Universitätsbibliothek Wien

Das malerische Werk von Rudolf Junk

Proché, Alice (2008) Das malerische Werk von Rudolf Junk.
Diplomarbeit, University of Vienna. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Pippal, Martina
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30340.92710.761864-6
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Abstract in German

ABBILDUNGEN: nur in PRINTAUSGABE! -- Rudolf Junk begann erst nach Beendigung des Studiums der keltischen Philiologie, das er mit dem Dr. phil abschloss, ernsthaft zu malen, und bestand im Herbst nach Beendigung dieses ersten Studiums die Aufnahmeprüfung bei Heinrich Lefler an der Akademie. Junk legte nur in den ersten Jahren seiner künstlerischen Tätigkeit seinen Schwerpunkt auf die Malerei. Ungefähr nach acht Jahren – ab 1909/10 – nahm die Graphik immer mehr überhand und er beschränkte sich zunehmend auf letztere. Die frühesten Bilder von 1902/03 stellten sensualistische Impressionen dar, die oftmals eine Nähe zum Symbolismus erkennen ließen. Nebelstimmungen und duftiger Farbauftag sind bezeichnend für diese Bilder, die auf alle Sinne des Betrachters wirken sollten. Schon früh war auch in diesen Bildern ein Interesse Junks an formalen Fragestellungen feststellbar. Die Herausforderung der stimmigen Ein- und Unterteilung der Bildfläche blieb bis in die späten Arbeiten bestehen. Ebenfalls schon früh, um 1903, wurde in Junks Bildern die Faszination, die der Neo-Impressionismus bzw. der Pointillismus auf ihn ausübte, spürbar. Es findet sich in diesem Abschnitt der vorliegenden Diplomarbeit eine kurze Erläuterung der Begriffe Neo-Impressionismus und Pointillismus, ihrer historischen Verwurzelung und wie sie in dieser Arbeit verwendet werden. Es wird festgestellt, dass Junks Bilder niemals im strengen Sinne neo-impressionistisch sind, sondern allenfalls pointillistisch. Es gibt Bilder, in denen Junk mehr als in anderen auf die Teilung der Farben Rücksicht nahm. In den meisten Bildern war er aber am Effekt der vibrierenden Bildoberfläche interessiert, die dann entsteht, wenn einzelne Pinseltupfen neben einander auf die Leinwand gesetzt werden – ob sie nun mehr oder weniger farblich voneinander unterschieden werden. Oft erfolgte dieses Nebeneinander-Setzen der Pinseltupfen auf sehr dynamische Weise, sodass zumindest formal eine gewisse Expressivität entstand. Bevor diesem Aspekt näher nachgegangen wird, werden Einflussgebiete-und Bereiche auf Junks Malerei untersucht, danach ist dem formalen Interesse Junks ein Kapitel gewidmet. In manchen von diesen Bildern entstanden abstrakte Wirkungen. Im darauf folgenden Abschnitt der Arbeit werden expressive Tendenzen in Junks Oevre untersucht – sowohl was den Pinselduktus, als auch was die Farbigkeit betrifft. Dem Einfluss des österreichischen sogenannten Stimmungsimpressionismus auf Junks Werk ist das nächste Kapitel gewidmet. Auf letzteres folgt ein Abschnitt in dem der Einfluss der jeweiligen Motive auf die Malweise untersucht wird, welche einmal pointillistisch und dann wieder eher flächig ist. Danach ist ein kurzes Kapitel zwei für Junk ungewöhnlichen Bildern gewidmet und daran anschließend folgt das letzte Kapitel, das sich mit den späten datierten Bildern auseinandersetzt, die durchwegs pointillistisch sind – die einzelnen Farbtupfen wurden sehr kontrolliert auf die Leinwand gesetzt, von Expressivität oder gar absrahierenden Wirkungen ist hier nichts mehr zu spüren. Junk schien sich, nach dem er Verschiedenes ausprobiert hatte, wieder seiner ursprünglichen Inspirationsquelle, dem Poinillismus zuzuwenden – er wandte den Blick zurück. In einer Zeit in der sich in Europa bereits andere zukunsftsweisende Strömungen herauskristallisiert hatten wie der Expressionismus, der Kubismus oder Fauvismus, malte er, der Expressivität oer Abstraktion nicht weiter folgend, wieder dekorative pointillisierende Landschaften.

Schlagwörter in Deutsch

österreichischer Maler und Graphiker (1880-1943) / Hagenbundmitglied und zeitweilig dessen Präsident / Malerei nur ab ca. 1902 bis 1910 / hauptsächlich pointillistische Landschaften aber auch manchmal mit expressiven oder abstrahierenden Wirkungen / Interesse an formalen Fragestellungen und am Dekorativen

Schlagwörter in Englisch

Austrian painter and graphic-artist (1880-1943) / member of the Hagenbund and president for some time of this association of artists / paintings only from about 1902 to 1910 / pointillistic landscapes / but also sometimes expressive and abstract tendences / interested in formal and decorative solutions

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Proché, Alice
Title: Das malerische Werk von Rudolf Junk
Umfangsangabe: 152 S., Bl. 153 - 233 : zahlr. Ill.
Institution: University of Vienna
Faculty: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2008
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Pippal, Martina
Assessor: Pippal, Martina
Classification: 20 Kunstwissenschaften > 20.07 Kunstkritik, Kunstinterpretation
AC Number: AC06816822
Item ID: 733
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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