Universitätsbibliothek Wien

„Du sprichst nicht mit mir?“

Deibl, Marlene (2017) „Du sprichst nicht mit mir?“.
Masterarbeit, University of Vienna. Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
BetreuerIn: Appel, Kurt

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30445.54730.240158-0
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Abstract in German

Die vorliegende Master-Arbeit beschäftigt sich mit einigen Grundmotiven im Werk des zeitgenössi- schen italienischen Philosophen Giorgio Agamben. Im Mittelpunkt steht sein Denken der Ausnah- me, das Agamben als paradigmatisch für die Analyse von Sprache, Geschichte und Recht überhaupt ansieht. Dieses Grundmotiv wird auf seine theologischen Wurzeln und seine religionsphilosophi- sche Interpretierbarkeit hin untersucht. Konkrete Figur, an der diese Überlegungen festgemacht sind, ist die Unterbrechung der Heilsgeschichte durch den Prozess Jesu vor dem Statthalter Pilatus. Dieser Prozess wird in einem der jüngsten Werke Agambens geschildert, Pilatus und Jesus. Davon ausgehend untersuche ich mit Anfragen von Seiten der Philosophen Hegel und auch Alain Badiou, wie plausibel Agambens Deutung dieses topos der abendländischen Religionsgeschichte ist. Es stellt sich heraus, dass Agamben wichtige Denkmuster der Gegenwart aufzeigt. Gleichzeitig lässt sich feststellen, dass seine Überladung der Zeit der Gegenwart im technischen Sinn ein Weiterden- ken seiner Kategorien weniger ermöglicht als unbedingt einfordert. Das betrifft insbesondere sein Denken der Geschichte und der politischen Souveränität, die sich in der Figur des Messianischen treffen.

Schlagwörter in Deutsch

Giorgio Agamben / Rest / Religionsphilosophie / Pontius Pilatus / Affekte / Geschichtsphilosophie / Sprache / Christus / Ausnahmezustand / homo sacer

Abstract in English

My thesis is concerned with some motives in the œvre of contemporary Italian philosopher Giorgio Agamben. It focuses on his concept of exception. This is a concept that according to Agamben must be seen as paradigmatic for any thought on language, history and the law. To show that more clearly, I undertake an evaluation of the theological roots of this fundamental motive and its possible implications for a contemporary philosophy of religion. This thinking pat- tern is made clearer by a reading of the interruption or exception of salvation history that is repre- sented by the process against Jesus before Pilate. This process also is the subject of a recent book by Agamben, eponymously titled Pilate and Jesus. Based on my reading of the book I pose some cru- cial questions from the philosophical perspectives of Hegel and Alain Badiou. Central to them is the concern with how plausible Agambens interpretations can be made for the history and philosophy of Western religion. It can be shown that his idea of a highly charged present in a technical sense makes a productive and also transgressive development of the categories presented by Agamben less possible than compulsory. This pertains especially to his thoughts on history and political sovereignty, which meet in Agambens conception of the messianic.

Schlagwörter in Englisch

Giorgio Agamben / remainder / philosophy of religion / Pontius Pilate / affectivity / philosophy of history / language / Christ / state of exception / homo sacer

Item Type: Hochschulschrift (Masterarbeit)
Author: Deibl, Marlene
Title: „Du sprichst nicht mit mir?“
Subtitle: auf dem Weg zu einer negativen Topologie der Ausnahme in der Spannung zwischen historisch-biographischer Topographie und allgemeiner Begriffsarbeit : Versuch einer Rückbindung mit Giorgio Agambens Lektüre des Pilatus-Motivs
Umfangsangabe: 109 Seiten
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Masterstudium Philosophie
Publication year: 2017
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Appel, Kurt
Assessor: Appel, Kurt
Classification: 08 Philosophie > 08.37 Religionsphilosophie
AC Number: AC13741468
Item ID: 47356
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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