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Quecksilberumsetzung in verschiedenen Gewässertypen

Christian, Christiane (2015) Quecksilberumsetzung in verschiedenen Gewässertypen.
Masterarbeit, Universität Wien. Fakultät für Chemie
BetreuerIn: Jirsa, Franz

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29885.49416.674766-5
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Abstract in Deutsch

Das Schwermetall Quecksilber ist ubiquitär auf der Erde zu finden, ist vor allem durch seine Giftigkeit bekannt und stellt ein großes Umweltproblem dar (Swartzendruber & Jaffe, 2012). In einer Studie von Jirsa et al. aus 2014 wurden Sediment, Pflanzen und Fische des Neusiedlersees auf ihren Quecksilbergehalt untersucht. Durch unerwartet hohe Quecksilbergehalte der Fisch- und Pflanzenproben, stellt sich die Frage einer veränderten Quecksilberverarbeitung in Zusammenhang mit den außergewöhnlichen Eigenschaften des Sees (Jirsa, 2014). Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde eine Methode entwickelt, die es ermöglicht die Quecksilberverarbeitung natürlicher Wasserproben mit Hilfe von Mesokosmen im Labor zu untersuchen. Die Quecksilberumsetzung von Probenmaterial aus dem Neusiedlersee wurde mit Proben aus der Panozzalacke, einem durchschnittlichen Süßwasser, und destilliertem Wasser verglichen. Die mit Sediment und Wasser befüllten Mesokosmen wurden mit einer definierten Menge Quecksilber versetzt und die Konzentrationsabnahme im Wasser mittels CV-AAS verfolgt. In weiterführenden Versuchen wurden verkleinerte Mesokosmen mit Wasser der Probenahmestellen befüllt, um Sedimentseinfluss auszuschließen. Die Versuche wurden in fünffacher Ausführung unter aeroben und anaeroben Versuchsbedingungen durchgeführt. Beim Vergleich der beiden Gewässer untereinander ließen sich keine signifikanten Geschwindigkeitsunterschiede in der Konzentrationsabnahme feststellen. Nach 12 Stunden wurde die Quecksilberverteilung auf Wasser, Luft und Partikel erstellt. Die Wiederfindungsraten befanden sich je nach Versuchsbedingung und Wassertyp zwischen 44,5 ± 4,6 und 70,6 ± 1,8 %. Bei den Proben des Neusiedlersees sammelten sich mit sowohl mit 94,3 ± 10,4 % im aeroben als auch mit 73,5 ± 51,4 % im anaeroben Versuch der Großteil des wiedergefundenen Quecksilbers an den Partikeln gebunden. An den Partikeln der Panozzalacke wurden unter aeroben Bedingungen 62,6 ± 26,3 % und 58,8 ± 21,8 % unter anaeroben Bedingungen gefunden. Im Wasser des Neusiedlersees verblieben 4,1 ± 0,4 % unter aeroben bzw. 26,3 ± 9,6 % unter anaeroben Bedingungen gelöst. In den Wasserproben der Panozzalacke ist mit 26,3 ± 8,4 % unter aeroben und 37,2 ± 28,3 % unter anaeroben Bedingungen mehr gelöstes Quecksilber zu finden. Der Austritt des Quecksilbers an die Luft variiert von 1,6 ± 0,9 % (aerob) und 0,1 ± 0,5 % (anaerob) aus den Neusiedlerseeproben bis zu 11,1 ± 3,6 % (aerob) und 4,0 ± 2,1 % (anaerob) aus den Proben der Panozzalacke. Die Ergebnisse dieser Arbeit konnten eine je nach Wassertyp und Versuchsbedingung veränderte Quecksilberverarbeitung zeigen und bilden damit die Basis für weitere Untersuchungen.

Schlagwörter in Deutsch

Quecksilber / Neusiedlersee / Mesokosmen / CV-AAS

Dokumentenart: Hochschulschrift (Masterarbeit)
AutorIn: Christian, Christiane
Titel: Quecksilberumsetzung in verschiedenen Gewässertypen
Umfangsangabe: 75 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Chemie
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Masterstudium Chemie
Publikationsjahr: 2015
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Jirsa, Franz
BeurteilerIn: Jirsa, Franz
Klassifikation: 35 Chemie > 35.40 Anorganische Chemie: Allgemeines
AC-Nummer: AC13116680
Dokumenten-ID: 39742
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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