Universitätsbibliothek Wien

The plurilingual approach

Schütter, Sonja (2014) The plurilingual approach.
Diplomarbeit, University of Vienna. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Dalton-Puffer, Christiane

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29775.90110.863159-3
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Abstract in English

Taking the current situation of modern foreign language education in Austria as point of departure, this thesis sets out to explore the potential of the plurilingual approach to diversify language education. Given the fact that modern foreign language provision in Austria is mainly dominated by the same limited set of languages, this study seeks to examine reasons for the relatively uniform language education and also tries to investigate a way out of uniformity. Against the background of more fluid and open concepts of language and multilingualism as well as the context of supranational and national language policies, possible chances and challenges of the plurilingual approach in the Austrian education system are discussed. The plurilingual approach to language learning and teaching as promoted by the Council of Europe and the CEFR constitutes a holistic and integrative approach to language education which considers the student’s whole linguistic repertoire. It thus includes and values all linguistic resources of the learner and is open for partial competence. Instead of adding more or different language subjects to the curriculum, this integrative approach could be a way to increase the number of different languages present in language education. Interviews with stakeholders who operate on different levels in the education system serve as data for the analysis. More precisely, the experiences and opinions of one person from the school authority, three principals and three teachers are analyzed. The main questions concern the actual situation of modern foreign language provision in the institutions on the one hand, and the feasibility of central aspects of the plurilingual approach to language teaching and learning on the other hand. With regard to the actual situation of language education, it emerged as utterly striking that the dominating set of languages seems to be extremely deeply rooted in the Austrian education system. It has been found that the longstanding tradition of the leading modern foreign languages English, French, Italian and Spanish is hardly ever questioned by all people involved. Other languages are considered to be less in demand, less attractive for schools and therefore of less value. Also, the stakeholders do not seem to see it as their task to diversify the offer of languages at their institutions, rather they claim to react to the demand. As to the plurilingual approach, it has to be noted that none of the respondents were on familiar grounds with the approach. The inclusion of the students’ mother tongues and of partial competences in language education were generally felt to be positive ideas. The organization into school subjects and other administrative challenges were however considered to be hurdles for the use of these resources. The adequate education and linguistic competence of teachers was also addressed as a major concern in the implementation of such an integrative approach. Overall, several organizational, administrative and financial issues for the implementation of the approach were raised by the respondents. Even though some of the respondents, especially teachers, showed openness to the approach, the feasibility of this certainly demanding approach to language teaching and learning in the current system has been questioned by all persons interviewed.

Schlagwörter in Englisch

plurilingual approach / diversity in language education

Abstract in German

Ein kurzer Blick auf den Fremdsprachenunterricht in Österreich zeigt, dass eine Handvoll Sprachen das Schulsystem dominieren. Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch sind bei weitem die meist gelernten Sprachen auf allen Schulstufen. Vor dem Hintergrund von offeneren und flexibleren Auffassungen von Sprache und dem Kontext supranationaler und nationaler Sprachenpolitik will diese Diplomarbeit Gründe für das relativ limitierte Sprachenangebot beleuchten und setzt sich mit dem plurilingualen Ansatz als Lösungsvorschlag für mehr Vielfalt im Sprachenunterricht auseinander. Der plurilinguale Ansatz des Sprachenlernens und –lehrens, wie von Europarat und GERS vorgeschlagen, stellt einen ganzheitlichen und integrativen Ansatz dar, der das gesamte sprachliche Repertoire des Lerners berücksichtigen soll. Kompetenzen in der Muttersprache, aber auch Teilkompetenzen werden in diesem Konzept genutzt und wertgeschätzt. Anstatt mehr oder andere Sprachenfächer zum Lehrplan hinzuzufügen, könnte mit diesem Ansatz mehr Vielfalt ins Sprachenlernen gebracht werden. Das Ziel der empirischen Studie ist es, die derzeitige Situation der Fremdsprachen an Schulen zu untersuchen und die Möglichkeiten des plurilingualen Ansatzes für mehr Vielfalt zu erforschen. Eine Person der Schulbehörde, drei DirektorInnen, sowie drei LehrerInnen wurden zu diesen Themen befragt. Basierend auf den Interviews mit den verschiedenen Akteuren des österreichischen Schulsystems wurden verschiedene Themen herausgearbeitet. Was das derzeitige Sprachenangebot angeht, enthüllten die Interviews, dass das traditionelle Fremdsprachenangebot von allen Beteiligten kaum hinterfragt und als gegeben hingenommen wird. Andere Sprachen als die dominierenden Sprachen werden als nicht nachgefragt, nicht attraktiv und deshalb als weniger wertvoll für die Schulen betrachtet. Außerdem empfanden es die Befragten nicht als ihre Aufgabe, Interesse an anderen Sprachen zu wecken. Der plurilinguale Ansatz als Lösungsvorschlag wurde von den Interviewten unterschiedlich bewertet. Generell muss hervorgehoben werden, dass zunächst keiner der Befragten vertraut mit dem Ansatz war. Ebenfalls herausgestrichen werden sollte, dass die höheren Instanzen im Schulsystem dem Ansatz kritischer gegenüber standen. Die Idee der Nutzung des gesamten sprachlichen Repertoires der Lerner wurde generell als positiv eingeschätzt. Dennoch hatten die Befragten Bedenken, in welchem Ausmaß Muttersprachen und Teilkompetenzen genutzt werden könnten. Die derzeitigen institutionellen Grenzen und auch administrative Hindernisse wurden vor allem in den Vordergrund gestellt. Außerdem wurden die notwendige sprachliche Kompetenz der Lehrpersonen und damit die Ausbildung der Lehrpersonen in Frage gestellt. Insgesamt wurden einige Herausforderungen organisatorischer, administrativer und finanzieller Natur identifiziert. Mögliche erste Schritte in Richtung eines integrativeren Sprachunterrichts könnten jedoch in Form von kleineren Projekten gesetzt werden.

Schlagwörter in Deutsch

Plurilingualer Ansatz / Sprachenvielfalt

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Schütter, Sonja
Title: The plurilingual approach
Subtitle: exploring possibilities for a more diversified language education in Austria
Umfangsangabe: S. 98
Institution: University of Vienna
Faculty: Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2014
Language: eng ... Englisch
Supervisor: Dalton-Puffer, Christiane
Assessor: Dalton-Puffer, Christiane
Classification: 17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.40 Angewandte Sprachwissenschaft: Allgemeines
AC Number: AC12060491
Item ID: 32916
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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