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Learning about food quality in a social condition

Nobis, Johanna (2013) Learning about food quality in a social condition.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Lebenswissenschaften
BetreuerIn: Bugnyar, Thomas

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DOI: 10.25365/thesis.29925
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29089.54699.959870-5

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Abstract in English

In the changing environment of food generalists the possible confrontation with unpalatable or even toxic foods might involve potential dangers to an animal´s health or even survival. Individual trial and error learning is one way to cope with the changing palatability of foods, however, the use of a conspecific´s knowledge or experience would be a more efficient and also safer way to avoid potential dangers. In the present study it was investigated if common marmosets (Callithrix jacchus) are able to use a conspecific´s disgust reaction towards a preferred food made unpalatable as social cue to (1) inhibit the impulse to ingest the same food in a go / no-go task and (2) avoid a food patch containing unpalatable food by choosing an alternative food patch containing palatable food in a two choice task. The animals were tested in dyads in an experimental design without physical separation that provided close interaction and the possibility to scrounge. The scroung-ing paradigm was adopted to increase attention towards the demonstrator and thereby enhance social learning by observation. The results of this study indicated that common marmosets have major difficulties to inhibit the impulse to ingest presented food even after witnessing a conspecific´s clear disgust re-action towards this food. The introduction of an alternative food patch and thereby the possibility to avoid the unpalatable food increased the overall success rate, however the majority of the animals still performed at chance level. Nevertheless, the performance of two subjects was sig-nificantly successful, indicating that common marmosets have the capability of using a conspecific´s reaction towards food as social cue to avoid unpalatable food. The precise means by which these two subjects achieved success compared to the other tested animals however remain un-clear and require further investigation.

Schlagwörter in Englisch

Common marmoset / social learning / unpalatable food / scrounging / observational learning

Abstract in German

In der sich ständig verändernden Umwelt eines Nahrungsgeneralisten besteht die potentielle Gefahr, durch ungenießbare oder giftige Nahrung gesundheitlichen oder sogar tödlichen Schaden zu erleiden. Individuelles Lernen durch Versuch und Irrtum ist eine Möglichkeit, mit der sich ändernden Genießbarkeit von Nahrung umzugehen, ein effizienterer und sichererer Weg aber wäre es, das Wissen und die Erfahrungen eines Artgenossen zu nutzen. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob Weißbüschelaffen (Callithrix jacchus) dazu fähig sind, die negative Reaktion eines Artgenossen auf ein bevorzugtes aber ungenießbar gemachtes Futter als sozialen Hinweis zu nutzen, um (1) den Impuls zu unterdrücken, das selbe Futter in einem Go / No-Go Versuch zu konsumieren und (2) einen Futterplatz, der ungenießbares Futter enthält durch die Auswahl eines alternativen Futterplatzes, der genießbares Futter enthält, zu vermeiden. Die Versuchstiere wurden in Zweiergruppen getestet, das experimentelle Design ohne physikalische Trennung ermöglichte nahe Interaktionen zwischen den Individuen und die Möglichkeit, Futter zu stehlen. Das Modell des Futterstehlens wurde angewendet um die Aufmerksamkeit auf den Demonstrator-Affen und dadurch soziales Lernen durch Beobachtung zu erhöhen. Die Ergebnisse dieser Arbeit deuteten an, dass Weißbüschelaffen große Schwierigkeiten haben, den Impuls zu unterdrücken, präsentiertes Futter zu konsumieren, sogar nachdem sie eine deutlich negative Reaktion eines Artgenossen auf besagtes Futter beobachten konnten. Das Vorhandensein eines alternativen Futterplatzes und die dadurch gegebene Möglichkeit, das ungenießbare Futter zu umgehen, erhöhte die allgemeine Erfolgsrate. Dennoch blieb die Leistung der meisten Tiere auf Zufallsniveau. Zwei Versuchstiere waren allerdings signifikant erfolgreich, was darauf hindeutet, dass Weißbüschelaffen grundsätzlich die Fähigkeit besitzen, die Reaktion auf Futter eines Artgenossen als sozialen Hinweis auf die Genießbarkeit dieses Futters zu nutzen und dadurch die Konsumation dieses Futters zu vermeiden. Welche konkreten Mechanismen von diesen beiden Individuen letztlich genutzt wurden konnte im Rahmen dieser Arbeit nicht endgültig geklärt werden.

Schlagwörter in Deutsch

Weißbüschelaffen / soziales Lernen / ungenießbares Futter / Futterstehlen / Lernen durch Beobachtung

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Nobis, Johanna
Title: Learning about food quality in a social condition
Subtitle: can common marmosets (Callithrix jacchus) use a conspecific's reaction towards food as a social cue to avoid unpalatable food?
Umfangsangabe: 53 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Lebenswissenschaften
Publication year: 2013
Language: eng ... Englisch
Supervisor: Bugnyar, Thomas
Assessor: Bugnyar, Thomas
Classification: 42 Biologie > 42.69 Spezielle Zoologie: Allgemeines
AC Number: AC11068112
Item ID: 29925
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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