Universitätsbibliothek Wien

Trans*Kulturalität in Ecuador

Becker, Greta-Marie (2013) Trans*Kulturalität in Ecuador.
Masterarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Holzleithner, Elisabeth

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29529.95823.678355-0
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Abstract in Deutsch

Der südamerikanische Subkontinent ist derzeit von hochgradig komplexen politischen, sozialen und ökonomischen Prozessen gekennzeichnet. Einerseits werden polit-ökonomische Umstrukturierungsprozesse, die im Zuge der in den 1980er Jahren einsetzenden Neoliberalisierung begannen, weiter vorangetrieben. Andererseits bahnen sich Vorschläge für eine fundamentale gesellschaftliche Neuordnung ihren Weg in die Staatspolitik mehrerer Länder. In Ecuador haben sich im Zuge der neoliberalen Umstrukturierung spezifische Formen des sozialen Protestes herausgebildet, welche nicht nur das kapitalistische Weltwirtschaftssystem in Frage gestellt, sondern auf der Spurensuche nach der eigenen Vergangenheit, nach alternativen Gesellschaftsmodellen und möglichen Formen selbstbewusster lateinamerikanischer Identitätsbildung eine Revision der kolonialen und imperialen Geschichtsschreibung eingeleitet haben. In diesem Rahmen wird kulturelle Differenz als bereichernde Vielfalt aufgewertet und so halten ehedem marginalisierte Wissensbestände Einzug in den politischen Mainstream. Unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen politischen (Interkulturalitäts-)Debatten und der andinen Konzeptualisierung des „Sumak Kawsay“ [Das Gute Leben bzw. das Leben in Fülle] analysiert diese Master Thesis die Verhandlung von (Trans*-)Sexualität in Ecuador. Welchen Raum können nicht-heteronormative Existenzweisen in diesem besonderen politischen Klima für sich beanspruchen? Ausgangspunkt für diese Analyse sind die Perspektiven sexuell diskriminierter Menschen, d.h. vor allem von Trans*- sowie nicht-heterosexuellen Personen. Am Beispiel der politischen Arbeit des PROYECTO TRVNSGÉN3RO, Teilkollektiv der Confederación Ecuatoriana de las Comunidades Trans e Intersex (CONFETRANS), wird untersucht, welche Strategien von Trans*(gender)-Kollektiven im Zuge der Ausarbeitung der neuen Verfassung von 2008 und in den Folgejahren angewendet werden. Den theoretischen Rahmen für die Arbeit bietet dabei die Dekoloniale Theorie.

Schlagwörter in Deutsch

Ecuador / Sumak Kawsay / Buen Vivir / Dekoloniale Theorie / Interkulturalität / Transkulturalität / Kolonialität / Fragmentierte Moderne in Lateinamerika / Soziale Bewegungen / TLGBI / Transgender / Transsexualität / Sexualität und Kolonialisierung

Abstract in Englisch

Profoundly complex political, social and economic processes have recently marked the subcontinent of South America. On the one hand political and economical restructuring, initiated in the 1980s in the context of neoliberal reforms has continuously advanced, while on the other hand proposals for a fundamental social reorganization have been introduced into the political agendas of several states. Specific forms of social protest have developed in the context of neoliberal reforms in Ecuador, which do not only question the global system of a capitalist economy, but also initiate a revision of the colonial and imperial historiography by tracking their own past and developing alternative models of society together with possible formations of self-confident Latin American identities. In this concept, cultural differences are appreciated for the enriching effects of diversity. Marginalized bodies of knowledge fill the political space of mainstream politics. Within this context, this master thesis analyses the negotiation of (trans*)sexuality in contemporary Ecuador, taking political and intercultural debates, as well as the Andean concepts of “sumac kawsay“ (the good life, a life to the fullest) under special consideration. What space does this political climate leave for non-heteronormative ways of life to occupy and thrive in? The perspectives of sexually discriminated people, especially trans* and non-heterosexuals, are the basis for this analysis. The political work of PROYECTO TRVNSGÉN3RO, a collective part of the Confederación Ecuatoriana de las Comunidades Trans e Intersex (CONFETRANS), will serve as the prime example. Within the theoretical framing of the decolonial theory, this paper will examine the strategies used by trans*(gender) collectives during the design of the new constitution in 2008 and subsequent years.

Schlagwörter in Englisch

Ecuador / Sumac Kawsay / Buen Vivir / Decolonial Theory / Interculturality / Transculturality / Coloniality / Fragmented Modernity in Latin America / Social Movments / TLGBI / Transgender / Transsexuality / Colonization and Sexuality

Dokumentenart: Hochschulschrift (Masterarbeit)
AutorIn: Becker, Greta-Marie
Titel: Trans*Kulturalität in Ecuador
Untertitel: interkultureller Trans*gender-Aktivismus als dekoloniale Bewegung
Umfangsangabe: 172 S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publikationsjahr: 2013
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Holzleithner, Elisabeth
BeurteilerIn: Holzleithner, Elisabeth
Klassifikation: 73 Ethnologie, Volkskunde > 73.44 Sexualität, Geschlecht
15 Geschichte > 15.88 Mittelamerika, Südamerika
89 Politologie > 89.62 Politische Bewegungen
AC-Nummer: AC11206391
Dokumenten-ID: 28755
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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