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There has been some kind of explosion-like phenomenon

Ripplinger, Michaela Chiaki (2014) There has been some kind of explosion-like phenomenon.
Dissertation, Universität Wien. Zentrum für Translationswissenschaft
BetreuerIn: Cooke, Michele
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29359.89886.490363-6
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Abstract in Englisch

This thesis explores the applicability of the concept of translation as a communication process in which meaning is created, applying it to an example outside of the traditional paradigm involving two natural languages. Five press conferences delivered by then Government Spokesman Edano Yukio on the occasion of the crisis in the nuclear power plants in Fukushima following an earthquake and tsunami on the northeast coast of Japan in March 2011 are thoroughly analyzed, especially based on the categories of genre and register according to Halliday (1973a, 1973b and 1985a). Video material as well as (governmental and independent) investigation reports of the incidents in the nuclear power plants are also considered in the analysis. An excursus of this thesis deals with keigo, Japanese “politeness language.” The investigation confirms the growing consensus in research that views the traditional interpretation of keigo as an aesthetic expression of a society characterized by a strict hierarchy and mutual respect as a romanticizing myth. Moreover, the theoretical categorization of keigo is shown to be flawed. A striking parallelism between keigo and translation is also identified: both phenomena benefit (if in questionable ways) from common misconceptions about them. The thesis clearly shows that the example investigated must be regarded as an instance of translation as defined in Translation Studies. This is, inter alia, shown by elucidating on the communicative setup of translation, in which human actors with institutional and personal interests and agendas act within a given power constellation. In so doing, they have a certain leeway in their decision-making, which is at the same time subject to restrictions. The conclusions drawn from the analysis provide ample evidence that an example such as the one of this thesis merits attention in Translation Studies research, not least because it provides valuable insights into the true nature of translation.

Schlagwörter in Englisch

translation / science communication / Fukushima / press conference / manipulation

Abstract in Deutsch

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des Verständnisses von Übersetzen als bedeutungsschaffenden Kommunikationsprozess an einem Beispiel, das nicht dem klassischen Paradigma von Übersetzen als Transfer zwischen zwei Sprachen entspricht. Konkret werden fünf Pressekonferenzen, die der damalige japanische Regierungssprecher Edano Yukio anlässlich der Vorfälle im Atomkraftwerk Fukushima nach dem Erdbeben und Tsunami im Osten Japans im März 2011 gab, einer eingehenden Analyse, die sich insbesondere auf die Kategorien Genre und Register nach Halliday (1973a, 1973b und 1985a) stützt, unterzogen. Auch Videomaterial der fünf Pressekonferenzen sowie Berichte von (staatlichen als auch unabhängigen) Untersuchungskommissionen zu den Vorkommnissen im Kernkraftwerk werden in der Analyse berücksichtigt. Ein Nebenstrang der Arbeit widmet sich Keigo, der „Höflichkeitssprache“ im Japanischen. Die Untersuchung bestätigt den in der Literatur zunehmenden Tenor, der dem Erklärungsversuch von Keigo als ästhetischen Ausdruck einer streng hierarchischen, von gegenseitigem Respekt geprägten Gesellschaft als romantisierenden Mythos klar widerspricht. Darüber hinaus werden Schwächen in der theoretischen Kategorisierung von Keigo aufgezeigt. Als interessante Parallele zwischen Keigo und Übersetzen wird erläutert, dass beide Phänomene von allgemein verbreiteten Fehlvorstellungen bezüglich ihres Wesens Nutzen, wenn auch zweifelhafter Natur, ziehen. Die Arbeit zeigt klar auf, dass das untersuchte Beispiel als Übersetzungsprozess in einem translationswissenschaftlichen Verständnis anzusehen ist. Dies wird u. a. anhand der situativen Einbettung der Kommunikationssituation erläutert, in der menschliche Akteure mit institutionellen als auch persönlichen Interessen und Agenden innerhalb eines bestimmten Machtgefüges, einen durch bestimmte Faktoren eingeschränkten Handlungsspielraum ausnützend agieren. Die aus der Analyse gezogenen Schlussfolgerungen belegen, dass auch Beispiele wie das der vorliegenden Arbeit einen berechtigten Platz im Forschungskanon der Translationswissenschaft einnehmen und das Verständnis vom essentiellen Wesen der Übersetzung schärfen können.

Schlagwörter in Deutsch

Übersetzung / Wissenschaftskommunikation / Fukushima / Pressekonferenz / Manipulation

Dokumentenart: Hochschulschrift (Dissertation)
AutorIn: Ripplinger, Michaela Chiaki
Titel: There has been some kind of explosion-like phenomenon
Untertitel: press conferences during the Fukushima nuclear crisis as instances of translation
Umfangsangabe: 235 S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw.
Universitätslehrgang (ULG):
Dr.-Studium der Philosophie Übersetzerausbildung (Stzw)
Publikationsjahr: 2014
Sprache: eng ... Englisch
BetreuerIn: Cooke, Michele
BeurteilerIn: Cooke, Michele
2. BeurteilerIn: Hein, Ina
Klassifikation: 17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.02 Wissenschaftstheorie
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.91 Japanische Sprache und Literatur
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft
AC-Nummer: AC12246129
Dokumenten-ID: 35072
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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