Universitätsbibliothek Wien

Lasst uns lieber an die Aufklärung glauben

Lammer, Beate (2017) Lasst uns lieber an die Aufklärung glauben.
Dissertation, University of Vienna. Katholisch-Theologische Fakultät
BetreuerIn: Zulehner, Paul
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-20915.37498.921076-3

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Abstract in German

Die vorliegende Dissertation geht der Frage nach, welches Bild von der katholischen Kirche das Nachrichtenmagazin „Profil“ den Lesern vermittelt. Die Arbeit ist eine pastoralgeschichtlich-praktische, der Beobachtungszeitraum umfasst mehr als 20 Jahre (März 1995 bis Dezember 2016). Der Beginn fällt mit dem Aufdecken der Causa Groer durch „Profil“ zusammen, durch die „Profil“ selbst Kirchengeschichte geschrieben hat. Ziel ist, der Kirche ein repräsentatives Bild zu vermitteln, das potenzielle säkulare Gesprächspartner von ihr haben. Bei „Profil“ handelt es sich um ein wöchentlich erscheinendes Nachrichtenmagazin mit einer verbreiteten Auflage von 75.114 und einer Reichweite von 4,5 Prozent in Österreich (329.000 Leserinnen und Leser) im zweiten Halbjahr 2016. Es versteht sich als unabhängiges Nachrichtenmagazin Österreichs für Politik, Wirtschaft, Außenpolitik, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur. Die Auswahl für die Analyse dieser Arbeit fiel auf „Profil“, da das Magazin häufig breite Themenstrecken und Kommentare zum Thema „Kirche“ veröffentlicht. Dabei geht es meist um das angespannte Verhältnis zwischen der Kirche und der säkularisierten Welt. Kapitel I befasst sich mit dem Medienbild der Kirche, wie es in den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils und danach zum Ausdruck kommt. Dabei zeigt sich, dass die Kirche eine Zusammenarbeit im Sinn einer Arbeitsteilung anstrebt: Die Medien sind für das Fachliche, die Kirche für die Moral zuständig. Auch die Säkularisierungsthese und ihre spätere Abschwächung durch Peter L. Berger werden vorgestellt, da es sich dabei um ein von „Profil“ oft aufgegriffenes Thema handelt. Kapitel II erzählt die Geschichte der Kirche in Österreich und der Welt basierend auf Agenturmeldungen (APA und Kathpress), um festzustellen, welche Ereignisse „Profil“ zum Thema hätte machen können. In Kapital III geht es um die Geschichte der Kirche, erzählt von „Profil“. Für diesen Überblick wurden alle „Profil“-Artikel herangezogen. Die Kommentare wurden darüber hinaus in Kapital IV noch einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Daraus wurde schließlich das Kirchenbild von „Profil“ herausgeschält. Dieses ist teilweise stark von einer Säkularisierungsthese beeinflusst, die davon ausgeht, dass der Einfluss der Kirche und die Religiosität dem Fortschritt der aufgeklärten Welt im Weg stehen, aber mit der Zeit zurückgedrängt werden. Die kirchliche Sexualmoral sieht man nicht nur als unterdrückend, sondern auch als Ursache für Missbrauch. Der Kirche wird vorgeworfen, intern weder Demokratie noch Gewaltenteilung zuzulassen. Das Verhältnis zu Parteien, das Konkordat und seine Auswirkungen sowie der Religionsunterricht werden eher misstrauisch beäugt. Doch zeigt sich auch, dass die Autoren kein völliges Verschwinden der Kirche aus der Gesellschaft wünschen, weil sie keine andere Organisation kennen, die die sozialen und seelsorgerischen Funktionen der Kirche übernehmen könnte.  

Schlagwörter in Deutsch

Kirche / Medien / Säkularismus / Pastoraltheologie

Abstract in English

This dissertation questions the image of the Catholic Church according to the news magazine „Profil“. Its approach is pastoral-historical and covers a period of more than 20 years (March 1995 until December 2016). Its beginning coincides with the uncovering of the Causa Groer by „Profil“, through which „Profil“ itself has written Church history. It aims to show the Church a representative image of itself, which potential conversational partners could have. „Profil“ is a weekly news magazine with 75,114 issues and a market share of 4.5 percent in Austria (329,000 readers) as up to the second half of 2016. It sees itself as an „independent news magazine of Austria for politics, the economy, foreign affairs, society, science and culture“. „Profil“ was chosen for this analysis because it often publishes detailed and elaborate insight and commentaries into themes regarding the Church. Very often it addresses the strained relationship between the Church and the secularized world. Chapter I deals with the media image of the Church as expressed by the documents of the Second Vatican Council and afterwards. It shows that the Church strives for collaboration in terms of the division of labour: the media are in charge of the technical and functional aspects while the Church is in charge of the moral aspects. The chapter also deals with Secularization Theory and its later dilution by Peter L. Berger, since Profil also often refers to this topic. Chapter II tells the history of the Church in Austria and the World based on news agency articles (APA and Kathpress) to determine which events „Profil“ could have dealt with. Chapter III deals with the history of the Church as reported by „Profil“. To this end, all „Profil“ articles regarding the Church were used. The commentaries were also subjected to a qualitative content analysis in chapter IV. From this, the image of the Church as portrayed by „Profil“ can be revealed. It is partly influenced by the Secularization Theory which assumes that the influence of the Church and religiousness are obstacles to the progress of the enlightened world, but are eventually overcome. The sexual ethics of the Church are seen not only as oppressive, but also as supporting sexual abuse. The church is blamed for not allowing internal democracy and division of powers. Its relationship with Parties, the concordat and its effects, as well as Religious Education lessons in schools are viewed with scepticism. However, it also shows that the journalists do not want the Church to disappear completely from society, because they do not know of another organization that could take over the social and pastoral functions of the Church.

Schlagwörter in Englisch

Church / Media / Secularization / Pastoral Theology

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Lammer, Beate
Title: Lasst uns lieber an die Aufklärung glauben
Subtitle: Das Kirchenbild des Nachrichtenmagazins "Profil"
Umfangsangabe: 504 Seiten
Institution: University of Vienna
Faculty: Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Dr.-Studium der Katholischen Theologie Katholische Religionspädagogik
Publication year: 2017
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Zulehner, Paul
Assessor: Zulehner, Paul
2. Assessor: Mate-Toth, Andras
Classification: 11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.79 Praktische Theologie: Sonstiges
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Number: AC14539837
Item ID: 48677
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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