Universitätsbibliothek Wien

Vom Kind in der Krippe zum Tauschgeschäft

Horak, Hannelore (2016) Vom Kind in der Krippe zum Tauschgeschäft.
Masterarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Kröll, Friedhelm

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DOI: 10.25365/thesis.43804
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-21424.30794.724563-1

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Abstract in German

Diese Arbeit gliedert sich in zwei Abschnitte. Der erste Teil handelt von der Entstehung des Weihnachtsfestes vor 2000 Jahren bis ins 17. Jahrhundert, während der zweite Teil die Zeit der Aufklärung bis zur Gegenwart umfasst. Der erste Abschnitt schildert die ersten Zeugnisse vom Schenken um die Geburt eines Messias, des Erlösers. Ein Wandel tritt ein, als sich das Christentum im griechisch-römischen Kulturbereich ausbreitet und auf ähnliche Feiern, wie Saturnalien und Sol invictus trifft. Die Kirche, vorerst eine jüdische Sekte, breitet sich - trotz fast 300 Jahren blutiger Verfolgung – im Mittelmeerraum aus. Zwischen 311 bis 314 n.Chr. fällen Konstantin und vor ihm seine Mitregenten eine folgenschwere Entscheidung; sie erlauben den christlichen Kult. In dieser Zeit feiern die Christen die Geburt Christi zu verschiedenen Zeitpunkten im Jahr. Ab 325 n.Chr. sollen die Saturnalien und die Geburtsfeier des „Christengottes“ zur Sonnwendfeier im Dezember gleichzeitig gefeiert werden. Motive der Staatsmacht und der Bischöfe sind verschieden. Konstantin schenkt der Kirche Freiheit, materielle Unterstützung, die Kirche verhält sich als Gegengeschenk dem Staat gegenüber loyal. Ab diesem Zeitpunkt setzt ein großer sozialer Wandel im Christentum und Reich ein, der viele Jahrhunderte Antagonismen zur Folge hat. Christliche Synoden der Bischöfe werden von den Kaisern beeinflusst. Die Kirche wehrt sich und verteidigt ihre Werte. Das Gewähren von Privilegien als Gabe des Staates, das Mitgestalten der Bischöfe als Gegenleistung für den Staat können im Geschenketausch-Schema gedeutet werden. Im zweiten Abschnitt werden die Anfänge der heute üblichen Weihnachtsfeier ab der Neuzeit und Aufklärung behandelt. Danach werden die sozialen Auswirkungen dieses Festes auf die Gesellschaft aufgezeigt. Die Säkularisierung wirkt sich auf alle Advent- und Weihnachtsbräuche aus. Dieser Prozess verläuft in mehreren Entwicklungsstufen. Er führt zu einer Vielfalt von alten und neuartigen Bräuchen in Europa, Afrika und Übersee. Die Globalisierung des Weihnachtsfestes trifft heimische wie fremde Bräuche: sie vermischen sich. Ein Nebeneinander von christlichen, jüdischen und islamischen Festen beschleunigt den weiteren Wandel des Dezemberfestes. Die Massenmedien binden die Gesellschaft weltweit in den „Weihnachtsrummel“ ein. Die Kirchen sorgen für den Erhalt des ursprünglichen Gehalts der Geburtsfeier. Viele Staaten sichern die Religionsfreiheit. Christen, Agnostiker feiern Weihnachten auf ihre Weise. Islamische Staaten dulden die für sie fremden christlichen Bräuche oder versuchen, diese aus Angst, die eigenen Werte könnten verwässert werden, durch Verbote zurückzudrängen. Die Veränderungen an den Feiern und Bräuchen zu Weihnachten und die Vergesellschaftung dieser Bräuche wurden – einschließlich des Geschenketausches - durch Theorien des sozialen Wandels gedeutet.

Schlagwörter in Deutsch

Weihnachten / Geschenke / Tausch / Sozialer Wandel

Item Type: Hochschulschrift (Masterarbeit)
Author: Horak, Hannelore
Title: Vom Kind in der Krippe zum Tauschgeschäft
Subtitle: Weihnachtsfest und Geschenketausch im sozialen Wandel vom Altertum bis in die Gegenwart
Umfangsangabe: 100 Seiten
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Masterstudium Soziologie
Publication year: 2016
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Kröll, Friedhelm
Assessor: Kröll, Friedhelm
Classification: 71 Soziologie > 71.41 Sozialer Wandel
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.05 Religionssoziologie
AC Number: AC13421481
Item ID: 43804
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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