Universitätsbibliothek Wien

Betriebliche Gesundheitsförderung in Großunternehmen

Lichtel, Miriam (2008) Betriebliche Gesundheitsförderung in Großunternehmen.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Kunze, Ursula

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30370.30143.815453-9
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Abstract in German

Die demographische Entwicklung (älter werdende Gesellschaft, Rückgang der Geburten) und die Anhebung des Pensionsantrittsalters stellen das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen. Auch die Arbeitgeber müssen beginnen umzudenken. Die Gruppe der Arbeitnehmer über 45 Jahre wird bald die größte der Arbeitenden bilden. Langfristige und alle Generationen ansprechende „Betriebliche Gesundheitsförderung“ wird in Zukunft unumgänglich sein. In Großbetrieben hat sich „Betriebliche Gesundheitsförderung“ bereits etabliert. „Betriebliche Gesundheitsförderung“ ist eine moderne Unternehmensstrategie. Den meisten aller Großunternehmen ist bereits bewusst, dass sie die Leistungsfähigkeit der Organisation maßgeblich verbessert. Seit etwa 10 Jahren gibt es „Betriebliche Gesundheitsförderung“ in Österreich. Die Organisation liegt in der Hand der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse. Sie bildet die Kontaktstelle für das Europäische Netzwerk zu „Betrieblicher Gesundheitsförderung“. Mittlerweile gibt es aufgrund der großen Nachfrage in jedem Bundesland eine eigene nationale Kontaktstelle. Der „Fonds Gesundes Österreich“ unterstützt „Betriebliche Gesundheitsförderung“ in Österreich finanziell. Dass „Betriebliche Gesundheitsförderung“ einen positiven Kosten-Nutzen Effekt hat, haben bereits viele Studien gezeigt. Der Nutzen ergibt sich sowohl für den Arbeitnehmer, den Arbeitgeber, die Sozialversicherungen und auch in weiterer Folge für die Gesellschaft und die Wirtschaft. Der ROI (Return of Investment) wird in Studien zwischen 1:2,5 und 1:10 angenommen. Dies bedeutet, dass jeder investierte Euro mindestens 2,5 bis 10 Mal zurückkommt. Allerdings sollte der Nutzen nicht nur finanziell gesehen werden, da sich manche Faktoren finanziell nicht messen lassen. Projekte zu „Betrieblicher Gesundheitsförderung“ können von unterschiedlicher Dauer sein. Mindestens sollte jedoch ein Jahr eingeplant werden, um einen gezielten Nutzen zu erreichen. Die Planung kann individuell geschehen. Meine qualitative Erhebung im Großbetrieb der Österreichischen Lotterien hat bewiesen, dass hier bereits sehr viele Maßnahmen aus den verschiedensten Bereichen gesetzt werden. Diese sind sowohl verhältnisorientiert als auch verhaltensorientiert. Die Beteilung an meiner Umfrage lag bei 19% (87 abgegebene Fragebögen). 86% aller Befragten haben angegeben, bereits ein oder mehrere Angebote in Anspruch genommen zu haben. Dieses Ergebnis zeigt ganz klar, dass „Betriebliche Gesundheitsförderung“ große Bedeutung hat. Am meisten in Anspruch genommen werden die Vorsorgeuntersuchung im Haus und die Impfaktionen. Am beliebtesten sind die geförderten Massagen und die Unterstützung bei Sportveranstaltungen. Gewünscht werden vor allem eine gesündere Kantine und ein Raum für Entspannung und Fitness. Besonders sticht heraus, dass 95% aller Befragten sehr gerne oder gerne in ihrem Unternehmen arbeiten. Im Großen und Ganzen bestätigt jedoch meine Umfrage die Arbeit der Österreichischen Lotterien. Empfehlenswert wäre jedoch eine Ganzheitsorganisation zu schaffen und nach dem Konzept des Europäischen Netzwerks für „Betriebliche Gesundheitsförderung“ zu arbeiten.

Schlagwörter in Deutsch

betriebliche Gesundheitsförderung

Abstract in English

The demographic evolution (society getting older, denatality) and the increase of age in which people start drawing their pension raises the provision of the health care system to a new level. Even the employer has to rethink the situation. The number of employees older than 45 years is growing and within the next few years they will be one of the biggest groups of the work force. Workplace health promotion for all generations has to play a major role in the future. In huge concerns workplace health promotion is already well established. These promotions are a modern business strategy. Most of these concerns show that it improves the efficiency of the individual organizations. In Austria these promotions started ten years ago. The Oberösterreichische Gebietskrankenkasse organized workplace health promotions in Austria and is the contact point to the European network for workplace health promotion. Because of the huge demand every province has its own contact point. Financial support in Austria comes from the “Fonds Gesundes Österreich” Many of the studies demonstrate the positive cost benefit of workplace health promotion. There is a benefit for the employer, the employee, the national insurance and also for the society and the economy. Studies have shown a return of investment between 1:2,5 and 1:10. This means that each Euro invested means a return of between 2,5 and 10 times. However the benefit should not only be seen from a financial pint of view, as some of these factors could not be measured financially. The implementation of health promotion in the workplace can vary length. However, one year is generally the minimum amount of time to acquire this benefit. Planning can happen individually. I started a qualitative study based on the Austrian lottery, which showed that this company still does a lot of workplace health promotions. These promotions are based both on condition and behavior. 19% answered the questionnaire (87 people took part in this questioner). 86% of all those interviewed had already taken up in one or more workplace health promotion. These results show the importance of such promotions. The most accessible part of the promotions are the preventative medical check-up and the vaccination campaigns. The most popular of the promotions are the sponsored massage and financial support for sport events. Above all, employees would prefer to have a healthier canteen and an area for relaxation and fitness. It turns out that 95% are very happy in their office. My inquiry confirms the work of the Austrian lottery. My recommendation for the Austrian lottery is to work with the European network for workplace healthcare promotion and to develop an entire concept.

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Lichtel, Miriam
Title: Betriebliche Gesundheitsförderung in Großunternehmen
Subtitle: nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesundheitsfördernde Programme in Anspruch?
Umfangsangabe: 127 S. : graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2008
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Kunze, Ursula
Assessor: Kunze, Ursula
Classification: 71 Soziologie > 71.99 Soziologie: Sonstiges
AC Number: AC07074227
Item ID: 3313
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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