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Zur Normgenese der Novellierung des Unterbringungsgesetzes

Sedlbauer, Katharina (2016) Zur Normgenese der Novellierung des Unterbringungsgesetzes.
Masterarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Forster, Rudolf
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-26231.48940.548375-6

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Abstract in German

Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Unterbringungsgesetzes seit dem Inkrafttreten 1991. Dieses Gesetz regelt unter welchen Voraussetzungen Personen mit psychischen Erkrankungen, im Rahmen eines stationären Aufenthalts, Beschränkungen ihrer persönlichen Freiheit unterworfen werden können. Von Beginn an gab es heftige Kontroversen, inwieweit in das ärztliche Handeln zugunsten der Patientenautonomie eingegriffen werden darf. Letztendlich kam es zu zwei Novellierungen des Gesetzes. Ziel dieser Arbeit ist es diese Entwicklung nachzuzeichnen und vor dem Hintergrund eines problemsoziologischen, konstruktivistischen Ansatzes zu verorten. Als theoretische Grundlage wurde das Kokonmodell von Michael Schetsche gewählt und anhand dessen die Problemgeschichte, die involvierten Akteursgruppen sowie die Rolle der Politik mit Hilfe einer Dokumentenanalyse und Experteninterviews empirisch untersucht. Im Ergebnis zeigt sich, dass das Unterbringungsgesetz seit dem Inkrafttreten nahezu durchgängig Teil der politischen Agenda war. Die staatlichen Problemlösungen berücksichtigten sowohl die ärztliche Autonomie und wie auch rechtlichen Überlegungen – wohl auch deswegen, weil von Seiten der Politik nach konsensualen Lösungen gesucht wurde.

Schlagwörter in Deutsch

Unterbringungsgesetz / Normgenese

Abstract in English

This paper is concerned with the evolution of the law regarding involuntary commitment since its commencement in 1991. This act settles the terms under which a person with symptoms of severe mental illness and having been court-ordered into treatment in a psychiatric hospital can be detained there and thereby be restricted regarding his or her individual freedom. Right from the start there was a lot of controversy concerning the question of the acceptability of intervening with medical activities to safeguard patient autonomy. The result were two amendments of the act. This paper aims at reconstructing this development using social problems theory and constructivism as a backdrop. Michael Schetsche‘s „cocoon model“ was used as the basic theoretical principle for an empirical dissection of the problem history, the groups of players concerned as well as the role of politics in this matter, using document analysis and expert interviews. In the end it becomes clear that the involuntary commitment law used to be part of the political agenda almost continuously since its commencement. Governmental approaches always considered medical autonomy and legal considerations in equal parts, most likely because consensual solutions were more sought after in politics.

Item Type: Hochschulschrift (Masterarbeit)
Author: Sedlbauer, Katharina
Title: Zur Normgenese der Novellierung des Unterbringungsgesetzes
Umfangsangabe: 153 Seiten
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Masterstudium Soziologie
Publication year: 2016
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Forster, Rudolf
Assessor: Forster, Rudolf
Classification: 71 Soziologie > 71.60 Soziale Fragen, soziale Konflikte: Allgemeines
AC Number: AC13281510
Item ID: 42695
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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