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Losing Control

Plass, Arno (2016) Losing Control.
Masterarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Mesner, Maria

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-15479.92100.584566-2
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Abstract in Deutsch

Mit Blick auf eine Textauswahl der Queer Rhetorics geht es um die Frage, was queer rhetorical agency sein kann. Queer rhetorical agency ist als Handlungsmacht zu verstehen, die dem Individuum in unterschiedlichen Situationen zu Freiräumen verhilft und die langfristig auf das heteronormative Denken einwirken kann. Der Ansatz wendet sich bewusst gegen die Tendenz, Unterdrücker*in-Unterdrückte*r–Dichotomien zu bemühen. In diesem Rahmen stellt der Autor zwei Thesen vor: Zum einen meint diese Art der Handlungsmacht kontrollierten Kontrollverlust (was nicht mit Hemmungslosigkeit gleichzusetzen ist). Kontrollverlust ist für queer rhetorical agency insofern maßgeblich, als es darum geht, reaktive Verhaltensweisen abzustellen und im Gegenzug Spielräume zu eröffnen, die verändernd auf das heteronormative Netz einwirken. Der Gedanke wird über eine Analyse des Arbeitsbegriffs queer rhetorical agency entwickelt, indem der Autor zunächst queer mit einer interventiven Art des Tuns identifiziert. Für das Verständnis von rhetorical bietet sich Kenneth Burkes Darstellung der grundlegenden Mehrdeutigkeit von Sprache an. Schließlich arbeitet der Autor unter Berufung auf Hannah Arendt und Hans Joas heraus, dass agency als spontanes Sich–Zeigen verstanden werden soll. Zum anderen bedeutet diese Art der Handlungsmacht eine Haltung, die sich sowohl im Denken als auch im Verständnis vom Menschen gegenüber zeigt. Der Autor setzt sich dabei mit Eve Kosofsky Sedgwicks Gegenüberstellung von paranoidem und reparativem Lesen auseinander und kommt zum Ergebnis, dass dem reparativen Lesen der Vorzug zu geben ist, wenn das handlungsmotivierende Ziel gesellschaftliche Pluralität sein soll.

Schlagwörter in Deutsch

Queere rhetorische Handlungsmacht / Kontrollverlust / Reparation / Paranoia / Handeln / Rhetorik / Sexualität / Gender / Queer / Spontanität / Körper / Eve K. Sedgwick / Hannah Arendt / Hans Joas / Kenneth Burke

Abstract in Englisch

This thesis discusses queer rhetorical agency with regard to a selection of texts labelled with Queer Rhetorics. This form of agency is to be understood as opening up spaces for the individual in different situations, but also as taking critical influence on heteronormative thinking in the long run. The approach intends to avoid oppressor-oppressed–dichotomies. In this framework the author develops two main arguments: First, this form of agency is thought as losing control in a controlled way (not to be misunderstood as lack of restraint). Losing control serves queer rhetorical agency since it focusses on stopping reactive ways of conduct and on creating open spaces which can change the heteronormative web. The line of thought is developed by analysing the term of queer rhetorical agency, which identifies queer as having an interventive meaning. Rhetorical can be characterized according to Kenneth Burke’s concept of the immanent ambiguity of language. Finally the author specifies with Hannah Arendt and Hans Joas that agency should be understood as revealing oneself spontaneously. Second, this form of agency is meant as a specific form of attitude, which has consequences on ways of thinking and on understanding the counterpart. The author resorts to Eve Kosofsky Sedgwick and her comparison of paranoid and reparative reading; that results in favouring reparative reading if the motivation for an act is societal pluralism.

Schlagwörter in Englisch

Queer rhetoric agency / losing control / reparation / paranoia */ acting / rhetoric / sexuality / gender / queer / spontaneity / body / Eve K. Sedgwick / Hannah Arendt / Hans Joas / Kenneth Burke

Dokumentenart: Hochschulschrift (Masterarbeit)
AutorIn: Plass, Arno
Titel: Losing Control
Untertitel: Kontrollverlust als reparativer Weg von Queer Rhetorical Agency
Umfangsangabe: 101 Seiten
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Masterstudium Gender Studies
Publikationsjahr: 2016
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Mesner, Maria
BeurteilerIn: Mesner, Maria
Klassifikation: 08 Philosophie > 08.44 Sozialphilosophie
08 Philosophie > 08.34 Sprachphilosophie
08 Philosophie > 08.38 Ethik
AC-Nummer: AC13438377
Dokumenten-ID: 43510
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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