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Verhilft die Integrationsvereinbarung MigrantInnen in Österreich zu "Chancengleichheit" und "Beteiligungsgerechtigkeit"

Vavken, Brigitte Maria (2009) Verhilft die Integrationsvereinbarung MigrantInnen in Österreich zu "Chancengleichheit" und "Beteiligungsgerechtigkeit".
Masterarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Pauer-Studer, Herlinde

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29621.23059.143966-4
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Abstract in Deutsch

Die Forschungsfrage, die dieser Master Thesis zu Grunde liegt, heißt: Verhilft die Integrationsvereinbarung MigrantInnen aus Drittländern in Österreich zu „Chancengleichheit“ und zu „Beteiligungsgerechtigkeit“ mit der Vorbedingung distributiver Gleichheit und Autonomie, und ist mit der Erfüllung der gesetzlichen Auflage auch die Voraussetzung für einen eigenen Lebensplan gegeben. Integration, als zweiseitiges Bemühen um die Wiederherstellung eines ganzheitlich wirksamen sozialen und gesellschaftlichen Systems durch Prozesse, die das Verhalten und Bewusstsein nachhaltig verändern, ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der von allen Beteiligten getragen werden muss, um erfolgreich sein zu können. Der Zwangscharakter der „Integrationsvereinbarung“, die durch den Nachweis rudimentärer Deutschkenntnisse auf Niveau A2, des Europäischen Referenzrahmens erfüllt werden muss, betont jedoch die einseitig durch die MigrantInnen zu erbringende Leistung. Der empirische Teil dieser Arbeit untersucht, ob und inwieweit der Einbezug von MigrantInnen nach erfüllter Integrationsvereinbarung in Bildung, Ökonomie, Recht, Erziehung und Gesundheit innerhalb der Österreichischen Gesellschaft gewährleistet sein kann. 300 DeutschlernerInnen mit dem Ziel einer ÖSD-Prüfung Niveau A2 oder B1, wurden nach den individuellen Vorstellungen von einem guten Leben, in dem ihre vorhandenen Ressourcen in ihren Zukunftsperspektiven mitzudenken und mit einzubeziehen waren, befragt. Der Capabilities –Ansatz (Fähigkeitenansatz) von Martha C. Nussbaum (1999) diente dabei als Basiskonzept der Fähigkeiten, die ein gutes menschliches Leben ermöglichen oder durch ihre Absenz verhindern. Die Konzeption lässt Raum für Entscheidungsfreiheit, Aufgabe der Regierung ist es sicherzustellen, dass alle Menschen die notwendigen Ressourcen und Bedingungen vorfinden, um in dieser Weise zu handeln. Maßgeblich entscheidend für den Progress im Sprachlern- und Bildungsprozess erwiesen sich die bereits vorhandene Fähigkeiten und Lernerfahrungen des untersuchten Personenfeldes. Jedoch war die angestrebte Erwerbstätigkeit am Österreichischen Arbeitsmarkt, trotz guter Qualifikationen, nur für wenige der erfolgreichen AbsolventInnen von Niveau A2, tatsächlich erreichbar.

Schlagwörter in Deutsch

Integrationsvereinbarung / Chancengleichheit / Beteiligungsgerechtigket / Spracherwerbsforschung

Dokumentenart: Hochschulschrift (Masterarbeit)
AutorIn: Vavken, Brigitte Maria
Titel: Verhilft die Integrationsvereinbarung MigrantInnen in Österreich zu "Chancengleichheit" und "Beteiligungsgerechtigkeit"
Untertitel: eine Analyse der Integrationsvereinbarung 2002 und der NAG 2005 im Kontext genderrelevanter Aspekte aus moralphilosophischer Perspektive
Umfangsangabe: 91 S. : graph. Darst.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publikationsjahr: 2009
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Pauer-Studer, Herlinde
BeurteilerIn: Pauer-Studer, Herlinde
2. BeurteilerIn: DeCilla, Rudolf
Klassifikation: 08 Philosophie > 08.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
08 Philosophie > 08.38 Ethik
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur
AC-Nummer: AC07871446
Dokumenten-ID: 4774
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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