Universitätsbibliothek Wien

Dekonstruktive Theorien zur Entwicklung von Geschlecht

Clar, Maria (2014) Dekonstruktive Theorien zur Entwicklung von Geschlecht.
Masterarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Schmitz, Sigrid

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29095.42330.572464-7
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Abstract in Deutsch

Menschen scheinen in zwei Geschlechter passen zu müssen und werden daher auch different behandelt. Kinder werden in eine vergeschlechtlichte Welt geboren und dementsprechend zugeordnet. Es scheint unmöglich zu sein, alternative Geschlechtervorstellungen zu denken. Die Zweigeschlechterordnung ist aber keineswegs eine egalitäre und negiert darüber hinaus die Möglichkeit, außerhalb davon zu bestehen. Dabei drängt sich die Frage auf, warum es lediglich zwei Kategorisierungen bei Geschlecht geben soll und ob dies auch tatsächlich der Fall ist? Um dieses Phänomen zu erklären, bieten sich vor allem Herangehensweisen im Rahmen von Dekonstruktion, Queer Theory, Feminist Science Studies oder Poststrukturalismus an. In der Arbeit beschäftige ich mich mit der Frage, wie die Entstehung von Geschlecht und Geschlechtsidentität von einzelnen dekonstruktiven Theoretiker_innen bearbeitet wird. Dazu analysiere ich Theorien von Judith Butler, Anne Fausto-Sterling und Heinz-Jürgen Voß. Im Anschluss vergleiche ich die verschiedenen Aspekte einerseits auf Basis unterschiedlicher Ebenen (strukturell/gesellschaftlich, symbolisch, individuell) und andererseits aufgrund aus dem Material herausgearbeiteter Kategorien. Verschiedene Autor_innen mit unterschiedlichen Perspektiven und disziplinären Hintergründen kommen zu dem Schluss, dass eine binäre Geschlechterkonstruktion nicht funktioniert. Es wird näher darauf eingegangen, wie in einem heteronormativen Rahmen Geschlecht gesellschaftlich strukturiert wird. Außerdem wird die Frage gestellt, welche Merkmale damit einhergehen und darüber hinaus, welche Differenzen diesen immanent sind. Dabei wird aufgezeigt, wie in Gesellschaft und Wissenschaft alles versucht wird, um eine Zweigeschlechtlichkeit zu naturalisieren. Nicht nur gender sondern auch sex ist konstruiert. Die Auseinandersetzung bringt mich letztlich zu dem Schluss, dass Geschlecht am besten transdisziplinär dekonstruiert werden kann, da verschiedene Perspektiven einander befruchten und zu weiteren Auseinandersetzungen anregen.

Schlagwörter in Deutsch

Dekonstruktion / Queer Theory / Poststrukturalismus / Feminist Science Studies / Geschlecht / Geschlechtsidentität / Geschlechtsentwicklung / Judith Butler / Anne Fausto-Sterling / Heinz-Jürgen Voß

Abstract in Englisch

Individuals seemingly have to fit into two sexes and they are treated accordingly. Children are born into a gendered world. It seems to be impossible to think about alternative gender. The two-gender system is by no means egalitarian. Furthermore, it denies the possibility to exist outside of it. The essential question thus is: Why should there be only two categories of gender? Science offers approaches for explaining this phenomenon, especially deconstruction, queer theory, feminist science studies, and post-structuralism. My main question is how individual deconstructive theorists address the development of gender and gender identity. For this purpose, I analyze the theories of Judith Butler, Anne Fausto-Sterling, and Heinz-Jürgen Voss. To answer my research question, in a first step, I take a closer look at their individual theories. In a second step, I compare various aspects along different levels (structural/social, symbolic, individual), on the one hand, and, on the other hand, on the basis of categories extracted from my material. The analysis helps to understand how, according to their diverse perspectives and disciplinary backgrounds, the authors conclude that a binary gender construction does not work. The thesis also discusses how gender is socially structured in a heteronormative framework. It asks: what are gender characteristics? And what are the differences due to gender construction? Together, society and science naturalize gender. But not only gender, but also sex is constructed. Different influences are being embodied because of complex interrelationships. The dispute brings me to the conclusion that gender can be deconstructed best in a transdisciplinary way. Different perspectives enrich one another and encourage further discussion and reflection.

Schlagwörter in Englisch

Deconstruction / Queer Theory / Poststructuralism / Feminist Science Studies / Gender / Sex / Gender Identity / Gender Development / Judith Butler / Anne Fausto-Sterling / Heinz-Jürgen Voß

Dokumentenart: Hochschulschrift (Masterarbeit)
AutorIn: Clar, Maria
Titel: Dekonstruktive Theorien zur Entwicklung von Geschlecht
Untertitel: am Beispiel von Butler, Fausto-Sterling und Voß
Umfangsangabe: 114 S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Masterstudium Gender Studies
Publikationsjahr: 2014
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Schmitz, Sigrid
BeurteilerIn: Schmitz, Sigrid
Klassifikation: 02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten
73 Ethnologie, Volkskunde > 73.44 Sexualität, Geschlecht
AC-Nummer: AC12216679
Dokumenten-ID: 35080
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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