Universitätsbibliothek Wien

Genese, Struktur und Vegetation einer nordburgenländischen Weinbaulandschaft am Beispiel Jois / Winden

Fuchs, Ilona Hilda (2008) Genese, Struktur und Vegetation einer nordburgenländischen Weinbaulandschaft am Beispiel Jois / Winden.
Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Lebenswissenschaften
BetreuerIn: Wrbka, Thomas

[img] PDF
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

Download (25Mb)
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29063.63178.568655-5
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29063.63178.568655-5

Link zu u:search

Abstract in Deutsch

Die Arbeit behandelt folgende zwei Fragen: 1. Wie stellt sich der Zusammenhang zwischen sekundärer Landschaftsstruktur und Biodiversität in einer über Jahrhunderte genutzten Weinbaukulturlandschaft dar? 2. Welche Verfahren erlauben bei punktueller Auswahl der Aufnahmeflächen eine flächendeckende Aussage über die Qualität der Vegetation? Anhand von geschichtlichen Daten und historischem Kartenmaterial wird die Territorialentwicklung des Burgenlandes und die sukzessive Waldrodung und sukzessive Erweiterung der landwirtschaftlich genutzten Flächen nachvollzogen. Datenmaterial des Statistikreferates der Burgenländischen Landesamtsdirektion bildet die Grundlage für die Darstellung der aktuellen Bevölkerungsentwicklung des nordburgenländischen Raumes und die Verschiebung der Betätigungsfelder von Landwirtschaft zu Handel und Dienstleistung, wobei die Hälfte der im Burgenland in der Landwirtschaft Erwerbstätigen im Bezirk Neusiedl am See tätig ist. Das Arbeitsgebiet in Form eines 4 km langen und 1 km breiten Transekts wurde nach dem Konzept der modernen Landschaftsökologie nach FORMAN & GODRON (1986) kartiert. Es zeigt sich von Norden nach Süden ein Übergang von weinbaudominierter zu ackerbaudominierter Kulturlandschaft. In der Weinbaulandschaft finden sich noch respektable Netzwerke in Form von Hecken und Feldgehölzen. In der Ackerbaulandschaft sind diese nur marginal in Form von Feldwegen vorhanden. Die Hemerobie und der Anteil der stark durch anthropogenen Einfluss gestörten Flächen steigen von Weinbau zu Ackerbau. Die Diversität sinkt von Weinbau zu Ackerbau nur unerheblich. Beide Bewirtschaftungsformen wirken sich auf die Artenvielfalt in vergleichbar restriktiver Form aus. Zur Bewertung der Vegetationsqualität wird die Aufnahmemethodik nach BRAUN-BLANQUET (1964) mit der Methodik nach CEH („Countryside Survey 2000“) verglichen. Der Vergleich der Methodiken ergibt, dass sich die Methodik nach BRAUN-BLANQUET besser für die Abgrenzung von Pflanzengesellschaften eignet. Die Methodik nach CEH bildet hingegen durch exakte Verortung der Aufnahmeflächen und kleineren Interpretationsspielraum der Vegetationsaufnahme eine bessere Voraussetzung für ein langfristiges Monitoring.

Schlagwörter in Deutsch

Nordburgenland / Jois / Winden / Kulturlandschaft / sekundäre Landschaftsstruktur / Landnutzung / Vegetation

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Fuchs, Ilona Hilda
Titel: Genese, Struktur und Vegetation einer nordburgenländischen Weinbaulandschaft am Beispiel Jois / Winden
Untertitel: mit einem Methodenvergleich des Vegetationsaufnahmen
Umfangsangabe: 165 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Lebenswissenschaften
Publikationsjahr: 2008
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Wrbka, Thomas
BeurteilerIn: Grabherr, Georg
Klassifikation: 42 Biologie > 42.90 Ökologie: Allgemeines
AC-Nummer: AC07600336
Dokumenten-ID: 2293
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen) Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen)