Die Anfänge der Industrial Music Culture und deren Bezüge zu Strängen musikalisch-künstlerischer Avantgardebewegungen
Matyas, Paul (2009) Die Anfänge der Industrial Music Culture und deren Bezüge zu Strängen musikalisch-künstlerischer Avantgardebewegungen. Diplomarbeit, Universität Wien. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät BetreuerIn: Schmidhofer, August | Dokumentenart: | Hochschulschrift (Diplomarbeit) |
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| AutorInnen: | Matyas, Paul |
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| Titel: | Die Anfänge der Industrial Music Culture und deren Bezüge zu Strängen musikalisch-künstlerischer Avantgardebewegungen |
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| Umfangsangabe: | 78 S. |
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| Institution: | Universität Wien |
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| Fakultät: | Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät |
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| Publikationsjahr: | 2009 |
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| Klassifikation: | 10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines |
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| Schlagwörter in Deutsch: | Industrial Music Culture / musikalische Avantgarde / Throbbing Gristle / Cabaret Voltaire |
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| Abstract in Deutsch: | Ziel der Arbeit war es, die Industrial Music Culture in den Lichtkegel des
musikwissenschaftlichen Interesses zu rücken. Die Abhandlung hat sich möglichst
breitgefächert und vielseitig an diesen komplizierten eklektischen Knoten aus vielen Strängen
herangetastet, um grundlegende Tendenzen dieser multidimensionalen Kunstströmung, die
von Schlagworten wie „Entprofessionalisierung“, „Anti-Art“, „Improvisation“ und
„Experiment“ geprägt sind, darzulegen. Querverbindungen zu musikalisch-künstlerischen
Genres stehen in ständiger Wechselbeziehung zueinander und werden hier skizziert.
Zu Beginn der Untersuchung wird der Terminus Industrial definiert. Daraufhin konzentrieren
sich dann die demografischen Kriterien auf den europäischen Raum der 1970er Jahre. Im
Anschluss wurden die relevanten sozioökonomischen Bedingungen dieser Zeit betrachtet. Ein
besonderes Augenmerk wurde auf die Rahmenbedingungen der Band „Kraftwerk“ gelegt, da
sie mit ihren progressiven musikalischen Ideen die Industrial Music stark beeinflussten.
Weiters wird ein überblicksmäßiger Bogen von den Anfängen der Elektrifizierung bis ins 21.
Jahrhundert gespannt. Beginnend bei der elektronischen Klangerzeugung hin zu wichtigen
Werkzeugen der Industrialmusiker_innen, wie Tonbandmaschinen und Synthesizer. Dieser
Abschnitt dient zum besseren Verständnis einiger Produktionsmethoden. Die darauffolgenden
Kapitel widmen sich den musikalischen Avantgardebewegungen. Zuerst werden der
Futurismus, die Musique concrète und die Kölner Studios angeführt - danach musikalische
Querverbindungen, wie etwa zur experimentellen Rockmusik aus New York oder zur Punk-
Bewegung. Dabei handelt es sich um musikalische Strömungen, die stark auf die Anfänge der
Industrial Music einwirkten. Der darauffolgende Abschnitt bemüht sich um einen Spagat hin
zur küstlerischen Avantgarde. Hier ist wiederum zu betonen, dass es sich lediglich um eine
kleine und verkürzte Auswahl der Einflussbereiche der künstlerischen Avantgarde handelt.
Dass die Industrial Music mehr als Krach, Gewalt und Härte, oder eine „Mischung aus
Techno und Metal“ darstellt, wird ersichtlich, wenn Querverstrebungen und Bezugspunkte
ausreichend beleuchtet werden. Wie so viel in der Industrial Music Culture, ist der verstrickte Umgang mit Symbolen, musikalischen Strukturen, Begrifflichkeiten usw. elementarer
Bestandteil und vielfach bewusst eingesetzte Verschlüsselungstaktik. Deshalb sind u.a. einige
Interpretationen des Industrial-Umfelds mehrfach auslegbar und stehen nicht selten in einem
ambivalenten Verhältnis zueinander. Dennoch kann bei genauerer Betrachtung die oft
proklamierte Vieldeutigkeit der Industrial Music Culture verständlicher gedeutet werden.
Ausreichende Kenntnisse der Anfänge von Industrial sind vonnöten, damit
Entkontextualisierungen (wie sie z. B. die rechte Szene in Bezug zur Industrial Music
bevorzugt durchführt) aufgezeigt, vermieden und vielleicht sogar verhindert werden können.
Musikalische Genres ab den 1980er Jahren, wie z.B. Power Electronics, Dark Ambient,
Ritual, Martial Industrial u.v.m., stehen in ständiger Korrelation zu den Anfängen der
Industrial Music. Inwiefern sie Ideen und Methoden, künstlerische Inhalte und dergleichen
von Industrial übernehmen und weiterführen, verändern und diese kontextuell richtig deuten
oder auch missverstehen, stellt ein weiteres interessantes Forschungsfeld dar. |
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| Sprache: | Deutsch |
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| BetreuerIn: | Schmidhofer, August |
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| 1. BeurteilerIn: | Schmidhofer, August |
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| Approbationsdatum: | 07 Dezember 2009 |
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| PDF-Layout: | Ident mit Druckausgabe der Hochschulschrift |
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| AC-Nummer: | AC07944561 |
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| Dokumenten-ID: | 7762 |
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