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Anna Maria Luisa de´ Medici, Kurfürstin von der Pfalz

Oberperfler, Theodora (2009) Anna Maria Luisa de´ Medici, Kurfürstin von der Pfalz.
Diplomarbeit, University of Vienna. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

BetreuerIn: Schemper-Sparholz, Ingeborg
Gesperrt bis: 24 July 2010

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Abstract in German

Anna Maria Luisa de’ Medici war die Tochter des Großherzogs Cosimo III. und Marguerite d’Orleàns, einer Kusine Ludwig XIV. Sie wurde 1667 in Florenz geboren und starb dort 1743. Mit 25 Jahren wurde sie mit dem Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz-Neuburg verheiratet; die Ehe war glücklich trotz fehlender Nachkommen. Während ihres Aufenthaltes in Düsseldorf erlebte das kleine Städtchen am Rhein eine einzigartige kulturelle Blüte: Literatur, Musik und vor allem die bildende Kunst fand in den Sammelvorlieben des Kurfürstenpaares ihren nachweisbaren Niederschlag. Die über die Grenzen des Kurfürstenstaates hinaus bekannte Gemäldegalerie bildet heute den Grundstock der Alten Pinakothek in München. Die florentinische Herkunft der Anna Maria Luisa und die weitverzweigte Verwandtschaft des Hauses Pfalz-Neuburg aktivierte einen regen Kulturtransfer nördlich und südlich der Alpen. Es waren vor allem die Werke der bildenden Kunst und des florentinischen Kunsthandwerks, die in Form repräsentativer Geschenke den Weg nach Düsseldorf bzw. nach Florenz fanden. Johann Wilhelm von der Pfalz starb frühzeitig 1716; sein Nachfolger verlegte den Regierungssitz nach Mannheim und Düsseldorf geriet zusehens in Vergessenheit. Anna Maria Luisa kehrte als kinderlose Witwe nach Florenz zurück; Erbprinz Ferdinando war ohne Nachkommen schon 1713 gestorben, Cosimo III. folgte ihm 1723 und der jüngste Bruder verschied 1737 ebenfalls kinderlos. Es galt nun, das umfangreiche Erbe der Medici zu verwalten und den Abgang ihres Hauses konkret vorzubereiten. Mit der Convenzione di Famiglia aus dem Jahre 1737 verpflichtete sie das neueintretende Herrscherhaus Lothringen, das Erbe der Medici nicht außer Landes zu schaffen und diese Klausel hielt sie auch in ihrem Testament fest. Mit dem Tod der Anna Maria Luisa erlischt das Geschlecht eines der berühmtesten Mäzenatenfamilien des Abendlandes.

Schlagwörter in Deutsch

Anna Maria Luisa de´Medici / Johann Wilhelm von der Pfalz / Düsseldorf / Florenz / Gemäldegalerie / Schloss Bensberg / Palazzo Pitti / Hofkünstler / Höfische Agenten / Florentinische Barockplastik / Convenzione di Famiglia 1737

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Oberperfler, Theodora
Title: Anna Maria Luisa de´ Medici, Kurfürstin von der Pfalz
Subtitle: Kulturtransfer Florenz – Düsseldorf – Florenz
Umfangsangabe: 153 S. : Ill.
Institution: University of Vienna
Faculty: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2009
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Schemper-Sparholz, Ingeborg
Assessor: Schemper-Sparholz, Ingeborg
Classification: 20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Number: AC07834623
Item ID: 6127
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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