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Der Arbeits-Familien-Konflikt im entgrenzten Frauenarbeitsbereich Pflege

Gugenberger, Katharina (2016) Der Arbeits-Familien-Konflikt im entgrenzten Frauenarbeitsbereich Pflege.
Masterarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Kolland, Franz
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-24223.90568.231178-1

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Abstract in German

Das Verhältnis von Erwerbsarbeit und Familien-/Privatleben wird von Prozessen wie der Flexibilisierung der Arbeitszeit und neuen Beschäftigungsformen zunehmend zu Ungunsten des Privatlebens beeinflusst. Diese veränderten „entgrenzten“ Anforderungen führen bei Beschäftigten oftmals zu Überforderung und letztlich zu einem Scheitern der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Aufgrund der ausgeprägten Tendenz zur Entgrenzung von Arbeit, dient der Pflegeberuf als Untersuchungsgegenstand für den so genannten „Arbeits-Familien-Konflikt“ (AFK). Ferner treffen hier angesichts des hohen Anteils an im Pflegeberuf beschäftigten Frauen und der Tatsache, dass überwiegend Frauen der (privaten) Reproduktions- und Sorgearbeit nachkommen, multiple Konflikte aufeinander. Gleichzeitig macht der in Zukunft zu erwartende Pflegebedarf und der laut Studien oft vorzeitige Berufsausstieg bei PflegerInnen deutlich, dass dieser Berufsgruppe wissenschaftliche Aufmerksamkeit gewidmet werden muss. Genauer dient die Untersuchung des AFK als wichtiger Faktor für viele Indikatoren, wie bspw. den Wunsch den Beruf vorzeitig zu verlassen. Ziel der Arbeit ist (1.) aufzuzeigen, welche Faktoren den AFK (im Pflegeberuf) beeinflussen und (2.) zu prüfen, wie sich der AFK auf die Einschätzung des Verbleibs von ArbeitnehmerInnen (im Pflegeberuf) auswirkt? Der AFK wird dabei rollentheoretisch erfasst, wobei zeit- und belastungsbasierte AFK-Dimensionen unterschieden werden. Als Datengrundlage dient die LAP-Studie („Länger arbeiten in der geriatrischen Pflege und Betreuung“), die 2011 durchgeführt wurde. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Querschnittserhebung, in der mobile und stationäre PflegerInnen in zwei großen Pflegeorganisationen befragt wurden. Die zwei Fragestellungen (1. + 2.) werden schließlich regressionsanalytisch ausgewertet, wobei AFK einmal als abhängige, das andere Mal als unabhängige Variable fungiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Erwerbsarbeitsressourcen, wie bspw. die Arbeitszufriedenheit oder die berufliche Handlungskompetenz, das Entstehungsrisiko von AFK verringern, während Erwerbsarbeitsbelastungen, wie bspw. die Unzufriedenheit mit dem eigenem Arbeitszeitmodell als auch physische und emotionale Belastungen in der Arbeit, das Risiko für AFK erhöhen. Darüber hinaus spielt der AFK eine ebenso bedeutende Rolle, wenn es um die Intention des frühzeitigen Berufausstiegs geht.

Schlagwörter in Deutsch

Arbeits-Familien-Konflikt / Entgrenzung von Arbeit / Flexibilisierung / Subjektivierung / vorzeitiger Berufsausstieg / Frauenarbeitsbereich / Pflege

Item Type: Hochschulschrift (Masterarbeit)
Author: Gugenberger, Katharina
Title: Der Arbeits-Familien-Konflikt im entgrenzten Frauenarbeitsbereich Pflege
Umfangsangabe: 73 Seiten
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Masterstudium Soziologie
Publication year: 2016
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Kolland, Franz
Assessor: Kolland, Franz
Classification: 71 Soziologie > 71.99 Soziologie: Sonstiges
AC Number: AC13247307
Item ID: 42852
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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