Universitätsbibliothek Wien

Wie können Stereotype über Pressefotografien reproduziert werden?

Schleicher, Katharina Elisabeth (2009) Wie können Stereotype über Pressefotografien reproduziert werden?
Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Herczeg, Petra

[img]
Vorschau
PDF
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

Download (4Mb)
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30262.51118.293666-9
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30262.51118.293666-9

Link zu u:search

Abstract in Deutsch

Nach wie vor sind AfrikanerInnen von rassistischen Diskriminierungen und Stereotypisierungen betroffen. Medien tragen dazu bei, dass Stereotype in der Öffentlichkeit reproduziert werden. Über die Jahrhunderte hinweg, von der Kolonialzeit bis heute, hat sich das Bild Afrikas und seiner Bevölkerung geändert, aber eine Konstante scheint zu bleiben: Sie sind „anders“ bzw. werden als anders dargestellt. Diese Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, die visuelle Repräsentation von AfrikanerInnen in den Medien zu untersuchen. Dabei werden die Pressefotos nach den auf den Theorien Theo van Leeuwens basierenden visuellen Repräsentationsstrategien des „Anderen“ analysiert: die Distanzierung des Bildbetrachters durch die soziale Distanz, die Entmachtung des Bildteilnehmers durch die soziale Relation, die Vergegenständlichung durch die soziale Interaktion, die soziale Exklusion, die Darstellung als Ausführende von negativ bewerteter Handlungen, die Verallgemeinerung, die kulturelle Konnotation und die „rassische“ Stereotypisierung. Als Untersuchungsmedium dient die Qualitätszeitung Der Standard, die laut inhaltsanalytischer Studien in ihrer Afrikaberichterstattung als ausgewogen gilt. Es wird überprüft, ob auch hier stereotype Elemente durch sich wiederholende visuelle Darstellungsformen oder Auswahl von Themenbereichen reproduziert werden. Es wird angenommen, dass, wie Studien zu afrikabezogenen Texten zeigen, auch in den Pressefotos Repräsentationstrategien des „Anderen“ angewendet werden. Als Instrumentarium für die Bildanalyse dient die Bildgrammatik von Gunther Kress und Theo van Leeuwen, die sich an „westliche“ Wahrnehmungsgewohnheiten orientiert. Um den Strategien der Differenzierung nachgehen zu können, werden Theorien zu Stereotypenbildung, Rassismus, Exotismus und Whiteness beleuchtet. Ebenso werden die bisherigen Darstellungsformen von AfrikanerInnen, von der Kolonialzeit angefangen bis zum aktuellen medial verbreiteten Bild, aufbereitet, um sie mit den Analyseergebnissen der Pressefotos des Standard in Beziehung setzen zu können. Die Untersuchung zeigt, dass nicht verallgemeinert gesagt werden kann, AfrikanerInnen bzw. Schwarze werden anders dargestellt als Weiße. Es werden auch nicht alle bestehenden afrikanischen Stereotype im gleichen Maße transportiert. Auffallend ist, dass Konfliktthemen in bebilderten Artikeln von großer Bedeutung sind. Damit zeigt sich der in inhaltsanalytischen Studien zur Afrikaberichterstattung beobachtete Negativismus sowie Sensationalismus auch in Bildern.

Schlagwörter in Deutsch

visuelle Kommunikation / Bildanalyse / Stereotype / Rassismus / Afrika / AfrikanerInnen / Pressefotos

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Schleicher, Katharina Elisabeth
Titel: Wie können Stereotype über Pressefotografien reproduziert werden?
Untertitel: eine Bildanalyse von Pressefotos im Standard anhand der Repräsentation von AfrikanerInnen
Umfangsangabe: II, 421 S. : Ill., graph. Darst.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publikationsjahr: 2009
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Herczeg, Petra
BeurteilerIn: Herczeg, Petra
Klassifikation: 05 Kommunikationswissenschaft > 05.33 Pressewesen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.39 Massenkommunikation, Massenmedien: Sonstiges
71 Soziologie > 71.61 Diskriminierung
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.56 Semantik
AC-Nummer: AC07775700
Dokumenten-ID: 6175
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen) Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen)