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Selbstreferentialität und Paradoxie

Huber, Manuel (2009) Selbstreferentialität und Paradoxie.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Bauer, Thomas Alfred

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DOI: 10.25365/thesis.5720
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30292.30488.569469-2

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Abstract in German

Medien beziehen sich immer mehr auf Medien – so die aktuell weit verbreitete These in der Publizistik-, Kommunikations- und Medienwissenschaft. Der Begriff der Selbstreferentialität, welcher dieser Aussage zugrundeliegt, hat zur Zeit offensichtlich starkes Erklärungspotential. In einer ersten Annäherung werden die Theorien der Medien im wissenschaftlichen Diskurs mit Hinblick auf den Status, welchem Selbstreferentialität im Theoriekonzept eingeräumt wird, durchleuchtet; im speziellen sind dies der biologisch-kognitive Konstruktivismus nach Humberto R. Maturana und Francisco J. Varela, auf deren Autopoiesis-Konzept die Systemtheorie nach Niklas Luhmann aufbaut, welche zudem das Phänomen der Paradoxie in der Theoriekonzeption hervorhebt, und in Abwandlung auch im sozio-kulturellem Konstruktivismus Siegfried J. Schmidts. Auf Basis der zentralen Begriffe dieser Medien- und Kommunikationstheorien, soll versucht werden, das Phänomen der Selbstreferentialität empirisch zu fassen, da dieses, so die Kritiker und Kritikerinnen, aufgrund der hohen Komplexität und dem Abstraktionsniveau der Theorien, sich einer empirischen Anwendung entziehe. Als Untersuchungsgegenstand dient der selbstreferentielle Spielfilm „INLAND EMPIRE“ (USA/PL/FR, 2006) von David Lynch, welcher das Mediensystem bzw. sich selbst als Film thematisiert und fremdreferentielle Elemente (nahezu) ausschließt, und paradoxe narrative Erzählformen kultiviert. Eine systematische Filmanalyse als auch Diskursanalyse wird diesbezüglich erstellt. Ziel der Arbeit ist es, die aus der wissenschaftlichen und filmischen Diskursanalyse gewonnenen Ergebnisse, im Hinblick auf das Potential von Konstruktivismus und Systemtheorie als Medientheorie bzw. als gesellschaftskritischer Medientheorie auszuwerten und Hypothesen hinsichtlich der konstatierten Zunahme der Selbstbezüglichkeit der Medienkommunikation abzuleiten.

Schlagwörter in Deutsch

Selbstreferentialität / Paradoxie / Konstruktivismus / Systemtheorie / Beobachtung / Medientheorie / David Lynch

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Huber, Manuel
Title: Selbstreferentialität und Paradoxie
Subtitle: zur Thematisierung von Beobachtungspositionen im Spielfilm „INLAND EMPIRE“ von David Lynch als Beispiel für konstruktivistische und systemtheoretische Grundlagen einer Medientheorie
Umfangsangabe: 226 S. : Ill., graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2009
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Bauer, Thomas Alfred
Assessor: Bauer, Thomas Alfred
Classification: 05 Kommunikationswissenschaft > 05.02 Kommunikationstheorie
05 Kommunikationswissenschaft > 05.39 Massenkommunikation, Massenmedien: Sonstiges
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie
24 Theater, Film, Musik > 24.37 Film: Sonstiges
AC Number: AC07725817
Item ID: 5720
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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