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Opferfeminismus?

Gerhards, Theresa (2014) Opferfeminismus?
Masterarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Holzleithner, Elisabeth

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29423.68357.949759-2
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Abstract in Deutsch

In gegenwärtigen feministischen Diskursen werden Frauen lieber als handlungsfähige Akteurinnen denn als Opfer gesehen. Meine Masterarbeit setzt sich in diesem Zusammenhang mit der Rezeption von Catharine MacKinnons feministischer Arbeit auseinander, der der Vorwurf gemacht wird, einen „Opferfeminismus“ zu vertreten, der Frauen auf ihren Status als Opfer beschränkt und damit Widerstand verhindert. Demgegenüber stelle ich die Behauptung auf, dass die Anerkennung des Opferstatus eine wesentliche Grundlage feministischer Arbeit bildet. Es scheint mir notwendig zu analysieren, wie, warum und in welchem Kontext „Opfer sein“ mit Passivität oder fehlender Handlungsfähigkeit in Verbindung gesetzt wurde und zu überlegen, welchen Interessen es dient, Frauen gerade nicht als Opfer anzuerkennen. Mein Erkenntnisinteresse liegt somit in der Frage nach der Beziehung zwischen Opfern und Handlungsfähigkeit, wie sie in MacKinnons Arbeit selbst und in der ihrer Kritikerinnen herausgearbeitet werden kann. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob die rechtliche Anerkennung von Frauen als Opfer Handlungsmacht entgegensteht, wie es KritikerInnen betonen, oder ob darin erst eine Grundvoraussetzung von Handlungsmacht liegt. Damit möchte ich Potenziale der theoretischen Arbeit von MacKinnon und ihren Fokus auf weiblicher Viktimisierung auch für heutige feministische Kämpfe erkunden.

Schlagwörter in Deutsch

Opferfeminismus / Catharine MacKinnon / Radikalfeminismus / Handlungsfähigkeit / Viktimisierung / feministische Kritik / Postmoderne / Intersektionalität / Postkolonialer Feminismus

Abstract in Englisch

Current feminist debates have seen the replacing of the term of the “victim” with that of “agency”. Women are said to be active agents instead of passive, helpless victims. My master thesis revolves around the criticism of Catharine MacKinnons feminist work and the accusal that she adheres to “victim feminism” that would entrap women in the status of the victim, making it impossible for them to fight for change. I want to challenge this view, by arguing that feminism needs to acknowledge women’s victim status. In my view, it seems necessary to ask how “victimhood” has come to be linked to passivity or a lack of agency and in whose interest this is. Does being a victim necessarily exclude all kinds of agency or is the acknowledgement that one is being victimized not rather necessary for successful resistance? My thesis therefore explores the concepts of victimization and agency both in the works of Catharine MacKinnon and in the works of her critics, in the quest of an “active victim” that can be ansuccessful feminist agent of change. I thereby aim to explore the potential of MacKinnon’s academic work and her focus on female victimization for current feminist fights.

Schlagwörter in Englisch

victim feminism / Catharine MacKinnon / radical feminism / agency / victimization / feminist critique / postmodernism / intersectionality / Postcolonialism

Dokumentenart: Hochschulschrift (Masterarbeit)
AutorIn: Gerhards, Theresa
Titel: Opferfeminismus?
Untertitel: Catharina MacKinnons feministische Subjektkonzeptionen zwischen Viktimisierung und Handlungsfähigkeit
Umfangsangabe: 83 S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Masterstudium Gender Studies
Publikationsjahr: 2014
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Holzleithner, Elisabeth
BeurteilerIn: Holzleithner, Elisabeth
Klassifikation: 70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC-Nummer: AC12306859
Dokumenten-ID: 35695
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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