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Schimmer des Nichts - Bernhard Weltes phänomenologischer Versuch des Aufweises des Numinosen angesichts der Erfahrung des Nichts

Kerschbaum, Gerhard (2017) Schimmer des Nichts - Bernhard Weltes phänomenologischer Versuch des Aufweises des Numinosen angesichts der Erfahrung des Nichts.
Dissertation, University of Vienna. Katholisch-Theologische Fakultät
BetreuerIn: Appel, Kurt
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-17738.10269.709362-6

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Abstract in German

In den hochindustrialisierten Ländern werden verschiedene Berufsfelder der Pastoral zunehmend dringlicher mit dem Problem konfrontiert, dass sich viele Menschen heute mit dem Glauben schwer tun, mitunter kaum mehr beziehungsweise gar nicht glauben können, auch wenn sie es gerne wollten. Die Rede ist von einem Phänomen, dass sich explizit nicht (mehr) auf eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe der Ungläubigen einschränken lässt, sondern gleichfalls auch dem glaubenden Menschen widerfährt. Es geht um ein Phänomen, das sich in unserer Gesellschaft wie ein roter Faden quer durch alle Bevölkerungsschichten zieht. Das angesprochene Problem tangiert die Hauptsache der christlichen Offenbarungstheologie: Gott und der christliche Glaube unter verschlossenem Himmel. Nach Bernhard Welte (1906-1983) ist es das »Phänomen der religiösen Erfahrung«. Angesichts der Erfahrung des Nichts, die in einer völlig säkularisierten Epoche unserer Zeitgeschichte eine Folge der Erfahrung des Ausfalls der religiösen Erfahrung darstellt, galt sein ganzes Bemühen dem Versuch, vorsichtig, im erfahrenen Dunkel seiner Zeit umhertastend, aus der Sackgasse jener Erfahrung des Nichts heraus einen neuen und tragbaren Weg zu einer neuerlich ursprünglichen Erfahrung des Numinosen in einem ungewohnten Lichte zu bahnen. Nach einer historischen Kontextualisierung des Gottesbeweises von Bernhard Welte soll nun die Gestalt dieses Beweises, die zwei Wege, im einzelnen expliziert werden. Den Ausgangsort, den unbezweifelbaren Boden des Aufweises des Numinosen, d. h. des Daseins Gottes aus der Erfahrung des Nichts bildet die Erfahrung, dass wir da sind, dass wir eines Tages nicht (mehr) da sein werden und dass wir nicht immer da waren. Der erste Weg zu Gott: Er geht aus von der Erfahrung des Nichts, das vor uns liegt, nämlich dass wir einmal nicht mehr da sein werden. Bezugnehmend darauf soll vom Blickwinkel der Phänomenologie Weltes aus erhoben werden, was denn eigentlich »Erfahrung« und hier damit zusammenhängend »Nichts« heißt? Der springende Punkt dieses Aufweises ist und bleibt das Sinnapriori, dass wir in allem, was wir tun, einen Sinn voraussetzen, dass unser Leben im Ganzen und in seinen einzelnen Vollzügen einen Sinn hat. Darin, dass Seiendes ist und vielmehr nicht nichts ist, kehrt sich die Blickrichtung des Beweises um in die andere Richtung. Der zweite Weg zu Gott: Dieser Weg geht von der Erfahrung des Nichts aus, das hinter uns liegt, von unserem vergangenen Nicht-Dasein, dem Nichts des Anfangs, dem Nichts als der Abgrund unendlichen Lebens, der allem, was ist, (seinen ihm eigenen) Sinn gewährt. Disposition: I. Problemhorizont. II. Bernhard Welte – Denker im Wandel der Zeit(en). III. Zur Architektur des „Beweisverfahrens“. IV. Entwurf eines ersten Weges zu Gott. V. Entwurf eines zweiten Weges zu Gott.

Schlagwörter in Deutsch

Erfahrung / Gottesbeweis / Nichts / Phänomenologie

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Kerschbaum, Gerhard
Title: Schimmer des Nichts - Bernhard Weltes phänomenologischer Versuch des Aufweises des Numinosen angesichts der Erfahrung des Nichts
Umfangsangabe: 439, XXV, A-B Seiten
Institution: University of Vienna
Faculty: Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Dr.-Studium der Katholischen Theologie Katholische Fachtheologie
Publication year: 2017
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Appel, Kurt
Assessor: Appel, Kurt
2. Assessor: Reikerstorfer, Johann
Classification: 11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.08 Religionskritik, Atheismus
AC Number: AC14493445
Item ID: 49400
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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