Universitätsbibliothek Wien

PatientInnen- und Angehörigenorganisationen in der Steiermark

Horak, Maria (2012) PatientInnen- und Angehörigenorganisationen in der Steiermark.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Forster, Rudolf

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29541.13693.285766-7
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Abstract in German

Hintergrund: Neben der steigenden Anzahl von PatientInnen und Angehörigenorganisationen (PAO) haben auch die gesellschaftliche Bedeutung sowie das Interesse in der Wissenschaft stark zugenommen. Im deutsch- und englischsprachigen Raum erschienen zahlreiche wissenschaftliche Artikel aus diesem Themenfeld. Das Forschungsprojekt PatientInnen- und Angehörigenorganisationen in Österreich (PAO-Projekt) lieferte durch eine umfangreiche Befragung einen ersten Einblick in die österreichische Selbsthilfelandschaft. Aufgrund der föderalistischen Struktur des österreichischen Gesundheitssystems ist davon auszugehen, dass Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern vorliegen. Daher wurden weiterführende Diplom- und Masterarbeiten, welche die Situation in einzelnen Bundesländern darstellen, durchgeführt. Der Fokus der vorliegenden Arbeit liegt auf dem Bundesland Steiermark. Zielsetzung: Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein umfassendes Länderprofil zur Steiermark vergleichend zu Gesamtösterreich zu erstellen. Die Gruppen werden in Hinblick auf ihre Themen, Ziele, Strukturen, Ressourcen und Umweltbeziehungen untersucht und mit den Ergebnissen aus Gesamtösterreich verglichen. Weiters werden Perspektiven und Strategien relevanter Stakeholder ermittelt und die Besonderheiten der Rahmenbedingungen (Unterstützungsmöglichkeiten) für PAO im Bundesland erarbeitet. Methoden: Durch eine umfassende quantitative Sekundäranalyse der bereits im Projekt erhobenen Daten kann eine Übersicht zu den zentralen Charakteristika der PatientInnen- und Angehörigenorganisationen in der Steiermark, vergleichend zu Gesamtösterreich geschaffen werden. Drei ExpertInneninterviews sollen bei der Interpretation der Ergebnisse helfen und Strategien relevanter AkteurInnen über die Selbsthilfeszene erheben. Ergebnisse: In der Steiermark sind zahlreiche Gruppen zu verschiedenen Themenfeldern, hauptsächlich somatische Erkrankungen anzutreffen. Zu den Hauptzielgruppen gehören selbst Betroffene sowie Betroffene und deren Angehörige. Die häufigsten Aktivitäten bilden Gesprächsgruppen und Erfahrungsaustausch und die Beratung für einzelne Betroffene. Diese hat in der Steiermark auch in den letzten Jahren am meisten an Bedeutung gewonnen. Eigene Mitglieder, öffentliche Stellen und ÄrztInnen sind aus Sicht der Gruppen ihre wichtigsten UnterstützerInnen. Im Vergleich zu Österreich insgesamt stellen dagegen Sozialversicherungen, pharmazeutische Unternehmen und Organisationen des Gesundheitswesens weniger wichtige UnterstützerInnen. Durch die Selbsthilfekontaktstelle und Selbsthilfeplattform werden die steirischen Selbsthilfegruppen- und Organisationen unterstützt. Andererseits bildet sie die Interessensvertretung der Selbsthilfe. Öffentlich unterstützt wird die Selbsthilfekontaktstelle durch das Gesundheits- sowie das Sozialressort des Landes Steiermark; des Weiteren fungiert die „Steirische Gebietskrankenkasse“ als Unterstützerin. Im Vergleich zu allen österreichischen Gruppen erleben die steirischen Gruppen die Selbsthilfekontaktstelle als weniger wichtige Unterstützerin, zu der sie weniger Kontakte haben und deren Leistungen sie seltener in Anspruch nehmen. Dies verweist auf eine in Relation zur Gruppenzahl vergleichsweise geringere Kapazität der Selbsthilfekontaktstelle. Schlussfolgerung: Mit Hilfe der qualitativen und quantitativen Methoden konnte eine umfangreiche Darstellung der PatientInnen- und Angehörigenorganisationen in der Steiermark geliefert werden. Aufgrund ihrer Heterogenität und vielfältigen Umweltbeziehungen stellen sie ein komplexes Forschungsfeld dar, für das weiterer Forschungsbedarf besteht.

Schlagwörter in Deutsch

Selbsthilfe / Selbsthilfegruppen / PatientInnen- und Angehörigenorganisationen / PAO

Abstract in English

Background: Besides the rising number of patients and carer groups the social significances and the scientific interest in this subject have increased. A large number of scientific papers have been published, both in German and in English. In Austria a nationwide survey was initiated. This research project about patients and carer groups provided extensive knowledge about the sector of self- help groups in Austria. Due to the federalistic health care system in Austria, the health care facilities of the individual states are different. The specific regional situation was therefore further investigated by diploma- and master- theses. The focal point of this thesis is on the situation in Styria. Aim: The aim of this diploma thesis is to show the situation of patients and carer groups in Styria compared to the results of the nation- wide survey. The groups are examined under the aspects of topics, aims, structures, resources, and relations to their environment. Furthermore, perspectives and strategies of relevant stakeholders should be investigated as well as the support for patients and carer groups in Styria. Methods: An extensive quantitative evaluation of the data previously collected in Styria is carried out. The results are compared with those from the national evaluation. Three qualitative interviews with stakeholders from umbrella organizations of patient and carer groups as well as from public administration should help to interpret the results and give further information about their strategies. Results: In Styria a variety of groups related to different topics can be found; somatic diseases are the most relevant condition. Advice from peers and mutual exchange of experience within the groups have become increasingly important. Main supporters of the groups are their own members, public administration, and physicians. Compared to Austrian groups in general Styrian groups experience less support by social insurances, health care organizations and the pharmaceutical industry. The groups are also supported by the Styrian self-help clearinghouse and an umbrella organisation closely related to it which also represents their interests. The clearinghouse receives financial support by the government of Styria and the regional social health insurance. Compared to the nationwide survey of Austrian groups the clearinghouse and the umbrella organization are assessed as less supportive by the groups and their services are less used. This points to a lack of capacity in relation to the number of groups. Conclusion: An extensive description of patients and carer groups in Styria based on qualitative and quantitative research methods has been achieved. Due there is a big variety of patients and carer groups mentioned in literature further research is needed.

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Horak, Maria
Title: PatientInnen- und Angehörigenorganisationen in der Steiermark
Umfangsangabe: 158 S. : graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2012
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Forster, Rudolf
Assessor: Forster, Rudolf
Classification: 71 Soziologie > 71.38 Soziale Bewegungen
AC Number: AC09619014
Item ID: 22616
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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