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The use of tense and aspect in the writing of 12th grade Austrian learners of English

Komaier, Erika (2013) The use of tense and aspect in the writing of 12th grade Austrian learners of English.
Diplomarbeit, University of Vienna. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Dalton-Puffer, Christiane

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30434.32833.991866-7
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Abstract in English

The acquisition of the English tense and aspect system is a severe problem for German learners of English, even at an advanced level. This fact can also be observed in the test papers of 12th grade Austrian students, which served as the empirical data for my thesis. Generally speaking, the reasons for these difficulties might be the lack of grammatical aspect marking in German and the fact that aspect forms as such are not mentioned in the English classroom but are taught as tense forms. As the theoretical basis of my empirical analysis, I discuss both traditional (Reichenbach 1947, Vendler 1974) and current perspectives (Comrie 1976, 1985, DeClerck 1991, 1995, Binnick 1991, Klein 1994) on the English tense and aspect system and draw a comparison between the English and German tense and aspect system. Reichenbach’s three parameters of temporal reference - event time (E), speech time (S) and reference time (R) -, which are related to each other on a timeline and can be used to identify all tense and aspect distinctions, continue to be influential in research on tense and aspect. Criticisms and suggestions, however, are also taken into consideration. Relevant research on the acquisition of English aspect in second language acquisition in general and for German-speaking learners in particular is also reviewed. The still limited research on the acquisition of English aspect by native speakers of Austrian German was explored with respect to possible consequences of the differences and similarities between the different standard variants of German as a pluricentric language. To account for the effect of morphological similarities between German and English, the phenomena of transfer and interference are discussed and integrated in the analysis. The aim of my empirical study was to determine, on the one hand, the distribution and frequency of tense and aspect errors and, on the other hand, identify recurring error clusters or patterns. The data consisted of 30 test papers written by students in their final year before their A-levels. Corder’s (1974) five step error analysis served as the method for analysing the errors in the test papers and three main error categories were distinguished (tense, aspect and tense-aspect combination errors), while each error was also categorized according to the specific tense and aspect forms used and not-used. Consequently, the errors were analyzed from both a quantitative and qualitative perspective. The results from previous studies were mainly corroborated by my study, but some new insights could also be gained. A key finding was that interference between the learners’ first language German and the second language English was the main source of error in the students’ tests. Other errors occurred due to the lack of knowledge of specific rules of English grammar, and some errors were the result of oversight or pressure in the test situation. Building the individual tense and aspect forms, however, did not present any difficulties for the learners. In more detail, the analysis showed an overuse of the progressive apparently resulting from the non-existence of a progressive form in German. The opposite situation was observed with the perfective aspect, which was more frequently not used than used in the errors analyzed. The use of the Present Perfect Tense in particular proved a highly problematic issue, as well as the non-use of the Present Simple for facts and the use of the Future Tense due to the use of Präsens for future meaning in German. Moreover the non-use of the Present Simple for facts was a common error in the data. These results further support already existing recommendations for how to reduce errors in the field of tense and aspect: Second language teaching should explain the concepts of aspect and interference, and use contrastive analysis between English and German to facilitate the acquisition of English tense and aspect.

Schlagwörter in Englisch

tense / aspect / lexical aspect / grammatical aspect / perfective / progressive / contrastive grammar German English / second language acquisition / SLA / error analysis / EA / interference / transfer / study

