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Why men rape: new etiological directions in sexual violence analysis

Söderberg, Martin (2015) Why men rape: new etiological directions in sexual violence analysis.
Dissertation, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Jandl-Jager, Elisabeth
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29401.02621.148866-6

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Abstract in English

This dissertation aims to shed new light onto the complex and multifactorial root causes of male sexual violence against females in modern Western society. The pivotal objective of the study is to identify and assess the underlying reasons and motives behind sex crime perpetration, and to organize them into a coherent analytical framework. Men stand for a clear preponderance of all acts of sexual aggression, and in order to prevent these severe forms of contemporary human rights violations one must arguably be able to comprehend their gendered etiology. The thesis reviews how certain cultural undercurrents, masculinity construction processes, socioeconomic conditions, individual-psychological circumstances, and specific biographic experiences, may interact synchronically in fashions that develop into male inclinations to commit rape and sexual assault. Based on previously renowned endeavors of integrative theory-knitting, different theoretical perspectives and empirical findings are combined to increase explanatory value. The importance of hegemonic masculinity, normative heterosexuality and perpetrator self-discrepancies are highlighted. Rather than just adding a piece to the etiological puzzle of sexual violence analysis, the dissertation addresses gender as the glue that potentially affixes the various puzzle pieces, i.e. the covert dynamics of masculinities may mediate between individual and social issues in etiology. In a separate second part of the thesis, a convenience sample of convicted male rapists is for educational purposes scrutinized in order to outline vital empirical realities of sex criminals and sex crimes in their social context. Guided by the analytical framework of the first part of the thesis, the enquiry seeks to detect and uncover what it is that the perpetrators have met in their life historic backgrounds and respective social environments, and ultimately have brought into their propensities to commit severe acts of sexual aggression against females. Emphasis is placed on the roles of social hardships, exposures to violence and adjustment problems, plus the meanings of sexual practices in terms of coping and masculine self-aggrandizement.---[Printversion in 2 Bänden]

Schlagwörter in Englisch

masculinity / gender / rape / sexual violence / etiology

Abstract in German

Die vorliegende Dissertation will neue Erkenntnisse zu den komplexen und vielfältigen Ursachen männlicher sexueller Gewalt gegen Frauen in modernen westlichen Gesellschaften liefern. Das zentrale Ziel dieser Untersuchung ist es, die zugrundeliegenden Hintergründe und Motive der Ausübung von Sexualverbrechen zu identifizieren, zu beurteilen und diese in einen zusammenhängenden analytischen Rahmen einzuordnen. Männer sind für den Großteil aller Arten von sexuellen Aggressionen verantwortlich, daher ist es notwendig, die geschlechtsspezifischen Ursachen zu verstehen, um dieser gravierenden Form von Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen. Die Arbeit untersucht bestimmte kulturelle Strömungen, Prozesse der Bildung eines Männlichkeitsbildes, sozioökonomische Bedingungen ebenso wie individuell-psychologische Umstände und besondere biographische Erlebnisse auf eine mögliche synchrone Interaktion hinsichtlich der Entwicklung von Neigungen, die Männer dazu veranlassen, Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe zu begehen. Basierend auf früheren renommierten integrativen Theorieerkenntnissen werden hier verschiedene theoretische Perspektiven und empirische Resultate verbunden und dienen der Untermauerung weiterer Erklärungen. Außerdem wird auf die Bedeutung der hegemonialen Maskulinität, normativer Heterosexualität und Selbstdiskrepanzen der Täter hingewiesen. Die Studie will nicht bloß ein zusätzliches Teil zum Ätiologie-Puzzle der sexuellen Gewaltanalyse hinzufügen, vielmehr soll auf die Bedeutung der Geschlechterrolle als mögliches Verbindungselement der einzelnen Puzzleteile hingewiesen werden, so zum Beispiel das verborgene Kräftespiel von Männlichkeit, das hierbei zwischen individuellen und gesellschaftlichen Problemen als Vermittler dienen könnte. In einem separaten zweiten Teil dieser Arbeit wird eine Stichprobe verurteilter Vergewaltiger herangezogen, welche zu Lehrzwecken untersucht wird um wesentliche empirische Bedingungen von Sexualtätern und Sexualverbrechen in ihrem sozialen Kontext herauszuarbeiten. Ausgehend vom analytischen Grundgerüst des ersten Teils der Arbeit will die Untersuchung erforschen, was den Straftätern auf ihrem Lebensweg beziehungsweise in deren sozialem Umfeld widerfahren ist, und so aufzeigen, was sie letztendlich zu den schwerwiegenden Handlungen sexueller Aggression gegen Frauen bewogen hat. Besonderes Gewicht wird hierbei auf die Rolle von sozialen Härtefällen gelegt, ebenso wie Gewalterfahrungen und Anpassungsschwierigkeiten. Zudem wird die Rolle sexueller Aktivität sowohl als Coping und übersteigerter Männlichkeit beleuchtet.

Schlagwörter in Deutsch

Männlichkeit / Maskulinität / Gender / Vergewaltigung / sexueller Gewalt / Ätiologie

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Söderberg, Martin
Title: Why men rape: new etiological directions in sexual violence analysis
Umfangsangabe: IX, 200, VI, 160 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Dr.-Studium der Philosophie Soziologie, geisteswissenschaftl.Stzw
Publication year: 2015
Language: eng ... Englisch
Supervisor: Jandl-Jager, Elisabeth
Assessor: Jandl-Jager, Elisabeth
2. Assessor: Richter, Rudolf
Classification: 71 Soziologie > 71.65 Kriminalität als soziales Problem
AC Number: AC12696577
Item ID: 39026
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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