Universitätsbibliothek Wien

Sexuelle Vielfalt er_lesen

Herkommer, Jonathan Emanuel (2018) Sexuelle Vielfalt er_lesen.
Diplomarbeit, University of Vienna. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Zelger, Sabine

[img] PDF-File
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

Download (1137Kb)
DOI: 10.25365/thesis.52397
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-19384.66006.113859-0

Link zu u:search

Abstract in German

Die Diplomarbeit setzt sich mit dem didaktischen Potential des Jugendromans „Zusammen werden wir leuchten“ (2016) von Lisa Williamson aus der Perspektive eines identitätsorientierten Literaturunterrichts im Unterrichtsfach Deutsch auseinander. Die Arbeit verortet sich selbst zwischen aktueller Identitätsforschung und Deutschdidaktik. Dort stehen gender- und queertheoretische Konzepte „Sexueller Vielfalt“ im Mittelpunkt. Hier wird das „3-Phasen-Modell“ identitätsorientierten Literaturunterrichts auf sein Potential zur Förderung der Ich-Entwicklung untersucht. Der Forschungsschwerpunkt besteht darin, das didaktische Potential queerer (Jugend-)Literatur für einen Literaturunterricht zu erörtern, der auf die Identität der Sc_hülerinnen abzielt, wertschätzend ist und die Heterogenität der Sch_ülerinnenpopulation berücksichtigt. Es wird grundsätzlich von einer Vielfalt an Eigenschaften, Begabungen, Geschlechtsidentitäten, Sexualitäten, Begehrensstrukturen, sozialen Herkünften, Religionen etc. ausgegangen (Stichwort: Intersektionalität), wobei der Schwerpunkt dieser Arbeit auf den Identitätskategorien „Geschlechtsidentität“ und „Sexualität“ liegt. Es konnte festgestellt werden, dass der Text „Zusammen werden wir leuchten“ an sich mehrere Vorteile für einen identitätsorientierten Literaturunterricht bietet, weil er geschlechtliche und sexuelle Alteritätserfahrung bereit hält und so zur gesellschaftlichen bzw. individuellen Reflexion anregt, die für gelungene Identitätsarbeit immanent ist. Queere Lektüre und im Besonderen der Text „Zusammen werden wir leuchten“ kann ein Um_Denken hinsichtlich eigener Vorstellungen zu Geschlechtsidentität und Sexualität in Gang setzen. Ein identitätsorientierter Literaturunterricht nimmt diese Herausforderung an und versucht die Schülerinn_en in ihrer permanenten, tagtäglichen Identitätsarbeit und –konstruktion zu unterstützen. Abschließend kann festgehalten werden, dass (queere) Lektüre immer förderlich ist, wenn sie vielfältig und subversiv ist, W_Ortungen und gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten in Frage stellt sowie die Lesemotivation födert.

Schlagwörter in Deutsch

Literaturdidaktik / Sexuelle Vielfalt / Identitätsorientierter Literaturunterricht / Gender Studies / Identitätsforschung / Lisa Williamson

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Herkommer, Jonathan Emanuel
Title: Sexuelle Vielfalt er_lesen
Umfangsangabe: 116 Seiten
Institution: University of Vienna
Faculty: Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Publication year: 2018
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Zelger, Sabine
Assessor: Zelger, Sabine
Classification: 17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.03 Theorie und Methoden der Sprach- und Literaturwissenschaft
81 Bildungswesen > 81.21 Soziale Ungleichheit im Bildungswesen
08 Philosophie > 08.38 Ethik
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.14 Organisation von Wissenschaft und Kultur
71 Soziologie > 71.25 Sexualität
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Number: AC15066715
Item ID: 52397
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Edit item (Administrators only) Edit item (Administrators only)