Universitätsbibliothek Wien

Islamophober Populismus

Hafez, Farid (2009) Islamophober Populismus.
Dissertation, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Bunzl, John
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29333.41092.276253-9
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Abstract in Deutsch

Die Dissertation „Islamophober Populismus“ (2009) setzt sich zum Ziel, den Begriff der Islamophobie (als multidimensionales Phänomen, anlehnend an die Antisemitismusforschung) zu konzeptionalisieren und ihn für die Politikwissenschaft operationalisierbar zu machen, indem eine Synthese der beiden Begriffe „Islamophobie“ und „Populismus“ vorgeschlagen wird. Den Forschungsgegenstand bilden zwei Diskurse in den österreichischen Bundesländern Vorarlberg und Kärnten, in denen ein Gesetz zum Verbot des Baus von Moscheen und Minaretten diskutiert wurde. Ausgehend von Kärnten werden ein Diskurs über Presseaussendungen auf Bundesebene sowie drei Landtagsdebatten (zwei in Kärnten und eine in Vorarlberg) analysiert, nachdem zuvor die Programmatik österreichischer Parlamentsparteien auf die Bedeutung von Migration/Integration/Antidiskriminierung hin analysiert wurde. Die Forschungsfrage beschäftigt sich mit dem Verlauf des Diskurses zum Moschee- und Minarettbauverbot durch die daran teilnehmenden politischen Parlamentsparteien. Drei Hypothesen werden dabei geprüft: Die erste Hypothese ist, dass islamophober Populismus sich unter dem Einfluss der beiden rechten Parteien so sehr normalisiert hat, dass er auch von nicht-rechten Parteien verwendet wird. Die zweite Hypothese lautet, dass islamophober Populismus trotz programmatischer Standpunkte, in denen die Parteien sich von Diskriminierung, Rassismus oder irgendeiner anderen Art der Ausgrenzung von Minderheiten distanzieren, reproduziert wird. Die dritte Hypothese ist, dass eine Partei wie die ÖVP, die sich als traditionell christlich im Sinne der christlichen Soziallehre und der Christdemokratie begreift, mehr als andere Parteien von der Diskursivierung der christlichen Religion im Rahmen des Populismus (Dualismus zwischen Islam vs. Christentum) betroffen ist. In der Methode wird auf die Wiener Schule der Kritischen Diskursanalyse zurückgegriffen.

Schlagwörter in Deutsch

Rechtspopulismus / Islamophobie / Moschee- und Minarettbau / Kritische Diskursanalyse

Abstract in Englisch

The dissertation „Islamophobic Populism“ (2009) aims at conceptualizing the term Islamophobia (understood as a multidimensional phenomena, referring to the researches on anti-Semitism). It aims at operationalizing the term for political science by synthesizing the term with the notion of populism. The topic of research consists of two discourses in two Austrian federals states, the state of Carinthia and the state of Vorarlberg, where a ban of mosques and minarets were discussed. In Carinthia, the discourse started to develop and nearly rise to a national level. Starting from Carinthia, two discourses are studied, the discourse consisting of press releases and two debates in the Landtag of Carinthia and one Landtag-debate in Vorarlberg. Before that, the programmes of the very same politicial parties are analyzed in respect to their stances towards migration, integration and anti-Discrimination. The main research question is, how Austrian parties in parliament act in the discourse on a ban of mosques and minarets. Three hypotheses are to be proofed: The first hypothesis states, that islamophobic populismus is normalized so much under the influence of right-wing parties, that also non-right parties make use of Islamophobic populism. The second hypothesis says, that Islamophobic populism is used despite of programmatic positions, that denounce discrimination, racism or any other kind of exclusion and thus reproduces Islamophobic populism. The thirs hypothesis states, that a party like the Conservatives (ÖVP), that has a self-image of being Christian is much more under pressure than other political parties when right-wing parties stress “religion” by construing a dichotomy between “Islam” and “Chrsitianity”. The method used for analyzing the “texts“ in a wider sence is the Vienna School of the discourse-historical approach of the Critical Discourse Analysis (CDA).

Schlagwörter in Englisch

right-wing populism / Islamophobia / mosques and minarets / Critical Discourse Analyses

Dokumentenart: Hochschulschrift (Dissertation)
AutorIn: Hafez, Farid
Titel: Islamophober Populismus
Untertitel: eine diskursanalytische Untersuchung zweier Moschee- und Minarettbauverbot-Diskurse österreichischer Parlamentsparteien
Umfangsangabe: 237 S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publikationsjahr: 2009
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Bunzl, John
BeurteilerIn: Horak, Roman
2. BeurteilerIn: Heinrich, Hans-Georg
Klassifikation: 89 Politologie > 89.61 Politische Parteien
89 Politologie > 89.61 Politische Parteien
89 Politologie > 89.41 Staat und einzelne Gruppierungen
AC-Nummer: AC05041073
Dokumenten-ID: 5148
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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