Abstract in German

Im Zweitspracherwerb ist der Fehlgebrauch von Zeit- und Aspektformen des Englischen für Lernende mit deutscher Muttersprache oft ein gravierendes Problem und das selbst bei fortgeschrittenem Niveau. So auch bei Englischschularbeiten einer Maturaklasse, dem Gegenstand der empirischen Untersuchung in dieser Diplomarbeit. Auch in der Forschungsliteratur dokumentierte Gründe dafür sind unter anderem der nicht vorhandene grammatikalisch markierte Aspekt im Deutschen und der daraus resultierende Umstand, dass die Verbalkategorie Aspekt als solches im Englischunterricht weder erwähnt noch erklärt, sondern fälschlicherweise als Zeitform besprochen wird. Grundlegende (Reichenbach 1947, Vendler 1974) und aktuelle theoretische Perspektiven (Comrie 1976, 1985, DeClerck 1991, 1995, Binnick 1991, Klein 1994) auf Zeitformen und Aspekt der englischen Sprache dienen als Grundlage der empirischen Untersuchung, ebenso wie der Vergleich mit dem Zeit- und Aspektsystem der deutschen Sprache. Das von Reichenbach eingeführte Tempusmodell mit den drei Zeitpunkten Ereigniszeit (E), Sprechzeit (S) und Referenzeit (R), mit dessen Hilfe sich alle Tempora näher bestimmen in Relation setzen lassen, ist nach wie vor sehr einflussreich in dem Forschungsgebiet der Zeit- und Aspektanalyse; dennoch wurden für die vorliegende Diplomarbeit auch Kritikpunkte, Ergänzungs- und Änderungsvorschlage berücksichtigt. Als weitere Grundlage für die Analyse dient die Forschung zum Zweitspracherwerb des Englischen im Allgemeinen und durch Lerner mit Erstsprache Deutsch im Besonderen. Da es sich beim Datenmaterial um Texte von SprecherInnen der österreichischen Standardvariante des Deutschen handelt, wird auch auf etwaige Unterschied zu anderen Varianten des Deutschen als plurizentrische Sprache eingegangen, gerade weil der Forschungsstand zum Erwerb des englischen Zeit- und Aspektsystems durch diese spezielle Gruppe noch überschaubar ist. Aufgrund der zahlreichen morphologischen Ähnlichkeiten zwischen Deutsch und Englisch werden die Zweitspracherwerbsphänomene des zwischensprachlichen Transfers und der Interferenz besprochen und in der Analyse mit einbezogen. Die empirische Studie verfolgte das Ziel, einerseits die Verteilung und Häufigkeiten der Zeit- und Aspektfehler zu bestimmen, andererseits auch sich wiederholende Muster und Fehlerquellen zu identifizieren. Als Datenmaterial dienten 30 Schularbeiten einer 8. Klasse AHS. Die Fehleranalyse wurde mittels der fünf Schritte von Corder (1974) durchgeführt und drei Fehlergruppen unterschieden: Zeit, Aspekt und Zeit-Aspekt-Kombinationsfehler, wobei jeder Fehler für sich nach der verwendeten und nichtverwendeten korrekten Form kategorisiert wurde. Die so kategorisierten Fehler wurden quantitativ und qualitativ analysiert. Die Ergebnisse decken sich zum Großteil mit bereits vorhandenen Studien, es zeichneten sich jedoch auch neue Ergebnisse ab. Es wurde bestätigt, dass vor allem Interferenz als Hauptfehlerquelle für Zeit und Aspektfehler gesehen werden kann. Ebenso wurden die unvollständige Beherrschung der Grammatikregeln – und zwar nicht in Hinblick auf die Bildung sondern die Bedeutung von Zeit- und Aspektformen –, aber auch Flüchtigkeitsfehler aufgrund der Stresssituation während der Schularbeit festgestellt. Es zeigte sich, dass der progressive Aspekt weit häufiger falsch verwendet wird als falsch nicht-verwendet, was auf das Fehlens des Aspekts im Deutschen zurückzuführen war. Beim perfektiven Aspekt hingegen zeigt sich das gegenteilige Bild, er wird häufiger falsch nicht-verwendet als falsch verwendet. Insbesondere der Gebrauch der Present Perfect Tense erwies sich als problematisch, ebenso wie der der Future Tense aufgrund der Verwendung des Präsens für Zukünftiges im Deutschen. Die Nichtverwendung der Present Simple für Fakten war schließlich auch ein häufiger Fehler im Datenmaterial. Diese Ergebnisse untermauern die in der Literatur bereits skizzierte Empfehlung, dass, um Zeit- und Aspektfehler zu reduzieren, Aspekt und Interferenz im Englischunterricht erklärt und eine kontrastive Analyse zwischen Deutsch und Englisch durchgeführt werden sollten.

Schlagwörter in Deutsch

Zeitformen / Aspekt / lexikalischer Aspekt / grammatikalischer Aspekt / perfektiv / progressiv / kontrastive Grammatik Deutsch Englisch / Englisch als Zweitsprache / Interferenz / Transfer / Fehleranalyse / Studie

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Komaier, Erika
Title: The use of tense and aspect in the writing of 12th grade Austrian learners of English
Umfangsangabe: 158 S. : Ill., graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2013
Language: eng ... Englisch
Supervisor: Dalton-Puffer, Christiane
Assessor: Dalton-Puffer, Christiane
Classification: 17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.43 Zweitsprachenerwerb
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.51 Einzelne Theorien der Grammatik
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft: Allgemeines
AC Number: AC10839800
Item ID: 26289
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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