Universitätsbibliothek Wien

Staaten im Wettbewerb

Genetti, Evi Melania Maria (2009) Staaten im Wettbewerb.
Dissertation, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Kreisky, Hannelore Eva
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29269.38931.140553-2

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Abstract in German

In der vorliegenden Arbeit wird der vielfältige und komplexe Wandel von Staatlichkeit im Kontext zunehmender Internationalisierung und Europäisierung untersucht. Aus einer kritischen Perspektive wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich der moderne Staat im Zuge der neoliberalen Globalisierungsprozesse in den letzten Jahrzehnten transformiert hat und welcher grundlegende Strukturwandel von Staatlichkeit dadurch sichtbar wurde. Im ersten theoretischen Teil werden detaillierte staatstheoretische Überlegungen angestellt, um ein politökonomisches Verständnis von Staat bzw. Staatlichkeit und des Verhältnisses von Staat und Geschlechterverhältnissen zu entwerfen. Dabei wird einerseits auf materialistische und andererseits auf feministische Staatstheorien zurückgegriffen, indem der Versuch unternommen wird, beide Stränge produktiv miteinander zu verbinden und die jeweiligen Stärken für die Formulierung einer kritischen Staatstheorie zu nutzen. Vor dieser theoretischen Folie wird den forschungsleitenden Fragen nach den gegenwärtigen Transformationen von Staatlichkeit, speziell im Hinblick auf die Herausbildung einer postfordistischen Wettbewerbsstaatlichkeit, nachgegangen. In Auseinandersetzung mit bereits vorliegenden gesellschaftstheoretischen und feministischen Analysen zum Wandel von Staatlichkeit in westlichen Industrieländern wird dabei ein gendersensibles Konzept nachfordistischer Wettbewerbsstaatlichkeit skizziert. Zentrale These ist, dass es in diesem Kontext aufgrund von widersprüchlichen Auswirkungen auf die bestehenden Geschlechterordnungen und -regime zur Herausbildung einer geschlechterambivalenten Wettbewerbsstaatlichkeit kommt. Mit diesem Begriff soll verdeutlicht werden, dass es sich um einen zutiefst widersprüchlichen Prozess handelt, der durch statische und dynamische Tendenzen in der sozialen Strukturierung und politischen Organisation von Geschlechterverhältnissen und durch widersprüchliche Geschlechterpolitiken auf unterschiedlichen politischen scales gekennzeichnet ist. Im letzten Teil der Untersuchung werden die entwickelten staatstheoretischen Konzepte und Thesen auf die suprastaatlichen Veränderungen im europäischen Kontext bezogen. Dabei werden zunächst staats- und integrationstheoretische Überlegungen zur Staatlichkeit der EU angestellt, um im Anschluss daran ihre Transformationen in den letzten Jahrzehnten zu analysieren. Im Zuge einer Fallstudie wird abschließend das entwickelte Konzept einer geschlechterambivalenten Wettbewerbstaatlichkeit anhand der Analyse der EU-Geschlechterpolitik im Forschungs- und Wissenschaftsbereich konkretisiert und auf ihre empirische Gültigkeit hin geprüft.

Schlagwörter in Deutsch

Staatlichkeit / Geschlechterverhältnisse / Genderregime / Europäische Union / Geschlechterordnung / Staatstheorie / Wettbewerbsstaatlichkeit / Transformation von Staatlichkeit

Schlagwörter in Englisch

Statehood / Gender Relations / Gender Regime / European Union / Gender Order / State Theory / Competition State / Transformation of Statehood

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Genetti, Evi Melania Maria
Title: Staaten im Wettbewerb
Subtitle: zur Transformation von Staatlichkeit und Geschlechterverhältnissen im Kontext der Europäischen Union
Umfangsangabe: 225 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2009
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Kreisky, Hannelore Eva
Assessor: Kreisky, Hannelore Eva
2. Assessor: Sauer, Birgit
Classification: 89 Politologie > 89.31 Staatslehre
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union
89 Politologie > 89.05 Politische Theorie
89 Politologie > 89.32 Staatsformen, Regierungsformen
AC Number: AC05041057
Item ID: 5296
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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