Universitätsbibliothek Wien

Vom halben zum ganzen Leben

Fónyad-Kropf, Elisabeth Anna (2020) Vom halben zum ganzen Leben.
Dissertation, University of Vienna. Katholisch-Theologische Fakultät
BetreuerIn: Friesl, Christian

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DOI: 10.25365/thesis.65659
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-21280.56183.236767-8

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Abstract in German

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Chancen und Problemfelder in der Vereinbarkeit von Beruf, Partnerschaft und Familie bei Paaren am Beginn der Erstelternschaft in Österreich auftreten und welche Herausforderungen sich so für Pastoraltheologie und der röm.-kath. Kirche stellen. Methodisch untergliedere ich die Arbeit nach Zulehner in die Teile Kairologie, Kriteriologie und Praxeologie. Im kairologischen Kapitel zeigt sich, dass die weibliche Erwerbstätigkeit in Österreich zwar gestiegen ist, Mütter von Kindern unter drei Jahren aber meist überhaupt nicht und danach in Teilzeitfunktionen erwerbstätig sind. Sie bewerkstelligen die meisten Fürsorgetätigkeiten. Die Mehrfachbelastung geht mit einer Unsichtbarkeit und geringen Anerkennung einher. Bei Männern gewinnt die Sicherung des Familieneinkommens nach der Geburt hingegen an Bedeutung. Geschlechterschieflagen werden auch im kriteriologischen Kapitel im Vergleich zweier Konzepte gehoben: Das Konzept der Vereinbarkeit von Familie und Beruf argumentiert aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive und geht von gegensätzlichen Lebensbereichen aus, weist aber eine Zentrierung auf Frauen auf. Das Konzept der Work-Life-Balance erweitert die Perspektive um Männer und eine Unternehmensperspektive, tatsächlich reproduziert es aber traditionelle Geschlechterrollen. Im dritten Kapitel vergleiche ich universalkirchliche und regionalkirchliche Dokumente hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf miteinander. Es zeigt sich, dass universalkirchliche Dokumente ein Nebeneinander von Polaritäts- und Egalitätsmodell favorisieren, Frausein ethisch-ontologisch aufladen und so Schwierigkeiten, vor denen junge Eltern heute stehen, nicht wahrnehmen können. Regionalkirchliche Dokumente weisen demgegenüber keine essentialistisch-ethische Geschlechteraufladung auf, erheben aber zeitgemäße Forderungen nach Gleichstellung, Wahlfreiheit, der Anerkennung der Fürsorgearbeit und der Erwerbsbeteiligung von Frauen. Im vierten Kapitel werden praktisch-theologische Handlungsperspektiven am Weg zu einer Pastoral mit und für junge Eltern benannt. Die Anerkennung moderner Geschlechterrollen sind dabei unumgänglich, ebenso wie die Anerkennung der Pluralisierung der Lebensformen. Die Arbeit schließt mit Optionen für Kirche als Begleiterin junger Eltern.

Schlagwörter in Deutsch

Vereinbarkeit von Familie und Beruf / Work-Life-Balance / junge Eltern / Fürsorgearbeit / Erwerbstätigkeit / traditionelle und moderne Geschlechterrollen / Teilzeitarbeit von Müttern / Mehrfachbelastung / neue Väter / European-Value-Study

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Fónyad-Kropf, Elisabeth Anna
Title: Vom halben zum ganzen Leben
Subtitle: die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei jungen Eltern als pastoraltheologischer Lernort
Umfangsangabe: 333 Seiten : Diagramme
Institution: University of Vienna
Faculty: Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Doktoratsstudium der Katholischen Theologie (Dissertationsgebiet: Katholische Fachtheologie)
Publication year: 2020
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Friesl, Christian
Assessor: Aigner, Maria Elisabeth
2. Assessor: Schnabl, Christa
Classification: 11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.79 Praktische Theologie: Sonstiges
71 Soziologie > 71.21 Familie, Verwandtschaft
AC Number: AC16273436
Item ID: 65659
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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