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Ameisen als Arzneimittel

Klacar, Jasna (2008) Ameisen als Arzneimittel.
Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Lebenswissenschaften
BetreuerIn: Kubelka, Wolfgang

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30427.27690.281062-8
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Abstract in Deutsch

Die Ameisen wurden schon immer von den Menschen bewundert und als Beispiel für Fleiß genannt, unbekannt ist aber, wann sie zum ersten Mal als Arzneidroge erkannt und als solche auch geschätzt wurden. Schriftlich erwähnt hat sie bereits Plinius im 1. Jh. nach Christus. In der westlichen Literatur werden aber auch Araber als die ersten Autoren der medizinischen Anwendung von Ameisen bezeichnet. Bekannt ist allerdings, dass Araber viele ältere Schriften übersetzt und so der westlichen Kultur zugänglich gemacht haben. Da das 18. Jh. einen Höhepunkt für die Anwendung tierischer Drogen darstellt, sind ab dieser Zeit auch die Ameisen in der Literatur vermehrt zu finden. Bis dahin handelte es sich um überlieferte Erfahrungen, die man teilweise direkt aus der Antike übernommen hatte. Auch im 18. Jh. war die Anwendung noch rein empirischer Art, zumindest bei den meisten tierischen Drogen. Zu dieser Gruppe zählen auch die Ameisen, die bis heute nicht umfassens erforscht sind. Ihre Anwendung und Wirkung begrenzte man auf die reizende Wirkung der enthaltenen Ameisensäure. Daher wurden sie dort angewandt, wo diese Reize eine für den Patienten erwünschte Antwort des Körpers hervorruft. Mit diesen Erkenntnissen und Anwendungsmöglichkeiten wird das Kapitel der medizinischen Anwendung von Ameisen im 19. Jh. abgeschlossen, wo sie in der Literatur nur noch selten als Arzneimittel erwähnt werden. Mit dem Anfang des 20. Jh. versucht man viele empirisch angewandte Arzneimittel bzw. deren Inhaltsstoffe zu erforschen, und stieß dabei auf bis dahin unbekannte Ameisenarten, die viel aggressiver auf Angriff reagieren als die uns bekannten einheimischen Arten. „Auf Angriff“ deshalb, weil die Ameisensäure und andere Giftstoffe, die von Ameisen produziert werden, ausschließlich der Verteidigung bzw. der Alarmierung der eigenen Artgenossen dienen sollten. Die letzten zwei Jahrhunderte weisen keine wesentlichen Fortschritte in der Erforschung von Ameisen als Arzneimittel auf. Der Grund liegt sicher auch darin, dass es noch sehr viele unbekannte Arten gibt, die es noch zu erforschen und zu klassifizieren gilt. Anfänge sind aber gemacht, und es gibt immer wieder Wissenschafter, die darin ihre Aufgabe sehen dieses noch sehr unbekannte Gebiet zu beschreiten. In der vorliegenden Diplomarbeit wurde der Versuch gemacht, eine Übersicht über die in der Literatur beschriebenen Anwendungen von Ameisen und Ameisensäure als Arzneimittel zu geben. Dabei zeigte sich, dass Ameisen- trotz früher Erwähnungen schon in der Antike- erst im 18. Jahrhundert einen wichtigen Platz in der offiziellen Medizin einnahmen. Mit der Anwendung synthetischer Arzneistoffe verloren sie ihre medizinische Bedeutung fast völlig und sind heute nur noch in der Tradition volksmedizinischer Behandlungsweisen und in kleinem Ausmaß als homöopathisches Arzneimittel zu finden.

Schlagwörter in Deutsch

Ameisen / Ameisensäure

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Klacar, Jasna
Titel: Ameisen als Arzneimittel
Untertitel: von der Antike bis zur Gegenwart
Umfangsangabe: 79 S. : Ill.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Lebenswissenschaften
Publikationsjahr: 2008
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Kubelka, Wolfgang
BeurteilerIn: Kubelka, Wolfgang
Klassifikation: 44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC-Nummer: AC07130855
Dokumenten-ID: 2593
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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