Universitätsbibliothek Wien

Veränderungen und Determinanten der bäuerlichen Lebenswelt in der oberösterreichischen Gemeinde Reichraming

Wolf, Angelika (2009) Veränderungen und Determinanten der bäuerlichen Lebenswelt in der oberösterreichischen Gemeinde Reichraming.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Mader, Elke

[img]
Preview
PDF
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

Download (1646Kb)
DOI: 10.25365/thesis.5566
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29206.28552.288464-4

Link zu u:search

Abstract in German

Der landwirtschaftliche Strukturwandel verändert die ökonomische und in weiterer Folge die soziale Situation kleiner Betriebe in den Bergregionen. Nur eine hohe Lebensqualität kann zur Erhaltung der Landwirtschaft und der Kulturlandschaft beitragen. Die Diplomarbeit setzt sich vor allem mit der so genannten sozialen Dimension, den veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen von Männern und Frauen in der oberösterreichischen Gemeinde Reichraming auseinander. Mithilfe von Leitfadeninterviews wurden Zeitverwendungsprofile der am Hof lebenden Personen erstellt. Diese Methode ermöglicht es, neben der marktorientierten auch die subsistenzorientierte Arbeit sichtbar zu machen. Durch die Abbildung von Arbeitsteilung, Arbeitsstruktur und Freizeitverhalten können Aussagen über die Lebensqualität getätigt und die geschlechterspezifischen Unterschiede ermittelt werden. Die geschlechterspezifisch ungleichmäßige Verteilung der unbezahlten Tätigkeiten ermöglicht es Männern einerseits, im höheren Ausmaß bezahlten Tätigkeiten nachzugehen und andererseits auch mehr Freizeit zu konsumieren. Insbesondere die finanziellen Nachteile, die sich aus der Ungleichverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit ergeben, begleiten Frauen ein Leben lang. Die Zeitverwendungsanalyse ergab, dass Frauen länger arbeiten als Männer, was auf den hohen Anteil an Versorgungsarbeit zurückgeführt werden kann. Gleichzeitig sind ihre Arbeitsbereiche häufig schlechter ausgestattet und werden weniger geschätzt als die männlichen Arbeitsdomänen. Geht der Landwirt einer außerbetrieblichen Tätigkeit nach, so übernimmt meist die Landwirtinnen alle betrieblichen Arbeiten, was neben dem Anstieg der Arbeitsstunden auch häufig zu Kompetenzkonflikten führen kann. Die Verteilung, die Bezahlung oder Nichtbezahlung sowie die Bewertung und Anerkennung der Arbeit stehen in engem Zusammenhang. Bezahlte Arbeit ist mehr wert, bringt mehr Anerkennung, Selbstbestimmung und Entscheidungskompetenz. Unbezahlte, nicht sichtbare Arbeit wird wenig geschätzt und anerkannt.

Schlagwörter in Deutsch

Gender / Landwirtschaft / Lebensqualität / Österreich / Verwaldung / Zeitverwendungsanalyse

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Wolf, Angelika
Title: Veränderungen und Determinanten der bäuerlichen Lebenswelt in der oberösterreichischen Gemeinde Reichraming
Subtitle: eine Analyse der Geschlechterverhältnisse
Umfangsangabe: 206 S. : Ill. Kt.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2009
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Mader, Elke
Assessor: Mader, Elke
Classification: 73 Ethnologie, Volkskunde > 73.19 Umwelt und Kultur, Kulturökologie: Sonstiges
73 Ethnologie, Volkskunde > 73.08 Regionale Ethnologie
48 Land- und Forstwirtschaft > 48.10 Regionale Land- und Forstwirtschaft
73 Ethnologie, Volkskunde > 73.90 Kulturelle Aspekte von Wirtschaft und Arbeitswelt
AC Number: AC07661747
Item ID: 5566
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Edit item (Administrators only) Edit item (Administrators only)