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Specificity and Differential Object and Subject Marking in Turkish

Laszakovits, Sabine (2013) Specificity and Differential Object and Subject Marking in Turkish.
Diplomarbeit, Universität Wien. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Prinzhorn, Hans Martin

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30363.06635.253754-0
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Abstract in Englisch

This thesis investigates the role of specificity in Turkish case marking. Turkish exhibits two phenomena known as Differential Object Marking (DOM) and Differential Subject Marking (DSM), i.e., 'regular' case marking on direct objects (accusative) and on subjects of subordinate clauses (genitive) alternates with zero/nominative marking. There can be two reasons for structural case marking in Turkish. The first reason is semantic: Objects and subjects in base position receive marking (mostly) by the criteria specificity and definiteness. I discuss the semantic aspects of specificity independently of Turkish and show that many case observations can indeed be explained by different types of specificity. The second reason is syntactic: In any other syntactic position or in the presence of an agreement head, case marking is forced and can therefore not indicate semantic criteria. In some subordinate clauses, case marking is suppressed, which yields the same neutralization effect. Syntactic case marking thus overrides semantic case marking. Cross-linguistically speaking, it is common to adopt a view on DO/SM that case marks objects or subjects when they become too alike. Turkish, however, refutes this approach as it uses case marking to convey semantic information on the constituent irrespective of other constituents. Crucially, Turkish DSM provides counterexamples against Aissen (2003), who claims that case marking is expected on definite objects and indefinite subjects, but Turkish clearly marks definite objects and definite subjects. I agree with most of the literature on Turkish that Turkish is a strong example contra functional DO/SM and pro language-individual accounts.

Schlagwörter in Englisch

specificity / Turkish / DOM / DSM / accusative / genitive

Abstract in Deutsch

Diese Arbeit untersucht die Rolle von Spezifität im türkischen Kasussystem. Im Türkischen werden zwei Phänomene, die als differentielle Objektmarkierung (DOM) und differentielle Subjektmarkierung (DSM) bekannt sind, deutlich. Das bedeutet, dass die Kasusmarkierung an direkten Objekten (Akkusativ) und diejenige an Subjekten von Nebensätzen (Genitiv) mit Null-Markierung/Nominativ alterniert. Im Türkischen gibt es zwei Gründe für strukturelle Kasusmarkierung: 1. Semantische Gründe: Für Objekte und Subjekte in Basisposition sind (hauptsächlich) die Kriterien Spezifität und Definitheit ausschlaggebend. Ich diskutiere die semantischen Aspekte von Spezifität unabhängig vom Türkischen und zeige, dass in vielen Fällen Kasus durch verschiedene Typen von Spezifität erklärt werden kann. 2. Syntaktische Gründe: In anderen syntaktischen Positionen oder in der Gegenwart eines Kongruenzmorphems wird Kasusmarkierung erzwungen und kann daher nicht semantische Kriterien aufzeigen. Außerdem wird in manchen Nebensätzen Kasus unterdrückt, was zum selben Neutralisationseffekt führt. Syntaktische Kasusmarkierung hat daher Vorrang gegenüber semantischer Kasusmarkierung. Sprachübergreifend wird oft die Sichtweise von DO/SM angenommen, Objekte und Subjekte zu markieren, wenn sie einander zu ähnlich werden. Türkisch widerlegt diesen Ansatz, da Kasusmarkierung semantische Informationen an der Konstituente unabhängig von derjenigen an anderen Konstituenten anzeigt. Entscheidend ist, dass Türkisch Gegenbeispiele gegen Aissen (2003) vorbringt, die Kasusmarkierung an definiten Objekten und indefiniten Subjekten erwartet, im Türkischen aber werden definite Objekte und definite Subjekte markiert. Ich schließe mich dem Großteil der Literatur über Türkisch dahingehend an, dass diese Sprache starke Evidenz gegen funktionale DO/SM und für einzelsprachliche Erklärungen liefert.

Schlagwörter in Deutsch

Spezifität / Türkisch / DOM / DSM / Akkusativ / Genitiv

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Laszakovits, Sabine
Titel: Specificity and Differential Object and Subject Marking in Turkish
Umfangsangabe: VIII, 119 S. : graph. Darst.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2013
Sprache: eng ... Englisch
BetreuerIn: Prinzhorn, Hans Martin
BeurteilerIn: Prinzhorn, Hans Martin
Klassifikation: 17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.52 Syntax
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.55 Morphologie, Wortbildung
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.56 Semantik
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.50 Allgemeine Grammatik
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.87 Türkische Sprachen und Literaturen
AC-Nummer: AC11039780
Dokumenten-ID: 29147
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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