Universitätsbibliothek Wien

Kupferhalde Knappenberg

Weiss, Yasmin Sarina (2013) Kupferhalde Knappenberg.
Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Lebenswissenschaften
BetreuerIn: Lichtscheidl-Schultz, Irene

[img]
Vorschau
PDF-Dokument
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

Download (14Mb)
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30158.36968.976763-5
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30158.36968.976763-5

Link zu u:search

Abstract in Deutsch

Die Schwermetallhalde am Knappenberg bei Edlach an der Rax (NÖ, AUT) zeichnet sich durch eine ausgeprägte azonale Vegetation aus, welche artenreich an Flechten ist und eine deutliche Abgrenzung zum umliegenden Wald zeigt. Bei Vegetationsaufnahmen auf der Halde und im unmittelbaren Umfeld wurden gesamt 38 Gefäßpflanzenarten, 14 Moosarten und 18 Flechtenarten bestimmt. Direkt auf der Abraumhalde wachsen mit Rumex acetosella, Pohlia drumondii und Porpidia macrocarpa drei für Schwermetallstandorte charakteristische Arten. Der Wald über Prebichlschichten auf der südlichen Seite der Halde ist geprägt von säureliebenden Moosen und Gräsern, während die nördliche Seite über Werfener Schiefer einen deutlich höheren Artenreichtum aufweist. Die Ergebnisse der Humusbestimmung bestätigten, dass auf der Halde der Humusanteil im Boden geringer als im umliegenden Wald ausfällt. Die gemessenen pH-Werte des Bodens zeigen einen deutlichen Gradienten: im Wald pH <3,5, auf der Halde pH >4. Der überraschend hohe pH-Wert der Halde ist wahrscheinlich auf Vorkommen karbonatischer Erzminerale wie Ankarit, Sidarit, Azurit und Malachit zurückzuführen. Neben der hohen Schwermetallbelastung (9.000 ppm Cu) wurden weitere Stressfaktoren für Pflanzen identifiziert. Die Daten der Klimamessung bestätigen die Annahme, dass das Klima während eines Tages auf der Halde stärkeren Schwankungen unterliegt als am Haldenrand bzw. im Wald. Die Wasserhaltekapazität des Bodens ist gering. Anorganische Nährstoffe fehlen fast vollständig, sogar Eisen ist kaum verfügbar, obwohl die Halde aus Eisenerz besteht (250.000 ppm Fe). Diese Ergebnisse zeigen, dass auch hohe Schwermetallkonzentrationen eine geschlossene Vegetationsdecke und eine relativ hohe Biodiversität nicht verhindern, solange andere Parameter wie pH, Mikroklima und Humusgehalt günstig sind.

Schlagwörter in Deutsch

Kupfer / Rumex acetosella / Schwermetalle / Knappenberg / Abraummaterial / Abraumhalde

Schlagwörter in Englisch

copper / Rumex acetosella / heavy metals / Knappenberg / mine waste / spoil heap

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Weiss, Yasmin Sarina
Titel: Kupferhalde Knappenberg
Untertitel: vergleichende Analyse der azonalen Vegetation und Bodenparameter von einer Schwermetallhalde (Cu, Mn) und des umliegenden Waldes bei Hirschwang (NÖ, AUT)
Umfangsangabe: VI, 244 S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Lebenswissenschaften
Publikationsjahr: 2013
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Lichtscheidl-Schultz, Irene
BeurteilerIn: Lichtscheidl-Schultz, Irene
Klassifikation: 30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines
42 Biologie > 42.90 Ökologie: Allgemeines
43 Umweltforschung, Umweltschutz > 43.63 Umweltbelastung durch Industrie, Bergbau und Energieerzeugung
AC-Nummer: AC10719490
Dokumenten-ID: 25310
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen) Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen)