Universitätsbibliothek Wien

Exemplarische Studien zu Nutz- und Zierpflanzen der römischen Antike

Kiehn, Monika (2017) Exemplarische Studien zu Nutz- und Zierpflanzen der römischen Antike.
Dissertation, University of Vienna. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Weber, Ekkehard
Gesperrt bis: 12 July 2019
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-13160.76363.617465-4

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Abstract in German

Zielsetzung der Arbeit ist eine Interpretation und korrekte Identifikation von Arten aus zwei Pflanzenfamilien (Zitrusgewächse und Kürbisgewächse), die in der Antike eine wichtige Rolle gespielt haben. In der Literatur finden sich zu diesen Arten zahlreiche Irrtümer. Bei den Zitrusgewächsen gibt es, entgegen anderslautender Annahmen, keine Hinweise auf „süße“ Orangen oder Bitterorangen in der Antike. Zur Einfuhrgeschichte der Zitrone (Citrus limon) und Zitronatzitrone (Citrus medica) werden jüngst publizierte Arbeiten widerlegt, die Zitronen für die römische Zeit archäologisch oder in Abbildungen nachzuweisen versuchen. Im Fall des sogenannten „Fruchtkörbchen-Mosaiks“ aus Rom wird eine Neuinterpretation, die eines „Pilzkörbchens“, vorgeschlagen und begründet. Eine Einfuhrroute der Zitronatzitrone über den Nahen Osten und das östliche Mittelmeer ab dem 6. Jh. v. Chr. wird untermauert. Jüngste Theorien, die einen Zusammenhang der Einfuhr ins Mittelmeergebiet mit phönizischer Handelsaktivität sehen, werden in Frage gestellt und z.T. widerlegt. Verwechslungen der in römischer Zeit „citrus“ genannten Zitronatzitrone mit dem ebenso bezeichneten Sandarakbaum (einem Zypressengewächs) werden aufgezeigt und daraus resultierende Irrtümer aufgeklärt. Zu den Kürbisgewächsen wird ein Überblick über die neueste Verwandtschaftsforschung gegeben. Oft gleichlautende antike und moderne Pflanzenbezeichnungen werden voneinander unterscheiden. Einziger bekannter Kürbis der Antike war der Flaschenkürbis (Lagenaria siceraria). Fehlbenennungen und Verwechslungen mit dem amerikanischen Kürbis (Cucurbita pepo) werden aufgezeigt und korrigiert. Fehler bei den Übersetzungen bzw. Unsicherheiten bei den Identifikationen anderer Kürbisgewächse (wie Wassermelone, Melone und Schlangenmelone) bei Dioskurides, Plinius, Columella oder Apicius werden erläutert und Verbesserungen werden vorgeschlagen. Die Hypothese, dass es keine Gurken (Cucumis sativus) in der Antike gab, wird untermauert.

Schlagwörter in Deutsch

Antike Nutzpflanzen / cucurbita / cucumis / Kürbisgewächse / Zitrusgewächse / Sandarakbaum / Zitronat-Zitrone / Kürbis / Melone / Gurke

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Kiehn, Monika
Title: Exemplarische Studien zu Nutz- und Zierpflanzen der römischen Antike
Subtitle: Zitrus- und Kürbisgewächse
Umfangsangabe: 199 Seiten : Illustrationen
Institution: University of Vienna
Faculty: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Dr.-Studium der Philosophie Geschichte
Publication year: 2017
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Weber, Ekkehard
Assessor: Weber, Ekkehard
2. Assessor: Palme, Bernhard
Classification: 15 Geschichte > 15.28 Römisches Reich
15 Geschichte > 15.25 Alte Geschichte
42 Biologie > 42.38 Botanik: Allgemeines
AC Number: AC14465867
Item ID: 48746
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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