Universitätsbibliothek Wien

Die „Pax Mongolica“

Seber, Veronika Maria (2013) Die „Pax Mongolica“.
Diplomarbeit, Universität Wien. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Liedl, Gottfried

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29418.22383.971670-6
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Abstract in Deutsch

Der Begriff „Pax Mongolica“ steht für die Zeitspanne des relativen Friedens und der Stabilität unter der Mongolenherrschaft. Es handelt sich dabei aber nicht um einen großen, realen Friedensschluss, sondern um einen Begriff, der erst später für diesen Zeitraum gewählt wurde. Die Frage die sich stellt ist, wie passt dieser mongolische Frieden zum Bild der „Wilden Horde“, die bis nach Europa einfiel, ganze Landstriche zerstörte und Menschen tötete oder bis nach Asien verschleppte? Diese Arbeit soll zeigen, dass es, neben der zahlreichen Konflikte mit Gegnern außer- und innerhalb des Großreiches der Mongolen, ständig Bemühungen gab, ein funktionierendes System aufrecht zu erhalten. Basis bildete der Nah- und Fernhandel. Die Karawanenrouten über die Seidenstraßen wurden weitgehend gesichert, sodass Händler, Missionare und Abenteurer problemlos reisen konnten. Altbewährte Systeme wurden von den eroberten Völkern übernommen und adaptiert, um so die Stabilität des Reiches zu gewährleisten. Heiratspolitik, Reiseberichte von Missionaren und Kaufleuten, zahlreiche Gesandtschaften und Briefe diverser Päpste und mongolischer Herrscher sind Belege für die vielschichtigen Kontakte zwischen Ost und West und bestätigen die These einer „Pax Mongolica“. Kritikern dieser These darf man dahingehend zustimmen, dass es vorher und nachher auch Kontakte zwischen Europa und China gegeben hat, allerdings nicht in dieser Intensität. Selbst die Krisen zwischen den einzelnen Khanaten belegen nicht die Nichtfunktion, sondern das Funktionieren des Systems der Nützlichkeit.

Schlagwörter in Deutsch

Pax Mongolica / China / Mongolen / Bündnispolitik / Ilkhanat / Papst Gregor X. / Reiseberichte / Marco Polo / Fernhandel / Weltsystem

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Seber, Veronika Maria
Titel: Die „Pax Mongolica“
Untertitel: Wahrheit oder Utopie ; das Wunschdenken des Abendlandes
Umfangsangabe: 112 S. : Ill., Kt.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2013
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Liedl, Gottfried
BeurteilerIn: Liedl, Gottfried
Klassifikation: 15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte
15 Geschichte > 15.22 Geschichte der Entdeckungen
15 Geschichte > 15.79 China
15 Geschichte > 15.75 Asien: Allgemeines
15 Geschichte > 15.78 Südostasien
15 Geschichte > 15.33 Hoch- und Spätmittelalter
AC-Nummer: AC11158802
Dokumenten-ID: 30657
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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