Universitätsbibliothek Wien

Postfeministische Ambivalenzen

Karner, Ulrike Susanne (2014) Postfeministische Ambivalenzen.
Masterarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Flicker, Eva

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Abstract in Deutsch

In der vorliegenden Arbeit geht die Verfasserin Widersprüchlichkeiten in der Darstellung von Frauen in Populärmedien auf den Grund und fragt nach feministischen Perspektiven im sogenannten „Postfeminismus“. Den Ausgangspunkt dieser Arbeit stellen das Konzept der postfeministischen Maskerade von Angela McRobbie und ihre Sicht auf das Phänomen des Postfeminismus dar. Angela McRobbie, eine britische Soziologin und Kulturtheoretikerin, sieht in der postfeministischen Maskerade eine Möglichkeit für junge Frauen in neoliberalen Gesellschaften ökonomisch unabhängig zu sein ohne ihre weibliche Identität zu verlieren. McRobbie zufolge werden junge Frauen in neoliberalen Gefügen auf der einen Seite aufgefordert, ökonomisch unabhängig zu sein und mit Männer am Arbeitsmarkt auf Augenhöhe zu konkurrieren, auf der anderen Seite sollen sie die Errungenschaften der zweiten Frauenbewegung wettmachen und jegliches feministisches Interesse verleugnen. Um das Konzept der postfeministischen Maskerade differenzierter deuten zu können, folgt eine Beschäftigung mit Ursprung und Verwendung des Begriffs der Maskerade in unterschiedlichen Diskursen. Dabei werden Überlegungen der Theoretikerin Joan Riviere, einer Psychoanalytikerin, die den Begriff der Maskerade für die Psychoanalyse adaptiert hat, aber auch von Mary Ann Doane, Judith Butler und Emily Apter diskutiert. Da das Konzept der postfeministischen Maskerade, Angela McRobbie zufolge, eng mit Themenkomplexen wie dem „Neoliberalismus“ und dem „Postfeminismus“ in Zusammenhang steht, werden im zweiten Teil diese Begrifflichkeiten definiert und die Verbindungen zwischen ihnen beleuchtet. Dafür werden die Perspektiven von Theoretikerinnen aus den feministischen Medienwissenschaften wie Catherine Lumby und Andrea Press, aber auch aus der Soziologie wie Rosalind Gill, Lisa Adkins, Stephanie Genz und der Philosophin Nancy Fraser herangezogen. Da McRobbies Blick auf das Phänomen Postfeminismus einseitig ausfällt, werden im letzten Teil der Arbeit Beispiele für feministische Handlungsoptionen im postfeministischen Diskurs auf praktischer bzw. politischer, theoretischer und institutioneller Ebene beschrieben. Als praktische Beispiele werden das deutsche Missy Magazine und der Fashion Feminismus der amerikanischen Künstlerin Periel Aschenbrand, vorgestellt. Überlegungen zu feministischer Agency auf theoretischer Ebene werden mit Hilfe der feministischen Medienwissenschafterinnen Andrea Press und Catherine Lumby angedacht. Außerdem wird die Perspektive von Sylvia Walby auf die Zukunft des Feminismus auf institutioneller Ebene vorgestellt. Methodisch folgt die Arbeit Prinzipien der Cultural Studies, die von einer Wechselwirkung medialer Darstellungen und gesellschaftlicher Wirklichkeit ausgehen und theoretischer Erkenntnisarbeit einen interventionistischen Charakter zuschreiben.

Schlagwörter in Deutsch

Postfeminismus / McRobbie / postfeministische Maskerade

Abstract in Englisch

In this work, the author follows the conflicting modes of presenting women in the mass media and asks for perspectives in the so-called “post-feminism”. Angela McRobbie’s notion of the post-feministic masquerade and her view on the phenomenon of the post-feminism as a whole serve as the point of origin of this work. According to McRobbie – a British sociologist and cultural theorist – the postfeminist masquerade allows young women to be economically autonomous with a neoliberal context without losing their female identity. These women are supposed to be independent and challenge men on the job market on the one hand, while on the other hand, they have to neglect the achievements of the second feminist movement, so that they repudiate any feminist interest. To further evaluate the notion of the post-feministic masquerade, a detailed outline of both origin and usage of the term within different discourses will be presented, following the psychoanalyst Joan Riviere, who adopted the notion of the masquerade in her work. Last but not least, the theoretic work of Mary Ann Doane, Judith Butler and Emily Apter will be discussed. Since, according to McRobbie, the notion of the post-feministic masquerade is in close adherence with neoliberalism and post-feminism, in the second part of this work, notions are defined and their relations between them will be observed. Works by both feminist media scientists like Catherine Lumby and Andrea Press, as well as sociologists Rosalind Gill, Lisa Adkins, Stephanie Genz and the philosopher Nancy Fraser will also be examined. To oppose McRobbie’s one-sided view of the phenomenon post-feminism, positive examples of feministic agency within the post-feministic discourse should be described on practical, political, and institutional levels. As concrete examples, the German magazine Missy Magazine and the so-called Fashion Feminism by the US artist Periel Aschenbrand are presented. The work of the media scientists Catherine Lumby and Andrea Press, dealing within the question of agency, are considered on a theoretical level. At last, Silvia Walby’s perspective on the future of feminism in the institutions is shown. Following the cultural studies’ dictum of the interdependency of medial presentations and social reality, this work relies on the belief that theoretic perception has an interventional character.

Schlagwörter in Englisch

Post-feminism / mcRobbie / post-feminist masquerade

Dokumentenart: Hochschulschrift (Masterarbeit)
AutorIn: Karner, Ulrike Susanne
Titel: Postfeministische Ambivalenzen
Untertitel: eine Auseinandersetzung mit McRobbies Konzept der postfeministischen Maskerade
Umfangsangabe: 122 S. : Ill.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publikationsjahr: 2014
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Flicker, Eva
BeurteilerIn: Flicker, Eva
Klassifikation: 70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC-Nummer: AC12207547
Dokumenten-ID: 34762
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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