Armutsbericht profitieren? Und welchen Nutzen bringt ihrer Meinung nach Armutsberichterstattung? Kern dieser Arbeit ist der empirische Teil. Hierfür wurden verschiedene Personen (BürgermeisterInnen, SchuldirektorInnen, etc.) bzw. VertreterInnen verschiedener Institutionen (AMS, Arbeiterkammer, etc.) online mit Hilfe eines teil-standardisierten Fragebogens um eine Expertise gebeten. Die Ergebnisse der Befragung sind nicht repräsentativ, liefern jedoch einen Überblick darüber, in welcher Form Armut hierzulande vorkommt, welche Gruppen in Vorarlberg als stark armutsgefährdet betrachtet werden und welche Kriterien zur Armutsdefinition herangezogen werden. Wie also Armut in Vorarlberg wahrgenommen wird. Weiters wird ersichtlich, welche Nutzen in der Armutsberichterstattung gesehen werden, sowie dass für einen Großteil der Befragten die Informationslage zum Thema Armut nicht ausreichend ist. Der Vergleich der durchschnittlich geschätzten Armutsgefährdungsquote Vorarlbergs in dieser Umfrage (18,2%) mit der durchschnittlichen Armutsgefährdungsquote Österreichs 2004 (12,3%) zeigt, dass eine beträchtliche Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und „Fakten“ liegt. Armutsberichterstattung kann dazu beitragen, sowohl die Überschätzung also auch die Unterschätzung des Problems zu verhindern und so Raum für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema Armut schaffen.

Schlagwörter in Deutsch

Armut / Armutsdefinitionen / Armutsberichterstattung / Vorarlberg / ExpertInnenbefragung

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Adami, Astrid
Title: Armut und Armutsberichterstattung in Vorarlberg
Subtitle: eine Bedarfsanalyse
Umfangsangabe: 140 S. : graph. Darst
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2010
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Reinprecht, Christoph
Assessor: Reinprecht, Christoph
Classification: 71 Soziologie > 71.19 Sozialstruktur: Sonstiges
71 Soziologie > 71.99 Soziologie: Sonstiges
AC Number: AC08016513
Item ID: 8552
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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