Universitätsbibliothek Wien

Über ein Wissen im diskursiven Raum

Peßl, Gabriele (2009) Über ein Wissen im diskursiven Raum.
Magisterarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Breckner, Roswitha
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30253.37779.277153-2

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Abstract in German

Wie sehen, verstehen und entwerfen Menschen aus Togo, die in Österreich leben, Österreich? Wie sind sie an jenem Prozess beteiligt, in dem Österreich konstruiert wird? Mit ihrer Ausgangsfrage nach der „Konstruktion von Österreich“ möchte diese Arbeit eine theoretische Lücke zum Thema machen: Sie möchte Österreich zu einem Ort machen, der im Zusammenhang mit Migrationsforschung explizit aus der Perspektive von MigrantInnen Gegenstand wissenschaftlichen Interesses ist. Diese Fragestellung wird mit einer empirischen Herangehensweise beleuchtet. Die Arbeit ist dabei in einem interpretativen Paradigma der Sozialforschung angesiedelt, das sich für die Perspektiven des Feldes interessiert, zyklisch vorgeht und dabei schrittweise konstruiert, wie Menschen ihre Welt als sinnhaft gestalten. Sie fragt danach, welche Bedeutung eine Konstruktion von Österreich für Menschen aus Togo, die in Österreich leben, in einem diskursiven Feld hat, welche Erfahrungen damit für das Forschungsfeld relevant sind und wie die AkteurInnen im Feld sich selbst darin verortet sehen. Es kommen daher biografisch-narrative Interviews mit Menschen aus Togo zum Einsatz, die aus ihrem Leben erzählen. Für die Analyse kombiniert die Autorin die Feinstrukturanalyse nach Froschauer/Lueger, die auf der Objektiven Hermeneutik beruht, und die Text- und thematische Feldanalyse nach Rosenthal, die ihren Platz in der biografischen Fallrekonstruktion hat. Eine sorgfältige Reflexion der Forschungsmethoden, der dahinterstehenden Methodologie sowie der eigenen Position im Forschungsprozess ist charakteristisch für das Vorgehen in dieser Arbeit. Somit sind jene Erkenntnisse, die auf einer methodologischen Ebene festgehalten werden, ein integraler Bestandteil der Forschungsergebnisse der Arbeit. Im Sinne qualitativer Forschung werden diese Ergebnisse im Verlauf ihrer Generierung dargestellt: Ein Rückblick auf die Ausgangsfragestellungen sowie deren Adaption im Zuge der Forschung führt schließlich zu den Ergebnissen, die am Ende des Prozesses stehen. Die entsprechende Forschungsfrage richtet sich auf denjenigen Kontext, in den die Herstellung eines Wissens über Österreich seitens von MigrantInnen, spezifischer seitens von Menschen, die aus Togo kommen und in Österreich leben, eingebettet ist. Denn eine Konstruktion von Österreich kann nicht ohne die selbst erfahrenen Zuschreibungen stattfinden. Ein Wissen über Österreich steht also in einem Kontext von diskursivem Wissen, mit dem Menschen aus Togo konfrontiert werden. Die beiden Figuren „öffentlicher Raum“ und „alte Frau“ stehen im Zentrum dieser Erkenntnis. Sie bezeichnen ein spezifisches Wissen über Österreich, das in dem erwähnten diskursiven Zusammenhang hergestellt wird und verweisen vor allem auf dessen Funktionalität. Den Abschluss der Arbeit bildet eine kurze Diskussion relevanter theoretischer Konzepte. Mit dem Fortschreiten der Analyse ist es notwendig geworden, auch auf theoretischer Ebene weiterzudenken. Zu Ende wird darum dargestellt, wie sich ein Perspektivenwandel in Bezug auf die Theorie vollzogen hat.

Schlagwörter in Deutsch

Migration / Togo / Österreich / interpretative Sozialforschung / struktureller Rassismus / diskursives Wissen

Item Type: Hochschulschrift (Magisterarbeit)
Author: Peßl, Gabriele
Title: Über ein Wissen im diskursiven Raum
Subtitle: "Österreich" in erzählten Lebensgeschichten von Menschen aus Togo, die in Österreich leben
Umfangsangabe: 106 S. : graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2009
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Breckner, Roswitha
Assessor: Breckner, Roswitha
Classification: 71 Soziologie > 71.52 Kulturelle Prozesse
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung
AC Number: AC07601913
Item ID: 4197
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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