Universitätsbibliothek Wien

Das römische Gräberfeld von Pottenbrunn

Hölbling, Eva (2008) Das römische Gräberfeld von Pottenbrunn.
Dissertation, University of Vienna. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Scherrer, Peter
Gesperrt bis: 27 October 2011

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29357.87326.560263-5

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Abstract in German

Im Zuge des Ausbaues der Westbahn wurde auf der Flur Leberfeld in Pottenbrunn ein römisches Gräberfeld teilweise ergraben. Gegen Ende des 2. Jh. wird mit Brandbeisetzung innerhalb von Gräbengärtchen mit einer südlichen Zugangsöffnung begonnen. Die Brandgräbern waren mit einem kleinen Hügel bedeckt. Um die Hügel gruppieren sich in einer zweiten Phase Brandgräber ohne Überhügelung bis Mitte des 3. Jh. Das charakteristische Beigabeninventar beinhaltet Keramikgefäße aber kaum Trachtbestandteile und Schmuckgegenstände. Ende des 3. Jahrhunderts beginnt die Belegung mit Körpergräbern. Aus dieser Anfangsphase lassen sich nur drei Bestattungen in einer losen Gruppe am östlichen Rand gesichert feststellen. Die Spätantike bringt in der 2. Hälfte des 4. bis Anfang 5. Jh. eine starke Belegung mit Körpergräbern, Funde aus der ersten Hälfte des 4. Jh. fehlen bisher. Die Körperbestattungen verteilen sich zwischen den Brandgräbern. Die Hauptausrichtung ist Ost–West, die gestreckte Rückenlage vorherrschende Bestattungslage. Das charakteristische Beigabeninventar enthält vorwiegend Glasgefäße sowie eine Münze. Die Fundlage von Trachtbestandteilen und Grabbeigaben entspricht den üblichen Deponierungen spätantiker Gräberfelder. Körpergräber sind dürftiger, schematischer und mit Betonung auf Glasgefäßen und Münzen. Für Brandgräber charakteristisch sind Keramikgefäße. Auffällig ist, dass im Fundmaterial des Gräberfeldes Lampen, Räucherkelche, Balsamarien, Keramikvotive, Krüge in den Brandgräbern und Teller in den Körpergräbern völlig fehlen. Daraus lässt sich ein Bild für das ländliche Gräberfeld zeichnen, das konservativ ausgestattet wurde und sich in Mittelkaiserzeit und in Spätantike auf einige Gefäßtypen beschränkt. Es handelt sich nicht unbedingt um das Gräberfeld zu einer Villa rustica, sondern die Bestattungen können auch zu einem Vicus gehören.

Schlagwörter in Deutsch

Pottenbrunn / Gräberfeld / Austria Romana / Ufernoricum / Aelium Cetium / römisches Gräberfeld / Römer

Abstract in English

Towards the end of the 2nd century on the plain Leberfeld in Pottenbrunn cremation burials started inside funerary gardens with southern entrances. The central burial was crowned by a small mound. During a second period until the middle of the 3rd century cremation burials without mounds were added in the space between the older mounds. The characteristic equipment were ceramic containers, but scarcely attire and jewellery. Towards the end of the 3rd century inhumation burials started. Only three burials, situated on the eastern edge, are certainly from this period. During the late antiquity (2nd half of the 4th century – beginn of the 5th century) a strong occupancy with inhumation burials took place, finds of the 1st half of the 4th century are missing thus far. These inhumations spread out between the mounds and the cremation burials. Their main orientation is east to west and a supine postion. The characteristic inventory were glass containers and a coin. Attire and equipment were situated on the usual places in cemeteries of that period. Inhumations burials are more stereotyped, humble and with a clear emphasis on glass containers and coins, while ceramic containers are characteristic for cremations. The absence of lamps, balsamarias, votive figurines, jugs in cremation burials and plates in inhumation burials is remarkable. This fact creates a picture of the rural cemetery, which is conservatively equipped and constricted to a few container types. It is not necessarily the cemetery of a villa rustica, but could easily be the one of a vicus.

Schlagwörter in Englisch

Pottenbrunn / Roman cemetery

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Hölbling, Eva
Title: Das römische Gräberfeld von Pottenbrunn
Subtitle: Untersuchungen zur Bevölkerung des ländlichen Raumes um Aelium Cetium ; die Grabungen des Bundesdenkmalamtes der Jahre 2000 - 2002
Umfangsangabe: getr. Zählung : Ill.
Institution: University of Vienna
Faculty: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2008
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Scherrer, Peter
Assessor: Scherrer, Peter
2. Assessor: Gassner, Verena
Classification: 15 Geschichte > 15.17 Klassische Archäologie
AC Number: AC05039339
Item ID: 2660
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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