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Gender, Homosexualität und ethnische Minderheiten in der Sitcom

Schmidbauer, Tanja Maria (2017) Gender, Homosexualität und ethnische Minderheiten in der Sitcom.
Diplomarbeit, University of Vienna. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Fischer, Gero

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DOI: 10.25365/thesis.49044
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-20780.00124.708263-7

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Abstract in German

Diese Diplomarbeit hat sich zum Ziel gesetzt eine Verbindung zwischen den Stereotypen, die ausgehend vom US-amerikanischen Original im russischen Fernsehen adaptiert dargestellt werden und der persönlichen Wahrnehmung einer ausgewählten Zielgruppe, herzustellen. Nach Gerbners Cultivation Theory und Quicks genrespezifische Analyse der Serie Grey’s Anatomy wurde versucht, auch hier eine Verbindung zwischen dem Fernsehverhalten der Sitcoms HIMYM und/oder КЯВВМ und vorherrschenden Stereotypen aufzustellen. Die jahrzehntelange Abschottung vom Westen und der sich daraus ergebende tech-nische Rückstand wurden durch das Einkaufen von ausländischen, vorwiegend US-amerikanischen TV-Sendungen aufgeholt. Erste Gehversuche eigene Situationskomödien zu produzieren scheiterten kläglich. In den Jahren 2010 und 2011 wurde die russische Version КЯВВМ vom US-amerikanischen Original HIMYM auf dem Privatsender СТС ausgestrahlt und nach niedrigen Einschaltquoten nach der zweiten Staffel wieder abgesetzt. Die kulturwissenschaftliche Analyse beschäftigt sich mit der Inhaltsanalyse von КЯВВМ und HIMYM und versucht stereotypische Repräsentationen festzuhalten und zu vergleichen. Bei der russischen Adaption handelt es sich demnach nicht um eine Adaption, sondern vordergründig um eine Kopie in russischer Sprache. Das Problem für die Zuseher/innen ist darin begründet, dass HIMYM das Bild eines emotionalen Mannes zeigt, der in Russland laut Literatur als unattraktiv gilt. Die Repräsentation der Frau stimmt einerseits mit den russischen Werten überein, andererseits aber auch gar nicht, da Karriere vor Familie gewählt wird. Letzteres passe nicht in das Weltbild einer russischen Frau. Homosexualität wurde in КЯВВМ wie im US-amerikanischen Original thematisiert, und war damit der tatsächlichen Wahrnehmung zu realitätsfern. Die Repräsentation ethnischer Minderheiten ist in КЯВВМ marginal und stereotypisch. Die Rezeptionsanalyse fand heraus, dass These 1 „Vielseher/innen der Sitcoms HIMYM und КЯВВМ stimmen den in den Sitcoms gezeigten Geschlechterstereotypen zu.“ und These 2 „Vielseher/innen tolerieren Homosexualität, haben aber stereotypische Vorurteile.“ nicht bestätigt werden konnten, da kein Zusammenhang mit der Quantität des Fernsehkonsums festgestellt werden konnte. Einzig die dritte These konnte verifiziert werden und besagt, dass Vielseher/innen die Integration ethnischer Minderheiten wichtig ist, zumindest solange sie keinen sichtbaren Störfaktor darstellen.

Schlagwörter in Deutsch

Gender / Homosexualität / ethnische Minderheiten / Stereotypen / Cultivation Theory / Globalisierung

Schlagwörter in Englisch

gender / homosexuality / ethnic minorities / stereotypes / cultivation theory / globalization

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Schmidbauer, Tanja Maria
Title: Gender, Homosexualität und ethnische Minderheiten in der Sitcom
Subtitle: eine kulturwissenschaftliche Analyse der russischen Adaption von "How I Met Your Mother"
Umfangsangabe: viii, 160 Seiten : Diagramme
Institution: University of Vienna
Faculty: Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Russisch
Publication year: 2017
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Fischer, Gero
Assessor: Fischer, Gero
Classification: 02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft
AC Number: AC14529871
Item ID: 49044
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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